Kurt Cardinal Koch Kurt Cardinal Koch
Function:
President of the Pontifical Council for Promoting Christian Unity
Title:
Birthdate:
Mar 15, 1950
Country:
Switzerland
Elevated:
Nov 20, 2010
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German Schweizer Kardinal kritisiert seine Landsleute
Nov 25, 2010
Der am Samstag neu ernannte Kardinal Kurt Koch hat Kritik an den Schweizern geübt. Diese verstünden einfach nicht, dass Papst Benedikt XVI. im Zusammenhang mit den Fällen sexuellen Missbrauchs durch katholische Amtsträger alles in seiner Macht Stehende tue. Auch über den Papst selber hat sich Koch in Sonntagsmedien geäussert.

Gegenüber dem Westschweizer Radio RSR sagte Koch, die Schweizer seien offenbar im Glauben, es besser zu wissen als andere und auch weniger offen gegenüber dem, was aus dem Vatikan komme.

Pädophilie ist eine «Krankheit»

Um gegen pädophile Auswüchse anzugehen, diese «Krankheit», müsse die Ausbildung der Geistlichen vertieft werden und eine Einbeziehung der Sexualität in deren Leben stattfinden, sagte Koch weiter.

Gegenüber dem «Sonntag» hat sich der neue Kardinal aus Luzern tief bewegt über sein neues Amt gezeigt: «Die Verantwortung ist gross – die rote Farbe unseres Gewandes erinnert an das Blut der Märtyrer und bedeutet, dass man für den Glauben und die Kirche sein Leben gibt.»

Die drei Eigenschaften des Papstes

Er sei immer noch sehr überrascht, wie schnell es mit seiner Ernennung gegangen sei. Der Papst wolle damit zeigen, dass ihm die Ökumene sehr am Herzen liegt.

Der Heilige Vater habe drei Eigenschaften, so Koch, «die selten in einem einzigen Körper Platz haben: Er ist eine sehr einfacher, demütiger Mensch, ein tief gläubiger Mann und er ist sehr intelligent».

Seine Aufgabe sei es, «nicht Beruhigungspillen zu verabreichen, sondern uns neu bewusst zu machen, dass der 'eine Leib Christi', von dem Jesus sprach, ein Anliegen ist, das wir realisieren wollen».

Zwei Gruppen von Kritikern

Angesprochen auf seine Kritiker, sagte der Ex-Bischof weiter: «Es gibt zwei Gruppen von Kritikern: Eine Gruppe wirft mir vor, ich sei eigentlich nie Bischof geworden und immer Professor geblieben. Die andere Gruppe findet, ich hätte alles vergessen, was ich einmal gesagt habe. Diese zwei Gruppen sind derart widersprüchlich, dass ich, wenn ich in den Spiegel schaue, mich manchmal frage, wer ich denn eigentlich bin. Und: Wenn man eine neue Verantwortung übernimmt, muss man auch das übernehmen, was damit verbunden ist. Wenn jemand Bundesrat wird, erwarte ich von ihm auch, dass er sich an die Bundesverfassung hält.»

Feierlichkeiten werden heute fortgesetzt

Die Feierlichkeiten zur Ernennung der neuen Kardinäle gingen heute Sonntag weiter. Der Papst feierte mit den neuen Kardinälen gemeinsam eine Messe im Petersdom. Während der Zeremonie steckte der Papst den Purpurträgern ihre Kardinalsringe an.

Unter den 24 neuen Kardinälen sind mehrere wichtige Funktionäre aus dem Vatikan. Neben dem neuen Ökumeneminister des Vatikans, Kurt Koch, der Präsident des Päpstlichen Rats Cor Unum, Robert Sarah, sowie die Präfekten der Kongregationen für Heiligsprechungen und für den Klerus, Angelo Amato und Mauro Piacenza.

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/11/21/Schweiz/Schweizer-Kardinal-kritisiert-seine-Landsleute
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