Karl Cardinal Lehmann Karl Cardinal Lehmann
Function:
Bishop of Mainz, Germany
Title:
Cardinal Priest of San Leone I
Birthdate:
May 16, 1936
Country:
Germany
Elevated:
Feb 21, 2001
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Kardinal porträtiert Bischof Albert Stohr
Feb 12, 2006
Albert Stohr stand im Mittelpunkt des fünften Vortrags in der Reihe "Mainzer (Erz-)Bischöfe in ihrer Zeit". Vor rund 300 Besuchern porträtierte Karl Kardinal Lehmann im Erbacher Hof den "Hirten in schwieriger Zeit".

(main-rheiner.de, 02.02.2006) Der am 13. November 1890 in Friedberg (Hessen) Geborene ging 1909 nach Abitur (am Friedberger Augustiner-Gymnasium) zum Theologiestudium ins Priesterseminar nach Mainz. 1912 zum Diakon, 1913 zum Priester geweiht promovierte er 1921/22 in Freiburg. Seit Studienzeiten, besonders aber während des Naziregimes, ist Stohr intensiv seelsorgerlich tätig, um junge Menschen im Glauben zu stärken. Später, 1937 gründete er in Mainz das Bischöfliche Seelsorgeamt und die Johannesbruderschaft. Trotz der Belastung, habe "der junge Wissenschaftler und gesuchte Exerzitienmeister" nach Aufenthalten in München und Rom "so rasch gearbeitet, dass er bereits mit 34 Jahren habilitiert war". Ab 1924 war er Dozent am Seminar, von 1926 bis 1935 hatte er den Lehrstuhl für Dogmatik inne.

Von 1931 bis 1933 engagiert sich Stohr politisch, als Abgeordneter des Zentrums im hessischen Landtag kritisiert der "Kämpfer" in Veröffentlichungen rund zehn Jahre lang Hitler und den Nationalsozialismus und habe dabei "innere Festigkeit" bewiesen. Obwohl Stohr gewusst habe, dass es zu "ernsten Auseinandersetzungen des christlichen Glaubens" mit der Nazi-Ideologie kommen würde, habe er sich am 24. August 1935 im Dom zum Bischof weihen lassen. Trotz Naziterror auch gegen christliche Einrichtungen und Priester, so Lehmann, "scheute Stohr keine Auseinandersetzung" mit NSDAP und staatlichen Stellen, etwa durch Hirtenbriefe. Seine Kraft habe er aus dem Psalmvers "Der Herr ist meine Stärke" bezogen, die zu seinem Leitsatz wurde.

Stohr ebnete den Weg zur "Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils", setzte sich für Ökumene, nach dem Krieg für Heimatvertriebene, den Wiederaufbau von Kirche und Mainzer Uni ein und führte 1948 den berühmten Mainzer Katholikentag durch.

Lehmann hält seinen Vorgänger für einen mutigen und "sehr entschiedenen" Bischof. "Mitten im pastoralen Einsatz", bei einer Firmung, ereilt ihn am 3. Juni 1961 der Tod. Lehmann: "So unermüdlich hingegeben war sein ganzes Leben."
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