Karl Cardinal Lehmann Karl Cardinal Lehmann
Function:
Bishop of Mainz, Germany
Title:
Cardinal Priest of San Leone I
Birthdate:
May 16, 1936
Country:
Germany
Elevated:
Feb 21, 2001
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Kardinal mit Herzrhythmus-Störungen in Klinik
Dec 13, 2007
Generalvikar Giebelmann zerstreut Sorgen um Mainzer Bischof: Lehmann wird Weihnachtsgottesdienst halten.

(Allgemeine Zeitung, 12.12.2007) MAINZ Wegen Herzrhythmus-Störungen liegt Karl Kardinal Lehmann im Krankenhaus. Die Nachricht erregte bundesweit Aufmerksamkeit. Dabei gebe es "überhaupt keinen Grund zur Besorgnis", bemühte sich das Mainzer Domkapitel gestern, die Sorgen um die Gesundheit des 71-Jährigen zu zerstreuen.

"Ich war heute Mittag bei ihm. Er ist wohlauf und voller Tatendrang", berichtete Generalvikar Dietmar Giebelmann dieser Zeitung. Die Ärzte gingen davon aus, die Herzbeschwerden des Mainzer Bischofs seien medikamentös und ohne operativen Eingriff zu behandeln. "Wir sind ein wenig erschrocken, welche Aufregung die Meldung vom Klinikaufenthalt ausgelöst hat", sagt Giebelmann.

Der Mainzer Bischof habe sich am Wochenende unwohl gefühlt, deshalb habe der 71-Jährige sich am Montag ins Katholische Klinikum Mainz (KKM) fahren lassen, um sich stationär beobachten zu lassen. "Spätestens Ende dieser Woche ist der Kardinal wieder zu Hause", zeigt sich der Generalvikar optimistisch. Dass der Klinikaufenthalt öffentlich wurde, habe mit Interviewterminen des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz zu tun, die er absagen musste. Auch in der nächsten Woche werde Lehmann kürzer treten. Giebelmann: "Den Weihnachtsgottesdienst im Dom wird er halten."

Aus Lehmanns Umfeld ist öfter zu hören, dass der Mainzer Bischof sich zu viel zumute, indem er als Schirmherr oder Gastredner sehr viele öffentliche Termine annimmt. Bislang allerdings reduzierte Lehmann sein Arbeitspensum kaum. Auch für Bewegung bleibt, wie Giebelmann anfügt, beim Mainzer Bischof wenig Zeit.

Stress ist ein möglicher Auslöser für Herzrhythmus-Störungen. Mediziner unterscheiden zwei Gruppen von Arhythmien, die von ihrem Auftreten zum einen im Vorhof des Herzen, zum anderen in der Herzkammer lokalisiert sind.

Gerät das Herz aus dem Takt beim Vorhofrhythmus, so gilt dies gemeinhin als harmlos. Die Beschwerden können für den Betroffenen unangenehm sein, sind aber gut behandelbar. Auch ist bekannt, dass eine große Zahl von Betroffenen diese leichte Arhythmie überhaupt nicht bemerkt. Allerdings kann das so genannte Vorhofflimmern als dauerhaft auftretende Störung auch Komplikationen auslösen, weshalb im Einzelfall die Ursachen genau abgeklärt werden müssen.

Gefährlich ist eine Rhythmusstörung der Herzkammer, die zum Kammerflimmern übergehen kann und intensivmedizinisch behandelt werden muss. Beim Kammerflimmern ist das Herz binnen kürzester Zeit nicht mehr in der Lage, seine Funktion als "Motor des Lebens" zu erfüllen. Es kommt zu Bewusstlosigkeit und lebensbedrohlichen Kreislaufstillstand. Das klassische Diagnose-Instrument bei Rhythmusstörungen ist das EKG (Elektrokardiogramm).
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