Camillo Cardinal Ruini Camillo Cardinal Ruini
Function:
Cardinal Vicar of Roma, Italy
Title:
Cardinal Priest of S Agnese fuori le mura
Birthdate:
Feb 19, 1931
Country:
Italy
Elevated:
Jun 28, 1991
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Kardinal Ruini attackiert Pläne von Prodi
Sept 27, 2005
Der Vatikan läuft Sturm gegen das Vorhaben von Oppositionschefs Romano Prodi, die Rechte unverheirateter Paare rechtlich festzuschreiben. Prodi plant die Ausarbeitung eines Gesetzes, mit dem unverheiratete Paare rechtlichen Schutz in Bezug auf die Pension und die Wohnung eines verstorbenen Partners erhalten.

(Dolomiten, 19. September 2005) „Die erste Sorge der Gesetzgeber sollte der Schutz der legitimen Familie sein“, betonte der Präsident der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Camillo Ruini.

Ruini warnte vor einer angeblich drohenden „Gefahr der sozialen Auflösung“, die verheerende Folgen für „Kinder, schwächere Individuen und für die Zukunft der gesamten Gesellschaft“ hätte. Eine demokratische Gesellschaft, die die Familie nicht verteidige, habe keine Zukunft, betonte Ruini.

Bisher war in Italien jeglicher Versuch zur Legalisierung unverheirateter Paare gescheitert. Der Vatikan hatte in den vergangenen Monaten öfters vor Gesetzen gewarnt, die „die auf der Ehe begründete Familie“ gefährden und „nicht mit dem Plan Gottes übereinstimmen“. Der Papst warnte auch vor Gesetzen, die Ehen unter Homosexuellen legalisierten und die Einheit der Familie gefährdeten.

Prodi hatte vergangene Woche mit einem ersten Schritt in Richtung Legalisierung von Homo-Partnerschaften für heftige Diskussionen in Italien gesorgt. In einem Brief an die Organisation für die Rechte der italienischen Homosexuellen, Arcigay, hatte Prodi Unterstützung für die Einführung des so genannten „Zivilen Solidaritätspakts“ (PACS) signalisiert, der in Frankreich die gemeinsame steuerliche Veranlagung, Gütergemeinschaft und bevorzugte Erbbestimmungen von Paaren vorsieht.

In seinem Schreiben versprach Prodi, dass die Frage des PACS „ganz bestimmt eine Lösung im Wahlprogramm der Mitte-Links-Allianz ’Unione’ haben wird“. Die vatikanische Tageszeitung „L’Osservatore Romano“ hatte Prodis Pläne scharf kritisiert. „Hände weg von der Familie und der Ehe“, schrieb die vatikanische Nachrichtenagentur Sir, die der italienischen Bischofskonferenz CEI nahe steht. „Man darf eine wesentliche Institution wie die Familie nicht aus Zwecken der Wahlpropaganda zerrütten“, warnte die Nachrichtenagentur.
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