Francis Cardinal Arinze Francis Cardinal Arinze
Function:
Prefect of Divine Worship and the Discipline of the Sacraments, Roman Curia
Title:
Cardinal Priest of S Giovanni della Pigna
Birthdate:
Nov 01, 1932
Country:
Nigeria
Elevated:
May 25, 1985
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Kardinal Arinze über die Stärken der afrikanischen Kirche
Nov 01, 2006
Kardinal Francis Arinze hat ein wichtiges Kurienamt inne: Er ist Präfekt der Gottesdienst- und Sakramentenkongregation: Ein wichtiges Amt in Rom.

(Radio Vatikan, 15/10/2006) Er ist der einzige Schwarzafrikaner unter den aktiven Kurienkardinälen. Manche hatten bei der letzten Papstwahl vermutet, er könnte vielleicht der erste „schwarze“ Papst der Kirchengeschichte werden. Wir von Radio Vatikan haben mit ihm über die Situation der Kirche in Afrika gesprochen. Der Kardinal bedauert, dass oft nur wegen schlechter Nachrichten über Afrika gesprochen werde. Dabei gebe es so viel Gutes von dem Kontinent zu berichten. So zum Beispiel die Laien. Arinze freue sich…

„…dass die Laien sich wirklich als die Kirche fühlen. Ich bin gerade von einer Reise nach Nigeria zurückgekehrt. Und ich habe in den Laien ein Bewusstsein erlebt, wirklich die Kirche zu sein. Die Kirche besteht nicht aus Klerikern und vielleicht Ordensleuten, sondern aus uns allen! Das ist etwas, was sehr gut läuft: Die Laien sehen ihre Aufgabe in der Präsenz im öffentlichen Leben, in der Politik, in der Erziehung, in der Ausbildung in der medizinischen Versorgung.“

Eine weitere Stärke der afrikanischen Kirche seien vor allem die zahlreichen Priester- und Ordensberufungen. Man könne hier fast schon von einem Boom sprechen. Weiterhin bleibe der Einsatz für die Menschen erste Priorität, so Kardinal Arinze:

„Die Gerechtigkeit, der Respekt vor den Menschenrechten, der Respekt gegenüber der Frau, die Sorge um die Ärmsten, die Kleinen, diejenigen, für die keiner spricht. Auch ist es wichtig, die Verantwortlichen in der Politik davon zu überzeugen, dass die religiösen Überzeugungen müssen die politischen Entscheidungen beeinflussen. Nicht in dem Sinne, dass die Kirche die Politik diktiert, sondern in dem Sinne, dass die Soziallehre des Christentums in ihrem Eintreten für das Recht, für den Respekt des Anderen, für die Gerechtigkeit, für den Einsatz für das Gemeinwohl: Das ist immer gültig, nicht nur Sonntag morgen!“
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