Karl Cardinal Lehmann Karl Cardinal Lehmann
Function:
Bishop of Mainz, Germany
Title:
Cardinal Priest of San Leone I
Birthdate:
May 16, 1936
Country:
Germany
Elevated:
Feb 21, 2001
More information:
www.catholic-hierarchy.org
Send a text about this cardinal »
View all articles about this cardinal »
German Kardinal Lehmann lädt ein, in Gottes Kahn zu steigen
May 06, 2006
Bad Wimpfen ist Bischofsstadt - zumindest heute und am gestrigen Mittwoch. Sechs Weihbischöfe um den Mainzer Kardinal Karl Lehmann weilen in der protestantischen Kommune mit ihren 6900 Einwohnern, von denen „nur“ 2000 Katholiken sind. Nach der Reformation, so schmunzelt Markus Warsberg vom Bistum Speyer, waren es noch viel weniger. Bis auf 30 Standhafte waren alle Wimpfener zu Luther „übergelaufen“.

(stimme.de, 27.04.2006) Daran nimmt natürlich keiner der 90 Kleriker Anstoß, die sich in Wimpfen zur 58. Jahrestagung der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte zusammenfinden. Denn Karl Lehmann steht für Ökumene. Mit Wimpfen, besonders mit dem Benediktinerkloster im Tal, verbinden den Primus der katholischen Kirche Deutschlands gute Kontakte. Hier lebt und wirkt Pfarrer Dr. Franziskus Eisenbach. Der emeritierte Weihbischof war bis 2002 fast 15 Jahre lang Lehmanns Wegbegleiter in Mainz gewesen.

Flankiert von den Weihbischöfen Karlheinz Diez aus Fulda und Ulrich Neymeyr aus Mainz, begleitet von Pater Paulus und Bruder Michael von der Benediktinerabtei Grüssau, ziehen sie an diesem Mittwoch in die 1273 erbaute, mit 250 Gläubigen besetzte Dominikanerkirche Heilig Kreuz am Wimpfener Berg ein, zu der früher ein angebautes Kloster gehörte. Dieses wird jetzt als Gymnasium genutzt. Die „heilige“ Nähe hat sich auf den Kirchenbesuch leider nicht ausgewirkt. Die junge Generation fehlt beim Pontifikalamt mit dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz. Wenn Karl Jens hieße und ein guter Keeper wäre, ja dann vielleicht . . .

So hören sie nicht Lehmanns Botschaft, mit in Gottes Kahn einzusteigen, Verantwortung im Leben zu übernehmen, vergängliche Verlockungen vom Unvergänglichen zu unterscheiden, das Leben nach dem Leben zu sehen. „Gott gab seinen einzigen Sohn, damit jeder, der an ihn glaubt, gerettet wird“, wiederholt Lehmann seine Osterbotschaft. Der Tod sei der schlimmste Feind des Menschen. „Doch es gibt ein Leben, das nicht tot zu kriegen ist.“ Lohnt es sich nicht, nach diesem zu streben?

Bei der Eucharistiefeier ist Gott gegenwärtig. Deshalb nehmen die Weihbischöfe ihr violettes Pileolus vom Haupt, auch der Kardinal legt ehrfürchtig sein scharlachrotes Käppchen ab. Beim Auszug spendet Lehmann, der am 16. Mai 70 Jahre alt wird, zum dritten Mal seinen Segen, den die Gläubigen dankbar entgegennehmen: Menschen aus Bad Rappenau, die zum Erzbistum Freiburg gehören, viele aus dem Neckartal mit Zugehörigkeit zur Diözese Rottenburg-Stuttgart oder aus Wimpfen. „Die Katholiken der Stauferstadt gehören auch heute noch zum Bistum Mainz, auch wenn für die Kommune und die evangelische Kirche die hessische Zeit 1952 zu Ende ging“, so Markus Warsberg. Darum drehen sich auch die Vorträge der anschließenden wissenschaftlichen Tagung. Die Bistümer Mainz, Speyer, Limburg, Trier und Fulda sind dabei jeweils mit ihrem Weihbischof vertreten.
20 READERS ONLINE
INDEX
RSS Feed
back to the first page
printer-friendly
CARDINALS
in alphabetical order
by country
Roman Curia
under 80
over 80
deceased
ARTICLES
last postings
most read articles
all articles
CONTACT
send us relevant texts
SEARCH