Francis Cardinal Arinze Francis Cardinal Arinze
Function:
Prefect of Divine Worship and the Discipline of the Sacraments, Roman Curia
Title:
Cardinal Priest of S Giovanni della Pigna
Birthdate:
Nov 01, 1932
Country:
Nigeria
Elevated:
May 25, 1985
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Kardinal Arinze über die Situation der Kirche in Afrika
Jul 03, 2006
Vorstellung der "Lineamenta" der Zweiten Sonderversammlung der Bischofssynode für Afrika

ROM, 27. Juni 2006 (ZENIT.org).- Während der Vorstellung der "Lineamenta" der Zweiten Sonderversammlung der Bischofssynode für Afrika unterstrich der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Kardinal Francis Arinze, am heutigen Dienstag den Vorrang des Evangelisierungsauftrags der Kirche.

Zu Beginn erklärte der Kardinal, dass die Situation in den 53 Ländern des afrikanischen Kontinents sehr unterschiedlich sei. Aus diesem Grund müsse jede Verallgemeinerung vermieden werden. Jedes Jahr sei zwar ein bedeutender Zuwachs an Gläubigen zu verzeichnen, aber man gebe sich in Afrika nicht mit Nummern zufrieden. Zuwachs und Glaubensvertiefung würden nicht als zwei nebeneinander bestehende Realitäten angesehen. Kardinal Arinze erklärte in diesem Zusammenhang, dass er mit zahlreichen Initiativen zur Förderung des Glaubens vertraut sei. Die Selig- und Heiligsprechungsprozesse gehörten genauso dazu wie der Liturgie-Kongress für Afrika und Madagaskar in diesem Jahr.

Die Kirche Afrikas verschließe sich jedoch nicht in sich selbst. Sie teile, so der Kardinal, die Freuden, Hoffnungen, Probleme und Herausforderungen der ganzen afrikanischen Gesellschaft. Damit meinte der Kurienkardinal die Situation in jenen Ländern, die sich im Kriegszustand befinden, aber auch das große Aids-Problem in Afrika. Aktuelle Statistiken der Vereinten Nationen zeigen, dass rund zwei Drittel der insgesamt 24,5 Millionen HIV-infizierten Menschen in afrikanischen Ländern südlich der Sahara leben. Neben negativen Aspekten wie der Immunschwäche Aids, der die afrikanischen Bischöfe gemäß einem heute veröffentlichten Bericht der Nachrichtenagentur "Fides" rund 80 Hirtenbriefe und öffentliche Erklärungen gewidmet haben, seien auch positive Erfolge zu vermelden, wie zum Beispiel die Abschaffung der Apartheid.

Heute käme der katholischen Kirche vor allem die Aufgabe zu, das Evangelium zu verkünden, damit sich die Herzen der Afrikaner verwandeln könnten. Auch die Laien müssten sich ihrer besonderen Rolle bewusst werden, um den Geist Christi auch in das weltliche und oft säkularisierte Leben zu bringen. "Die Laien müssen eine Christianisierung von innen ausführen", forderte Kardinal Arinze. Die "Lineamenta" bezeichnete er als eine große Hilfe, um die verschiedenen Wege aufzuzeigen, die zu Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden führen.

Nach Kardinal Arinze ist es nicht möglich, diese drei Begriffe getrennt von einander zu behandeln: "Ohne Gerechtigkeit können wir keine Versöhnung haben, und ohne Versöhnung gibt es keinen Frieden." Er erinnerte auch daran, dass man die Kirche in Afrika nicht völlig getrennt von der Kirche in den anderen Teilen der Welt behandeln könne. "Wenn es regnet, regnet es auf das ganze Territorium."
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