Péter Cardinal Erdõ Péter Cardinal Erdõ
Function:
Archbishop of Esztergom-Budapest, Hungary
Title:
Cardinal Priest of St Balbina
Birthdate:
Jun 25, 1952
Country:
Hungary
Elevated:
Oct 21, 2003
More information:
www.catholic-hierarchy.org
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German Kardinal Erdö warnt vor allen Formen der Christenfeindschaft
Oct 02, 2008
Vollversammlung des "Rates der Europäischen Bischofskonferenzen" in Esztergom analysiert das Verhältnis von Kirche und Medien - Finanzkrise zeigt, dass sich der freie Markt "nicht selbst regeln kann"

Budapest, 1.10.08 (KAP) Der ungarische Kardinal-Primas Peter Erdö hat bei der Eröffnung der Vollversammlung des "Rates der Europäischen Bischofskonferenzen" (CCEE) in Esztergom alle Formen von "Christianophobie" (Christenfeindschaft) verurteilt. Dies gelte auch für den Medienbereich, wo es immer wieder zu Phänomenen der "Verleumdung, der Desinformation und der Sensationsgier" zu Lasten der Kirche und der Christen komme, sagte der CCEE-Vorsitzende. Erdö appellierte an die Medienleute überall in Europa, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein; die Kirche wiederum müsse in die Ausbildung von Personen investieren, die gegenüber den Medien kritikfähig sind und dazu beitragen können, dass "in den Medien ein authentisches Bild der Kirche und nicht eine Karikatur sichtbar wird". Das Verhältnis von Kirche und Medien ist Zentralthema der CCEE-Vollversammlung, an der bis Freitag alle Vorsitzenden der europäischen Bischofskonferenzen teilnehmen.

In seiner Eröffnungsrede steckte Kardinal Erdö im Hinblick auf die "Christianophobie" aber einen noch viel weiteren Horizont ab. Alle Formen von Diskriminierung und Intoleranz gegenüber den Christen sowohl in Europa als auch in der ganzen Welt müssten von der internationalen Gemeinschaft mit der gleichen Entschlossenheit bekämpft werden wie Äußerungen von Hass gegen Angehörige anderer Religionsgemeinschaften. Vor allem gehe es um den Schutz der Religionsfreiheit, die ein unveräußerliches Recht jedes Menschen sei. Allzu oft werde Religionsfreiheit aber als "Befreiung von der Religion" missverstanden. Dahinter stehe eine Weltanschauung, die die transzendente Dimension der menschlichen Person leugnet und in der Folge auch die öffentliche Dimension der Religionsfreiheit, sagte der CCEE-Vorsitzende.

Kardinal Erdö ging auch auf die aktuelle Finanzkrise ein. Diese Krise zeige mit "empirischer Klarheit", dass sich der freie Markt mit seinem Wunsch nach immer größerem Profit nicht selbst regeln könne; umso weniger sei er im Stande, die ganze Welt zu leiten und zu regieren. Ohne eine "gesunde und verantwortliche" Regulierung von Seiten der Staaten führe der schrankenlose Liberalismus "in den Zusammenbruch". Es gehe hier nicht um ein Lamento, sagte der ungarische Kardinal-Primas, sondern um eine Einladung an die "menschliche Freiheit zur Verantwortung" und um die Verteidigung der unverletzlichen Rechte des Menschen.

Grußbotschaft des Papstes

In einer von Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone gezeichneten Grußbotschaft an Kardinal Erdö begrüßte Papst Benedikt XVI., dass sich die Vorsitzenden der europäischen Bischofskonferenzen mit dem Verhältnis von Kirche und Medien auseinandersetzen. Gerade im Paulus-Jahr sei es notwendig, sich mit dem "modernen Areopag" zu beschäftigen, den die Medien darstellen. Es gehe darum, dass die Medienleute sich noch mehr der "Wahrheit der Information" und der "Würde der menschlichen Person" verpflichtet fühlen.
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