Kurt Cardinal Koch Kurt Cardinal Koch
Function:
President of the Pontifical Council for Promoting Christian Unity
Title:
Birthdate:
Mar 15, 1950
Country:
Switzerland
Elevated:
Nov 20, 2010
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German Koch:
Mar 19, 2017
Einer der gr
German Frauenpriestertum führt Kirchen in Riesenproblematik
Jul 19, 2016
In einem Journalistengespräch ging der Schweizer Kardinal Kurt Koch auf die Frage des Frauenpriestertums ein und warnte diesbezüglich vor drohenden Spaltungen und Zerreissproben innerhalb der Kirchen. Die Frage der Öffnung von Weiheämtern für Frauen bringe fast alle Kirchen «in eine Riesenproblematik hinein», sagte er im österreichischen Kremsmünster.

Linz/Bern, 16.7.16 (kath.ch) Auch unter den Lutheranern gibt es nicht wenige Kirchen ohne Frauenordination, in Lettland sei die Entscheidung dafür erst jüngst wieder zurückgenommen worden. «Und diejenigen Kirchen, die das haben, zum Beispiel die anglikanische Kirche, stehen wegen der Einführung der Ordination von Bischöfinnen vor einer Zerreissprobe», erinnerte Koch. Deshalb müsse diese Frage «mit äusserster Sensibilität angegangen werden», um keine Spaltungen auszulösen.
Frage für Papst Franziskus nicht offen

Der Kurienkardinal wies auch darauf hin, dass es dazu «die sehr schwerwiegende Entscheidung von Papst Johannes Paul II.» gebe, wonach er nicht die Vollmacht habe, das Priesteramt für Frauen zu öffnen. «Und das ist auch von Papst Franziskus bestätigt, dass diese Frage für ihn nicht offen ist.» (kap)

https://www.kath.ch/newsd/kardinal-koch-frauenpriestertum-fuehrt-kirchen-in-riesenproblematik/
Italian Cardinale Koch: cinque indicazioni per il cammino ecumenico
Jul 09, 2016
Cinque indicazioni per il cammino  ecumenico. Ad offrirle è oggi il cardinale Kurt Koch, presidente del Pontificio Consiglio per la promozione dell’unità dei cristiani, dalle colonne de L’Osservatore Romano.

8 luglio 2016

Paragonando il cammino ecumenico a quello dei discepoli verso Emmaus, Koch avverte: “L’esperienza ecumenica c’insegna che l’unità cresce nel camminare e che essere in cammino insieme significa praticare già l’unità” perché l’ecumenismo autentico “vive nella mutua partecipazione alla vita degli altri, nella gioia e nel dolore”. Oggi, aggiunge, dobbiamo infatti assistere a “persecuzioni di cristiani in una misura che è unica nella storia. I cristiani oggi non vengono perseguitati perché sono protestanti o pentecostali, ortodossi o cattolici, ma perché sono cristiani. Il martirio oggi è ecumenico, e dobbiamo parlare di un vero e proprio ecumenismo dei martiri o di un ecumenismo di sangue”. Di fatto, “il sangue di così tanti martiri nel mondo attuale non divide, ma unisce. Vedo nell’esperienza della persecuzione e del martirio, comune a tutti i cristiani, il segno più convincente dell’ecumenismo oggi. Ma in Europa lo prendiamo davvero sufficientemente sul serio?”. Per il cardinale Koch,  inoltre, “il superamento della divisione e il ripristino dell’unità possono diventare possibili solo sulla via di una lettura comune della sacra Scrittura”. E ancora: “Noi uomini non possiamo fare l’unità da soli”; l’unità “la possiamo solo ricevere, orientandoci alla volontà di Gesù e presentandogli questo desiderio nella preghiera” perché proprio la preghiera per l’unità dei cristiani “è e continua a essere il cuore pulsante di tutto il cammino ecumenico”. Infine l’invito a non rimanere “comodamente seduti” ma ad annunciare “ciò che hanno saputo, ben consapevoli che la credibilità della loro testimonianza dipende in modo sostanziale dal fatto” che “camminino insieme”. La preoccupazione di noi cristiani “per un buon futuro dell’Europa – conclude – verrà ascoltata solo se la testimoniamo in comunione ecumenica e la riempiamo di vita”.

http://agensir.it/quotidiano/2016/7/8/cardinale-koch-cinque-indicazioni-per-il-cammino-ecumenico/
German „Nicht Islam ist zu stark, Christentum ist zu schwach"
May 26, 2016
Das Problem in Europa ist nicht die Stärke des Islam, sondern eher die zunehmende Schwäche des Christentums.

25/05/2016

Das hat Kurienkardinal Kurt Koch bei einer Podiumsdiskussion in Einsiedeln betont. „Religion ist zur Privatsache geworden, darum haben wir Angst vor dem Islam", wurde der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates am Mittwoch von kath.ch zitiert. Natürlich könne die Schweiz nicht alle Flüchtlinge aufnehmen, „aber wo ist die Grenze und wer entscheidet das?", fragte der Kardinal. Koch stellte zudem die Frage, warum muslimische Länder wie Saudi-Arabien keine Flüchtlinge aufnähmen.

Der Kardinal erinnerte daran, dass weltweit achtzig Prozent all jener, die aufgrund ihrer Religion verfolgt werden, dem Christentum angehörten. Trotzdem würden beispielsweise die Bischöfe im Nahen Osten die Christen zum Bleiben auffordern. Wenn sie könnten, so Koch, würden auch tatsächlich viele der Christen in ihrer Heimat bleiben, wo sie immer gelebt haben und wo sie auch weiterhin mit den Muslimen zusammenleben möchten. Der Kurienkardinal rief aber auch dazu auf, nach den Ursachen für den Konflikt in dieser Region zu fragen, der sicherlich auch etwas mit „Geld und Öl" zu tun habe.

http://de.radiovaticana.va/news/2016/05/25/vatikan_europa_%E2%80%9Enicht_islam_ist_zu_stark,_christentum_zu_sc/1232249
English Vatican chief orders Christians to CONVERT Muslims (but leave Jewish alone)
May 24, 2016
We have a mission to convert Muslims to Christianity. We have a mission to convert all non-Christian religions' people [except] Judaism.

May 23, 2016
The call to action was made by Cardinal Kurt Koch, the Vatican’s head of ecumenical relations, during a meeting in Cambridge.

He said the mission to convert extended to jihadists groups like Islamic State (ISIS) who were persecuting Christians in the Middle East.

He said: “We have a mission to convert Muslims to Christianity. We have a mission to convert all non-Christian religions' people [except] Judaism."
Related articles

Jihadis attacked 35 Christian villages in February 2015 alone, abducting over 250 people and driving 3,000 others from their homes.

Christian charity Open Doors, which complied the list, said extreme Islamic fundamentalism is rising most sharply in sub-Saharan Africa, where more people are killed for their Christian faith than anywhere else in the world.

The Swiss clergyman, who served as Bishop of Basel before moving to Rome, said the Jewish population didn’t need to be converted as Christianity had sprung for the Jewish faith.

The clergyman was discussing documents on the Church’s relationship with Judaism published by the Pontifical Council for Promoting Christian Unity.

http://www.express.co.uk/news/world/672951/Cardinal-Convert-jihadists-not-Jews
German Kardinal Koch fordert Respekt gegenüber christlicher Mehrheit
Dec 27, 2015
Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch beklagt ein Verdrängen des Religiösen aus der Gesellschaft. Die Öffentlichkeit sei voll von Zeichen, an denen sich niemand störe, schreibt Koch in einem Beitrag für die Weihnachtsausgabe der Schweizer Zeitung „Sonntagsblick“. Nur religiöse Zeichen schienen Probleme zu machen.

26/12/2015

„Dies weist auf eine ungesunde Einstellung zur Religion hin und hat seinen Grund in der heute starken Tendenz, die Religion überhaupt aus der gesellschaftlichen Öffentlichkeit in die Privatsphäre des einzelnen Menschen oder gar in eine gesellschaftliche Subkultur abzudrängen“, so der Kurienkardinal.

Gerade an der Einstellung zur öffentlichen Darstellung von Weihnachten zeige sich, so Koch, „ob eine Gesellschaft noch darum weiß, dass Religion zur Kultur gehört, und sie deshalb nicht als Subkultur behandelt“. Die Kultur Europas habe christliche Wurzeln; zudem seien die Schweizer mehrheitlich Christen. „Mehrheiten sollten in einer Demokratie einen anderen Respekt erfahren - auch und gerade an Weihnachten“, forderte der Kardinal.

http://de.radiovaticana.va/news/2015/12/26/kardinal_koch_fordert_respekt_gegen%C3%BCber_christlicher_mehrhei/1196992
German Papst trifft Waldenser – Interview mit Kardinal Koch
Jun 15, 2015
In einer Woche besucht Papst Franziskus Turin – und dabei wird er nicht nur vor dem ‚Grabtuch Jesu‘ beten, sondern auch die Turiner Waldenserkirche betreten. Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für einen Papst: Stefan Kempis sprach darüber mit Kurienkardinal Kurt Koch, dem Präsidenten des Päpstlichen Einheitsrates.

Kardinal Koch: „Ich glaube zunächst einmal wirklich, dass es eine Premiere ist: dass zum ersten Mal in der Geschichte eine Begegnung zwischen den Waldensern und dem höchsten Repräsentanten der katholischen Kirche, dem Papst, stattfindet. Das finde ich großartig und hoffe, dass daraus auch neue Impulse entstehen für den ökumenischen Dialog … und dass hier auch ein Zeichen des Vergebens und der Bitte um Vergebung geschieht für das, was in der Geschichte geschehen ist.“

Im Mittelalter wurden die Waldenser noch von der katholischen Kirche verfolgt – gab es nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil neue Ansätze und theologische Gespräche mit den Waldensern? Und an welchem Punkt sind sie?

Kardinal Koch: „Es gibt Gespräche, aber ich denke, sie müssen noch ziemlich intensiviert werden. Ich hoffe, dass diese Begegnung mit dem Papst ein neuer Impuls sein kann, diese Fragen intensiv anzugehen, zumal es ja gerade hier in Rom eine Theologische Fakultät der Waldenser gibt. Da ist es wirklich angezeigt, dass wir den Dialog vertiefen.“

Heißt das, die Gespräche mit den Waldensern sind noch ganz am Anfang?

Kardinal Koch: „Ich würde nicht sagen, am Anfang, sondern: am Laufen.“

Und was sind die schwierigen, die Brennpunkte bei diesen Gesprächen? Geht es den Waldensern vielleicht vor allem um die historische Perspektive?

„Zunächst die historischen Fragen gründlich anschauen“

Kardinal Koch: „Ich glaube, in den ökumenischen Dialogen ist es immer wichtig, zunächst einmal mit den historischen Fragen zu beginnen, weil viele theologische Probleme und Fragen nur aus der Geschichte her zu verstehen sind. Teilweise sind das Überspitzungen in der Geschichte, die dann noch weiter zugespitzt worden sind, weil man sich entfremdet hat, weil man nicht mehr zusammengelebt hat. Deshalb, meine ich, ist es immer wichtig, zunächst die historischen Fragen gründlich anzuschauen.“

Die heilige Hildegard von Bingen hat noch von der Kanzel herab gegen die Waldenser gepredigt…

Kardinal Koch: „Ja – die Heiligen leben auch in ihrer Zeit und sind Kinder ihrer Zeit, sie haben in diese Zeit hinein gelebt. Wir dürfen sie nicht mit unseren Maßstäben von heute her beurteilen, sondern müssen sie aus der Zeit heraus verstehen.“

Ist ein Mea Culpa des Papstes im Namen der Kirche in Turin geplant, mit Blick auf die Waldenser?

„Mea Culpa würde dem Papst entsprechen“

Kardinal Koch: „Ich will nicht in die Freiheit des Heiligen Vaters eingreifen, was er tun wird – aber ich bin überzeugt, dass eine solche Bitte seinem Geist und seinem Herzen voll und ganz entsprechen würde.“

Erleben wir unter diesem Papst eine Ausweitung des ökumenischen Dialogs? Auch die Freikirchen sind ja ganz neu in den Blick gekommen.

Kardinal Koch: „Ja. Aber das entspricht natürlich auch der Realität heute, denn die größte Entwicklung, die wir in der heutigen ökumenischen Landschaft haben, ist das rasante Anwachsen evangelikaler, pentecostalischer Bewegungen. Sie sind heute rein zahlenmäßig die zweitgrößte Realität nach der römisch-katholischen Kirche. Man muss von einer Pentecostalisierung des Christentums reden. Und diese Herausforderung müssen wir wahrnehmen! Ich denke auch: In diesen Bewegungen liegen viele Vorurteile gegen die römisch-katholische Kirche, vor allem gegen das Papsttum, vor; und wenn der Papst nun Repräsentanten dieser Bewegungen einlädt zu einem persönlichen Kontakt, kann das viele Vorurteile überwinden und die Türen für neue Dialoge öffnen. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Kommt die katholische Kirche bei solchen Dialogen schneller weiter als im Uralt-Dialog mit den Lutheranern, die jetzt auch mit Blick auf das Lutherjubiläum ihr Luthertum wieder neu entdecken?

Kardinal Koch: „Das wage ich nicht zu sagen, denn die Dialoge sind hier (mit Blick auf die Waldenser und die Freikirchen, Anm.d.Red.) wirklich am Anfang, und die Traktandenliste ist völlig anders als mit den historischen Kirchen der Reformation. Deshalb ist es heute schon schwierig, einen Vergleich zu ziehen; das möchte ich noch nicht tun.“

(rv 10.06.2015 sk)

http://de.radiovaticana.va/news/2015/06/11/papst_trifft_waldenser_%E2%80%93_interview_mit_kardinal_koch/1150398
French Pour le cardinal Koch, le jubilé de la Réforme est une occasion de relancer la recherche de l’unité
Apr 22, 2015
Le cardinal suisse Kurt Koch estime que le jubilé de la Réforme en 2017 est l’occasion de réaliser de nouvelles avancées dans l’œcuménisme. Les communautés chrétiennes ne doivent pas se résigner « avec la situation anormale de la séparation en différentes Églises », a dit le président du Conseil pontifical pour la promotion de l’unité des chrétiens jeudi 16 avril à Munich.

« Nouveaux pas vers l’unité »

Les catholiques et les luthériens ont « des raisons de faire pénitence » pour « la mauvaise foi et les blessures qu’ils se sont infligées durant les 500 dernières années », souligne le président du Conseil pontifical pour la promotion de l’unité des chrétiens.

Dans un 2e temps, les deux parties pourraient se réjouir des progrès réalisés ces dernières décennies dans le dialogue œcuménique.

Dans ce domaine, le cardinal Koch cite la Déclaration conjointe sur la doctrine de la justification, que l’Église catholique et la Fédération luthérienne mondiale ont signée en 1999 à Augsbourg.

À partir de là, il faut oser accomplir « de nouveaux pas vers l’unité », estime-t-il. Une « nouvelle Déclaration commune sur l’Église, l’Eucharistie et le Ministère » constituerait « un pas décisif sur le chemin vers une communion totale des Églises », ajoute-t-il.
Éclaircir la position de la Réforme sur la tradition

Kurt Koch ne cache pas qu’un long chemin est encore à accomplir jusqu’alors. Le cheminement œcuménique devrait « revenir vers une recherche frénétique en vue de l’unité ». L’œcuménisme ne devrait pas se contenter d’une reconnaissance mutuelle dans la diversité, ce qui équivaudrait à un éloignement de la profession de foi des Églises telle qu’elle était proclamée durant les deux premiers siècles de l’ère chrétienne.

La question de l’essence même de l’Église ne doit être prioritaire que dans la poursuite du dialogue œcuménique. Le cardinal suisse espère ainsi que l’année 2017 apportera de nouvelles clarifications.

Il conviendra notamment d’éclaircir quelle est la position de la Réforme sur la tradition commune de l’Église. Kurt Koch rappelle à ce propos que les catholiques et les luthériens ont partagé une histoire commune de 1 500 ans avant le XVIe siècle.
Des réformes dans l’Église

On ne peut donc pas considérer et fêter la Réforme comme « la naissance de l’Église de la liberté ». D’ailleurs le but de réformer l’Église dans son ensemble n’a pas été atteint. Le développement des Églises issues de la Réforme doit donc être considéré historiquement comme « une solution de secours ».

Le cardinal de curie relève également que la Réforme ne détient pas l’exclusivité des mouvements de réforme dans l’Église. Il en existait déjà avant le XVIe siècle et également après. Selon lui, le « réformateur le plus radical » a même été François d’Assise, et il a agi « en unité avec le pape ».

Puis, l’Église catholique elle-même a accompli sa propre réforme avec le Concile Vatican II et la redécouverte de l’importance primordiale de la Parole de Dieu et le sacerdoce commun de tous les baptisés, qui ont été des thèmes marquants de l’enseignement de Martin Luther.

Début janvier, le cardinal Reinhard Marx, s’exprimant dans le magazine Politik & Kultur, avait affirmé : « Les catholiques peuvent aussi beaucoup apprendre de Luther. »

En 2017, les protestants fêteront les 500 ans de la Réforme : c’est le 31 octobre 1517 que Martin Luther, alors religieux augustin, afficha à Wittenberg les « 95 thèses » dénonçant la vente des indulgences par l’Église catholique romaine, acte fondateur du protestantisme.

http://www.la-croix.com/Urbi-et-Orbi/Actualite/Rome/Pour-le-cardinal-Koch-le-jubile-de-la-Reforme-est-une-occasion-de-relancer-la-recherche-de-l-unite-2015-04-21-1304773
Spanish El cardenal Koch advierte que la Iglesia no puede adaptarse a los tiempos como los Deutsche Christen al nazismo
Apr 20, 2015
El cardenal Kurt Koch, presidente del Pontificio Consejo para la Promoción de la Unidad de los Cristianos, ha advertido a los obispos alemanes que la Iglesia no puede adaptarse a los tiempos de la manera en que los Deutsche Christen, organización de cristianos luteranos alemanes, lo hicieron para apoyar el nazismo.

27/03/15 9:21 AM

(LSN/InfoCatólica) En una entrevista con el periódico católico alemán Die Tagespost, el cardenal suizo refuta las propuestas del cardenal Reinhard Marx y del obispo Franz-Josef Bode, ambos delegados de la Iglesia en Alemania para el próximo sinodo de la familia, en el sentido de que la Iglesia debería de adaptarse a las situaciones de las vidas de los católicos hoy en día y liberalizar su actitud hacia los divorciados vueltos a casar.

El cardenal Koch se refirió especialmente a las palabras Mons. Bode, diciendo que las mismas deberían de recordarnos una situación histórica similar: lo ocurrido durante en Tercer Reich, cuando los Deutsche Christen (luteranos) ajustaron su fe a la visión del mundo del nacionalsocialismo, especialmente en la cuestión racial y nacionalista:

   «Pensemos en los Deutsche Christen durante la época del nacionalsocialistmo cuando, junto a las Sagradas Escrituras, ellos elevaron la Raza y la Nación a la categoría de fuentes de la Revelación, algo contra lo que protestó la Declaración teológica de Barmen (1934), que rechazó la sumisión de las iglesias protestantes al estado. Tenemos que saber diferenciar muy cuidadosamente aquí y ahora, y analizar con sensibilidad los signos de los tiempos, para ver qué espíritu está detrás de dichos signos: ¿Cuáles son signos del evangelio y cuáles no?»

El cardenal suizo, ha insistido en que es peligroso tomar la manera en que los cristianos viven la fe como una fuente de revelación:

   «Ver cómo y de qué manera la gente está viviendo su fe hoy es desde luego importante y provechoso, de cara a reconocer los retos y deberes pastorales de la Iglesia. Sin embargo, esas "realidades existenciales" no pueden ser una tercera fueten de revelación junto con las Sagradas Escrituras y el Magisterio»

Deutsche Christen

El Deutsche Christen fue un movimiento religioso iniciado por un grupo de clérigos y feligreses de las iglesias protestantes luteranas de Alemania en 1931, que propusieron y difundieron una fusión de elementos del cristianismo y del nazismo para plegarse a la ideología del Tercer Reich. Tenían como lema: «La esvástica en nuestros pechos, la cruz en nuestros corazones»

Ejemplos del pensamiento de dicho movimiento:

   «Para un alemán, la Iglesia es la comunidad de los creyentes que están obligados a luchar por una Alemania cristiana… El Estado de Adolfo Hitler apela a al Iglesia: la Iglesia debe responder a la llamada». (Resolución de la primera Conferencia Nacional del Movimiento de la Fe (luteranos) 3/4/1933)

   «Hitler, el redentor de la historia de los alemanes… la ventana a través de la cual la luz se proyecta sobre la historia del cristianismo". (Del manifiesto de los Deutsche Christen de Turingia)

   «Hitler y los nazis son regalo de Dios». (Del discurso de aceptación del título de obispo del Reich, recibido por el pastor Ludwig Muller de manos del propio Führer. Durante la misma ceremonia, el pastor Leutheuser cantó: «Cristo ha venido a nosotros a través de Adolfo Hitler… Hoy sabemos que el Salvador ha llegado… Tenemos una sola tarea, ser alemán, no ser cristiano»)

   «La Iglesia evangélica alemana se compromete a afirmar unánimente su lealtad incondicional al Tercer Reich y a su jefe. Condenamos en los términos más enérgicos la intriga o la crítica contra el Estado, el pueblo o el movimiento [nazi], formas destinadas a amenazar al Tercer Reich. Sobre todo deploramos las actividades de la prensa extranjera que intenta falsamente representar las discusiones en el seno de la Iglesia como un conflicto contra el Estado». (Comunicado de 12 pastores luteranos tras haber sido recibidos oficialmente por Hitler en enero de 1934)

Algunos de los pastores luteranos que se negaron a aceptar semejante ideología sincretista con el nazismo fueron perseguidos, encarcelados e incluso martirizados. Entre ellos destaca con luz propia el pastor Dietrich Bonhoëffer.

http://infocatolica.com/?t=noticia&cod=23598
Italian Sinodo, Koch: pensiamo al III Reich....
Apr 15, 2015
Il cardinale Kurt Koch, presidente del Pontificio Consiglio per l’unità dei cristiani e della Commissione per i rapporti con l’ebraismo ha severamente criticato la posizione espressa dal cardinale tedesco Reinhard Marx e da altri esponenti tedeschi. Le "realtà della vita" non sono una terza fonte di rivelazione.

marco tosatti
27/03/2015

Il cardinale Kurt Koch, presidente del Pontificio Consiglio per l’unità dei cristiani e della Commissione per i rapporti con l’ebraismo ha severamente criticato la posizione espressa dal cardinale tedesco Reinhard Marx e da altri esponenti tedeschi tesa a far sì che la Chiesa si adegui alle “realtà della vita” in particolare liberalizzando il suo atteggiamento sull‘eucarestia ai divorziati risposati.  



Koch ha dichiarato in un’intervista al Die Tagespost che le parole del vescovo Bode dovrebbero riportare alla memoria situazioni storiche simili, e in particolare il Terzo reich, quando “cristiani tedeschi” adeguarono la loro fede alla visione del mondo del nazionalsocialismo.  



“Pensiamo ai Cristiani Tedeschi al tempo del Nazionalsocialismo, quando vicino alla Sacra Scritture elevarono la Nazione e la razza come fonti di rivelazione…Dobbiamo differenziarci molto attentamente qui e ascoltare con sensibilità i segni dei tempi, e lo spirito che si rivela in questi segni: quali sono i segni del Vangelo, e quali no”.  



Koch ha aggiunto: “Vedere come e in che modo la gente vive oggi la fede è naturalmente utile e importante, per riconoscere le sfide dei doveri pastorali della Chiesa. Comunque questo (le “realtà della vita”) non possono essere una terza realtà della rivelazione vicino alla Sacra Scrittura e al Magistero”.

http://www.lastampa.it/2015/03/27/blogs/san-pietro-e-dintorni/sinodo-koch-pensiamo-al-iii-reich-zggA6IOdHjCK7fdKtH6AMO/pagina.html
English Vatican cardinal tells German bishops: We can’t adapt the faith to the times like Christians did under the Nazis
Apr 13, 2015
An influential Swiss cardinal at the Vatican has warned Germany’s bishops that the Church cannot merely adapt itself to the times as some Christians did in order to support the Nazis.

ROME, March 26, 2015 (LifeSiteNews.com) – In an interview with the German Catholic newspaper Die Tagespost, Cardinal Kurt Koch firmly (but politely) refuted the proposal of Cardinal Reinhard Marx and Bishop Franz-Josef Bode, both delegates to the upcoming Synod on the Family, that the Catholic Church has to adjust herself more to the “life realities” of Catholics today, and liberalize its attitude toward remarried divorcees. Cardinal Marx had even declared that the German bishops will make their pastoral decisions independently of Rome.

Cardinal Koch’s comments followed a strong rebuke of Cardinal Marx by German Cardinal Paul Josef Cordes. “A Cardinal cannot easily separate the pastoral approach from the teaching,” Cardinal Cordes said, “unless he wants to ignore the binding meaning of Christ's words and the binding words of the Council of Trent.”

Cardinal Koch, president of the Pontifical Council for Promoting Christian Unity, said that Bode's words should remind us of a similar historical situation: namely the time of the Third Reich, where the “German Christians” adjusted their faith to the worldview of National Socialism, namely its racist and nationalistic ideas. He said: “Let us think of the 'German Christians' during the time of National Socialism, when, next to the Holy Scripture, they also raised up the Nation and the Race as sources of revelation, against which the Theological Declaration of Barmen (1934) [which rejected the submission of the Protestant churches under the state] protested. We have to differentiate very carefully here and listen with sensitivity to the signs of the times – and to the spirit that reveals itself in these signs: Which ones are signs of the Gospel, which ones are not?”

https://www.lifesitenews.com/news/vatican-cardinal-tells-german-bishops-we-cant-adapt-the-faith-to-the-times
French La fin du communisme n'a pas été positive pour l'Eglise-Vatican
Nov 18, 2014
La fin du communisme en Europe, il y a un quart de siècle, n'a pas du tout été une bonne chose pour la chrétienté parce qu'elle a ranimé des tensions entre Rome et la Russie, a déclaré un haut responsable du Vatican, lundi.

Le cardinal suisse Kurt Koch, en charge des relations oecuméniques au sein de l'épiscopat, a expliqué que la réapparition d'églises catholiques en Ukraine et en Roumanie après des décennies d'absence a créé des tensions majeures avec l'Eglise orthodoxe russe.

Les dirigeants orthodoxes ont accusé l'Eglise grecque-catholique d'Ukraine, fidèle au Vatican, de chercher à reprendre des édifices religieux et à détourner les fidèles du patriarche de Moscou. Rome et l'Eglise d'Ukraine démentent ces accusations.

Les prélats moscovites estiment que cette tentative de rappropriation constitue le principal point de litige empêchant un rapprochement entre autorités catholiques et orthodoxes.

"Les changements survenus en 1989 n'ont pas été à l'avantage des relations oecuméniques", a expliqué le cardinal Koch sur la radio du Vatican. "Les églises catholiques d'orient interdites par Staline sont réapparues notamment en Ukraine et en Roumanie et avec elles les vieilles accusations orthodoxes de prosélytisme et d'églises uniates", a-t-il dit.

Le terme d'uniate recouvre les "fractions d'Églises de la communion orthodoxe qui ont rétabli la communion avec l'Église catholique romaine". La plus ancienne et la plus importante de ces églises réunit les Ruthènes ukrainiens.

Le pape François doit rencontrer à Istanbul à la fin du mois le patriarche oecuménique Bartholomée, chef de l'Eglise orthodoxe, qui est favorable à une plus large coopération avec le Saint-Siège.

Il doit toutefois tenir compte des fidèles russes qui représentent les deux tiers de la communauté orthodoxe forte de trois cents millions de membres.

"Il y a toujours eu des échecs mais je suis convaincu que nous pouvons accomplir des progrès", a précisé le cardinal suisse.

http://www.zonebourse.com/actualite-bourse/La-fin-du-communisme-na-pas-ete-positive-pour-lEglise-Vatican--19408934/
German «Der IS ist eine grausame Pervertierung von Religion»
Sept 03, 2014
Papst Franziskus bittet die Mächtigen dieser Welt, die Terrormilizen des IS aufzuhalten. Im Interview äussert sich der Schweizer Kardinal Kurt Koch zur Haltung des Papstes und ruft die islamische Welt dazu auf, sich vom IS zu distanzieren.

SRF: Der Papst hat die westliche Welt aufgerufen, dem Morden der IS-Terroristen Einhalt zu gebieten. Was meint er damit?

Kardinal Kurt Koch: Papst Franziskus hat gesagt, dass man solchen ungerechten Angriffen Einhalt gebieten müsse. Er hat aber präzisiert: «Ich sage nicht: bombardieren, Krieg führen». Denn die Mittel, mit denen man Einhalt gebieten muss, müssen sorgfältig abgewogen werden. Darüber kann in den Augen des Papstes nicht eine einzelne Nation urteilen. Die Frage muss vielmehr von den Vereinten Nationen erörtert werden.
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Schildern Sie uns die Dimension der Christenverfolgung.

Im globalen Kontext sind etwa 80 Prozent aller Menschen, die in der heutigen Welt aus Glaubensgründen verfolgt werden, Christen. Es gibt heute mehr Christenverfolgungen als in den ersten grausamen Jahrhunderten. Im Irak hat die Christenverfolgung unvorstellbare Ausmasse angenommen. Es werden dort allerdings nicht nur Christen verfolgt, sondern auch Jesiden und Muslime. Beinahe alle Minderheiten im Irak und Syrien werden bedroht und verfolgt.

Was unternimmt die Kirche, um das Abschlachten zu stoppen?

Das Erste, was Christen tun können, ist, für die Verfolgten zu beten und die Verbrechen öffentlich anzuklagen. Der Kirche stehen zudem diplomatische Wege zur Verfügung, um an die politisch Verantwortlichen zu appellieren. Papst Franziskus hat Kardinal Filoni, den ehemaligen Nuntius im Irak, in die Krisenregion entsandt, um sich persönlich über das Elend zu informieren.

Wie wirken sich die Gräuel im Irak auf den interreligiösen Dialog aus?

Der «Islamische Staat» und der Islam sind zu unterscheiden. Der «IS» ist eine grausame Pervertierung von Religion. Der Terror in Syrien und Irak kann deshalb den interreligiösen Dialog nicht in Frage stellen, sondern fordert ihn erst recht heraus. Von den Repräsentanten des Islam und von islamischen Staaten muss allerdings erwartet werden, dass sie sich vom Terror des IS entschieden und öffentlich distanzieren.

Kommt der Tag, an dem die Religionen zur friedlichen Koexistenz finden?

Je mehr die Menschenrechte und vor allem das grundsätzliche Menschenrecht auf Religionsfreiheit beachtet werden und Menschen verschiedener Religionen lernen, miteinander zusammen zu leben, desto eher kann dieser Tag kommen. Die unabdingbare Voraussetzung besteht darin, dass Religion nicht weiterhin privatisiert wird, sondern ein öffentliches Thema ist.

http://www.srf.ch/news/schweiz/der-is-ist-eine-grausame-pervertierung-von-religion
German «Wer nicht missioniert, hat demissioniert»
Jun 27, 2014
Rund 80 Prozent der aufgrund ihrer Religion Verfolgten sind Christen. Kardinal Kurt Koch verrät, was wir dagegen tun können.

Am Freitag besuchte der Kurienkardinal Kurt Koch (64), Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Zug. Der Luzerner feierte zusammen mit dem reformierten Pfarrer Christoph Baumann einen ökumenischen Gottesdienst in der St.-Oswald-Kirche. Im Anschluss hielt der ehemalige Bischof des Bistums Basel ein Referat zum Thema «Verfolgte Christen».

Kardinal Kurt Koch, schlägt Ihr Herz an der eben gestarteten Fussball-WM für Argentinien, das Heimatland von Papst Franziskus, oder für die Schweiz?

Kurt Koch*: Papst Franziskus hat auch schon eine diesbezügliche Botschaft verfasst und musste natürlich neutral bleiben. Er konnte nicht für Argentinien Stellung nehmen. Und ich halte es auch so.

http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/panorama/abo/Wer-nicht-missioniert-hat-demissioniert;art9645,385140
Italian Card. Koch: ecumenismo è sincerità non cortesia di facciata
Jun 27, 2014
L’esteriorità, l’accontentarsi della facciata e non sondare invece la realtà di un rapporto – riconoscendone con sincerità i pregi ma anche i suoi limiti – non fa bene al dialogo ecumenico. È il pensiero di fondo del cardinale Kurt Koch, presidente del Pontificio Consiglio per la Promozione dell’Unità dei Cristiani, letto in apertura, lunedì scorso, della “Receptive Ecumenism Conference”, in corso fino al 12 giugno alla Fairfield University del Connecticut, negli Stati Uniti.

Parlando del suo essere stato al fianco di Papa Francesco nel recente pellegrinaggio in Terra Santa – e in particolare nel momento del suo abbraccio al Patriarca ortodosso ecumenico Bartolomeo I, 50 dopo l’analogo gesto fra Paolo VI Atenagora – il cardinale Koch osserva che il mezzo secolo trascorso ha visto portare “molto frutto” a un dialogo basato sulla “verità” e sull’“amore”. In uno dei suoi sermoni sulla “simpatia, il cardinale John Henry Newman, ricorda il presidente del dicastero per l’Unità dei cristiani,  si disse convinto che i “cristiani fossero molto più simili l'un l'altro, anche nelle loro debolezze, di quello che spesso si era immaginato”.

In particolare, il Beato Newman descriveva la tendenza dei cristiani di diversa confessione a “non sondare completamente le ferite” della loro natura, preferendo  piuttosto mostrarsi “amabili e cordiali a vicenda in parole e le opere”, senza che il loro amore fosse “più grande”. “Le viscere del nostro affetto – affermava il Beato – sono ristrette”, “temiamo” un rapporto che “inizi alla radice” e “di conseguenza, la nostra religione, vista come un sistema sociale, è vuota”.

Una constatazione, quella del cardinale Newman, applicabile non solo ai singoli cristiani ma anche – afferma il cardinale Koch – al loro essere comunità: “Lo ‘standard della nostra santità’ è diminuito”, sostiene, e anche “la ‘nostra visione della verità’ è inibita”. Viceversa, il porporato riconosce l’efficacia del “dialogo di verità” proposto dal “Receptive Ecumenism”, nel quale l’onesta ammissione delle “debolezze” si trasformi in “un vincolo di unione”.

“Siamo di fronte oggi – conclude il cardinale Koch – a tanti problemi comuni nella nostra vita ecclesiale, eppure nei nostri dialoghi ci accontentiamo troppo ‘dell'esterno delle cose’, di essere ‘amabile e cordiali l’un l’altro in parole e opere’. Ma il dialogo che inizia alla radice delle cose, con le sfide reali e le ferite della nostra vita ecclesiale, è quello in cui le nostre relazioni crescono e si approfondiscono. È davvero un dialogo d'amore”.

http://it.radiovaticana.va/news/2014/06/11/messaggio_del_card_koch_su_incontro_ecumenico_negli_usa/1101639
German „Man darf die Kraft des Gebetes nicht unterschätzen“
May 09, 2014
Wenn die Kirche mit einer Stimme spricht, kann sie in der Ukraine etwas erreichen. Das sagt der Schweizer Kardinal Koch im Interview mit FAZ.NET. Er ist vom Papst damit beauftragt, die Einheit der Christen in der umkämpften Region zu fördern.

Bei der Zuspitzung der Lage in der Ukraine, wo lokale Kräfte das Regime mit Waffengewalt an sich ziehen und die ukrainische Zentralgewalt schwächen, kommt den Kirchen eine besondere Verantwortung zu. Die Ökumene ist gefragt.

In der Tat tragen die Kirchen eine besondere Verantwortung. Nach meiner Wahrnehmung hat die große Krise die verschiedenen Kirchen in der Ukraine einander näher gebracht. Der Majdan hat gezeigt, dass mehr Gemeinsamkeiten sichtbar sind, als gewisse polemische Stimmen suggerieren. Es ist kontraproduktiv, jetzt alte konfessionelle Streitigkeiten neu auszutragen.

Zu den verschiedenen Kirchen gehören vor allem die russisch-orthodoxe mit ihrem Patriarchen in Moskau und die orthodoxe-ukrainische Kirche mit ihrem eigenen Patriarchen in Kiew. Es gibt die griechisch-katholische Kirche wieder, die der Stalinismus verboten hatte, und es gibt die römischen Katholiken. Sie, Herr Kardinal, sollen als Chef des päpstlichen Ökumene-Rates versuchen, die Einheit der Christen zu fördern. Was können Sie in der Ukraine tun?

Die offenen Briefe, die der russisch-orthodoxe Metropolit Onufrij in Kiew an Patriarch Kyrill und an Präsident Putin gerichtet hat, sich für Frieden und Dialog und die Beendigung von jeder Gewaltanwendung einzusetzen, geben die Überzeugung sehr vieler Christen in der Ukraine wieder. Je mehr sie gemeinsam ihre Stimme erheben, desto mehr können sie zu einer friedlichen Lösung beitragen.

Wäre es nicht zu hoffen, dass der russische Patriarch Kyrill I. in Moskau die prorussischen Kräfte in der Ukraine zur Zurückhaltung drängt?

Natürlich kommt Patriarch Kyrill eine besondere Verantwortung zu. Er hat unlängst in einer Botschaft betont, dass seine Kirche im politischen Konflikt eine neutrale Position einnimmt, dass sie sich vor allem für Versöhnung einsetzen und sich deshalb nicht mit einer politischen Position identifizieren will. Er hat zum Dialog und zum Verzicht auf Waffengewalt aufgerufen.

Kyrill ordnen sich einige Millionen Orthodoxe in der ukrainischen Landeskirche unter, die aber die Übergangsregierung in Kiew anerkennt und den Anschluss der Schwarzmeerhalbinsel Krim an Russland verurteilte. Ostern hatte Kyrill noch die Ukraine als integralen Bestandteil des Heiligen Rus bezeichnet. Politisch sei die Ukraine zwar ein ausländischer Staat, aber kirchlich und historisch sei sie das nicht. „Wir sind dieselbe Nation vor Gott. Wir praktizieren dieselbe orthodoxe Religion“. Hat sich da die Haltung des Patriarchen in Moskau geändert?

Man muss hier den politischen und den kirchlichen Aspekt unterscheiden. Politisch ist die Ukraine ein eigener Staat; in kirchlicher Hinsicht aber gehört die Ukraine, was die Orthodoxie betrifft, zum Jurisdiktionsgebiet des russisch-orthodoxen Patriarchats. Erschwerend kommt freilich hinzu, dass unter den Orthodoxen in der Ukraine ein Schisma besteht. Es ist deshalb sehr zu hoffen, dass die Orthodoxen ihre Einheit wiederfinden werden. Dies wäre auch für die Ökumene förderlich.

Kann der Vatikan nur hoffen? Der Papst ist für Syrien sehr aktiv geworden und jetzt in der Ukraine so wenig? Gibt es eine geheime Diplomatie?

Papst Franziskus hat bei verschiedenen Gelegenheiten seine tiefe Betroffenheit im Blick auf das schwere Leid der Menschen in der Ukraine zum Ausdruck gebracht. Er hat die Gläubigen auf dem Petersplatz zum Gebet für die Opfer der Gewalt in der Ukraine aufgerufen.

Mehr ist von Rom nicht zu erwarten?

Man darf die Kraft des Gebetes nicht unterschätzen. Für die Leidenden bedeutet es vor allem das Wissen, nicht vergessen zu sein, sondern solidarisch unterstützt zu werden. Zudem muss in einer so schwierigen und sensiblen Lage Hilfe auch im Verborgenen geschehen, damit sie ihr Ziel besser erreichen kann.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/kirchendiplomatie-in-der-ukraine-man-darf-die-kraft-des-gebetes-nicht-unterschaetzen-12927661.html
French Un « plus » pour l'œcuménisme sous François
Jan 18, 2014
Avec le Pape François, le bilan œcuménique gagne un « plus ». Le cardinal Kurt Koch, président du Conseil pontifical pour la promotion de l’unité des chrétiens l’affirme dans un entretien accordé à l’agence Sir, le service d’information religieuse liée à la Conférence épiscopale italienne.

À la veille de la semaine de prière pour l’unité des chrétiens prévue du 18 au 25 janvier sur le thème « Le Christ ne peut être divisé », le cardinal a souligné l’importance de la prochaine visite du Pape en Terre Sainte, du 24 au 26 mai lors de laquelle est prévue une rencontre avec le patriarche Bartholomée, 50 ans après la rencontre historique entre le Pape Paul VI et le patriarche Athénagoras.

Quant à la possibilité d’une rencontre avec le patriarche Kirill de Moscou, le cardinal Koch souligne l’importance de « la phase préparatoire » pour un tel évènement parce que « ce sera la première fois qu’un patriarche de l’Église orthodoxe russe et le Pape se rencontrent ». Enfin, sur la question de la primauté du Pape, le cardinal affirme que depuis le Concile Vatican II, les papes ont donné de l’importance à l’unité des chrétiens et donc « sa primauté n’est pas un obstacle mais un grand pont pour l’œcuménisme ». « Je pense qu’il est nécessaire de prendre au sérieux la conscience que le Christ ne peut pas être divisé. »

Le Pape François a été la grande « nouveauté » de 2013. Et du point de vue œcuménique, son pontificat a tout de suite bien commencé. Lors de la fête d’inauguration, tous les représentants des Églises étaient présents. Il y avait aussi le patriarche œcuménique de Constantinople et c’était la première fois dans l’histoire qu’un patriarche était présent à l’inauguration d’un nouveau pontificat.

Donc, poursuit le cardinal Koch, « cette année, le bilan œcuménique - également grâce au Pape François - remporte un important signe “plus” ». « Du point de vue du contenu, ajoute le cardinal, je crois qu’il y a une grande continuité entre Benoît XVI et François parce qu’ils ont tous deux un grand cœur pour l’œcuménisme ».

Nous vous proposons ici l’intégralité de l’entretien, traduit en français.

À propos de contenus, dans l’Exhortation apostolique « Evangelii Gaudium », le Pape François touche des points très importants tels que la collégialité et la primauté du Pape. Comment ces ouvertures ont-t-elles été perçues ?
Les réactions à l’Exhortation apostolique que j’ai reçues des représentants des autres Églises sont très belles. Ils ont été très touchés, appréciant surtout le fait que cette exhortation exprime une vision commune. Dans le paragraphe réservé au dialogue œcuménique, on perçoit comment les catholiques peuvent apprendre des autres Églises. Le Saint-Père cite comme exemple la collégialité de l’Église orthodoxe. Et lors de ma récente visite, le patriarche de Moscou a justement mentionné ce point.

Il y a cinquante ans avait lieu l’accolade entre Paul VI et le patriarche Athénagoras. Cela semblait le début d’une nouvelle histoire. Que s’est-il passé ensuite ?
Ce fût un grand évènement : les dirigeants de l’Eglise orthodoxe et de l’Église catholique se sont rencontrés après plusieurs années de séparation à Jérusalem. Cette rencontre a provoqué un autre grand évènement, c’est-à-dire la fin de l’excommunication sanctionnée ensemble en 1965 par les deux Églises dans la cathédrale du Phanar à Constantinople et de Saint-Pierre à Rome. Et ainsi finit l’ère de l’excommunication et s’ouvrit l’ère de la communion. En ce sens, la réunion de Jérusalem a consacré le début du dialogue de la charité et de la vérité.

Pour commémorer cela, le Pape et le patriarche se donnent rendez-vous à Jérusalem le 25 mai. Qu’attendez-vous de cette rencontre ?
C’est d’abord et avant tout un acte de commémoration de ces 50 ans et j’espère que cette réunion permettra de retrouver la passion pour l’unité présente à l’époque de Paul VI et d’Athénagoras. Si je lis aujourd’hui les textes rassemblés dans la Tomos Agapis, je vois émerger cette passion pour l’unité. Athénagoras dit : « Le temps est venu. L’heure de se retrouver ensemble sur le même autel ». Il me semble que cette passion pour retrouver la communion ecclésiale et l’Eucharistie doit être approfondie et revitalisée.

Y aura-t-il une déclaration commune ?
Quel sera le contenu de la déclaration est une chose que le Pape François et le patriarche doivent encore examiner pour comprendre ce qu’il faut dire en commun dans le monde et dans l’Église. Cette rencontre vise à être une étape du voyage qu’il faut accomplir pour le futur.

Vous avez rencontré le patriarche Kirill. Avez-vous parlé d’une éventuelle rencontre avec le Pape ?
Oui, nous avons parlé d’une éventuelle rencontre entre le Saint Père et le patriarche Kirill mais le métropolite Hilarion a toujours souligné que plus important que la date, c’est surtout la préparation car ce sera la première fois dans l’histoire des relations entre Moscou et Rome qu’un patriarche de l’Église orthodoxe russe et un Pape de Rome se rencontrent. Il est donc nécessaire de bien préparer ce qu’ils veulent dire et ce qu’ils veulent faire et ceci fait partie de la phase préparatoire.

Le thème de la prochaine semaine de prière pour l’unité des chrétiens ( du 18 au 25 janvier) est « Le Christ ne peut pas être divisé ». Quelles sont les avancées qui sont demandées de la part de chaque Église ?
Je pense qu’il est nécessaire de prendre au sérieux, prendre conscience que le Christ ne peut pas être divisé. Le fondement de tout l’engagement œcuménique est la prière sacerdotale de Jésus qui dit que l’unité entre les disciples du Christ est la volonté du Seigneur. Et nous tous qui venons de Paul, Pierre et André, nous avons le devoir et la responsabilité d’écouter la volonté de Jésus et de trouver cette unité. Paul, Pierre et André étaient sûrement des personnes différentes, avec des charismes différents mais ils étaient tous des amis du Christ.

Cela ne vous semble pas un paradoxe que la primauté du Pape soit justement l’élément de division ?
Paul VI disait déjà que la primauté est l’obstacle le plus profond de l’œcuménisme. Mais c’est seulement une face de la question : l’autre est que la primauté est une grande opportunité pour l’œcuménisme. Prenez par exemple les trois rencontres d’Assise qu’ont tenues Jean-Paul II et Benoît XVI : qui pouvait inviter toutes les Églises et les autres religions sinon le Pape de Rome ? Jean-Paul II a écrit dans son livre « Franchir le seuil de l’espoir » que le ministère de Pierre est un ministère d’unité et a un sens profond pour l’œcuménisme. Après le concile Vatican II, tous les papes, de Paul VI à François, sont des papes œcuméniques qui veulent l’unité et dans ce sens, leur primauté n’est pas seulement un obstacle mais aussi un grand pont pour l’œcuménisme.

http://fr.radiovaticana.va/news/2014/01/15/un_%C2%AB_plus_%C2%BB_pour_l%C5%93cum%C3%A9nisme_sous_fran%C3%A7ois/fr1-764348
German Kardinal Koch deutet an, dass Kirchenfunktionäre zu viel verdienen
Jan 18, 2014
Kurienkardinal Kurt Koch findet die Löhne von Schweizer Kirchenfunktionären - bis über 200'000 Franken - zu hoch. «Die Angesprochenen sollen sich fragen, ob solche Saläre und die Botschaft, die die Kirche vermittelt, kompatibel seien, so Koch.

Die Kapitalismus-Kritik von Papst Franziskus und sein Bekenntnis zu einer "Kirche für die Armen und eine arme Kirche" würden in der Schweiz noch nicht genügend wahrgenommen, sagte Koch dem "SonntagsBlick".

Im Vatikan beobachtet er ein anderes Versäumnis: Franziskus' Forderung, doch künftig das Geschwätz über andere zu unterlassen, werde noch viel zu wenig befolgt.

http://www.aargauerzeitung.ch/panorama/people/kardinal-koch-deutet-an-dass-kirchenfunktionaere-zu-viel-verdienen-127557086
French Le cardinal Koch fait le bilan de son voyage en Russie
Dec 21, 2013
(RV) Entretien - Le cardinal Kurt Koch, président du Conseil pontifical pour la promotion de l'unité des chrétiens est rentré à Rome après cinq jours d'un voyage qui l'a mené à Saint Petersbourg puis Moscou. Une visite auprès des communautés catholiques du pays, mais surtout un voyage oecuménique aurprès de l'Eglise orthodoxe. Point d'orgue de la visite du cardinal suisse, sa rencontre le 18 décembre avec Cyrille, patriarche de Moscou et de toute la Russie. L'occasion d'aborder les relations bilatérales entre catholiques et orthodoxes, mais aussi de partager des préoccupations communes, comme le conflit en Syrie ou les troubles en Ukraine.

A son retour au Vatican, le cardinal Koch est revenu en détails sur les thèmes qui ont émaillé sa rencontre avec le patriarche orthodoxe, mais aussi sur la vision du patriarche Cyrille du Pape François. RealAudioMP3

Des propos recueillis par notre confrère de la rédaction allemande Mario Galgano.

C’était la deuxième fois que j’avais l’opportunité de rencontrer sa Sainteté, le patriarche Cyrille de Moscou et de toute la Russie. La première fois, j’ai pu le rencontrer en mars 2011. Cette fois-ci, c’était une longue rencontre, une longue audience. Nous avons traité de nombreux thèmes, surtout les relations entre l’Église orthodoxe russe et l’Église catholique. On a traité les différences et les défis du dialogue théologique entre les Églises orthodoxes et l’Église catholique. On a traité les défis de notre société, surtout la situation de la famille mais aussi beaucoup de défis au niveau culturel. On a approfondi des possibilités pour la collaboration culturelle et éthique entre l’Église orthodoxe russe et l’Église de Rome. On a aussi surtout parlé des problèmes politiques en Ukraine, en Syrie et au Moyen-Orient.

Quelle est la position du patriarche concernant par exemple les Églises ? Qu’est-ce que peuvent faire les Églises pour les chrétiens du Moyen-Orient, surtout en Syrie ?
Oui, penser à ces situations, les soutenir par la prière et par toutes les actions qu’on a faites. Je veux seulement mentionner la lettre que le Pape François a écrite au président Poutine comme responsable de cette dure période et l’invitation pour la soirée de la prière pour la Syrie ici à Rome. Il y a également l’engagement du patriarche et sa visite dans cette région pour soutenir les chrétiens. Alors, le souci est le même et l’engagement me semble très commun. D’autre part, le patriarche a également parlé de la situation des Églises en Ukraine, des tensions et des problèmes qui existent entre l’Église orthodoxe et l’Église grecque catholique. Et ici, il me semble très important que tout le monde puisse voir que les deux côtés ont des blessures dans l’histoire et c’est pourquoi il faut avoir de la patience et du respect pour les différentes blessures qui existent. On peut surmonter ces problèmes pour une meilleure collaboration et convivialité entre les Églises.

Lorsqu’on pense à une rencontre entre catholiques et orthodoxes, on pense tout de suite à une rencontre probable du Pape avec le patriarche. Est-ce qu’il y a des projets plus concrets concernant une possible rencontre ?
Depuis quelques temps, on discute, on parle de ce point. Il est clair qu’on a traité aussi cette possibilité. Mais comme a souvent déclaré le métropolite Hilarion qui est responsable pour les relations œcuméniques, la préparation est plus importante que la date de cette rencontre. Et je suis d’accord avec cette opinion, cette conviction. Et c’est pourquoi il est nécessaire de prendre le temps et le sérieux pour discuter pour voir si une telle rencontre est possible, quels sont les thèmes qui sont à traiter, quand et où une telle rencontre serait possible : c’est le thème de la préparation.

Quelle est en générale la position et la pensée du patriarche concernant le Pape François ? Est-ce qu’il a parlé de son style, de ses mots ?
Oui, il a souvent mentionné la manière dont le Saint-Père guide l’Église et prend au sérieux son pontificat. Il a mentionné sa personne, ses intérêts, sa proximité avec le peuple et son engagement pour des valeurs chrétiennes dans les sociétés pour la doctrine sociale parce que nous avons dans notre société, beaucoup de défis communs. Et il a été aussi très touché par l’estimation du Saint-Père de la tradition synodale de l’Église orthodoxe comme il a mentionné dans son exhortation apostolique « Evangelii gaudium » et il a estimé que le Saint-Père veut approfondir le synode des évêques et que le synode des évêques 2014-2015 traite du thème de la famille.

Qu’est-ce que vous espérez concernant le dialogue œcuménique pour l’année 2014 ?
Il y a surtout un acte de commémoration pour la relation œcuménique entre l’Église catholique et les Églises orthodoxes parce qu’au début du mois de janvier 2014, il y a cinquante ans qu’avait lieu la première rencontre avec le patriarche œcuménique, Athénagoras de Constantinople et le Pape Paul VI. Et cette rencontre à Jérusalem était le commencement d’un dialogue de vérité et d’un dialogue d’amitié. Et j’espère que cet acte de commémoration de l’année prochaine sera une bonne opportunité pour approfondir ces relations et pour aller ensemble vers un futur meilleur parce que le but de ce dialogue doit être de retrouver l’unité dans l’Église et l’unité dans l’eucharistie.

http://fr.radiovaticana.va/news/2013/12/20/le_cardinal_koch_fait_le_bilan_de_son_voyage_en_russie/fr1-757439
Spanish Término "revolución" no es el más adecuado para reforma del Papa en la Iglesia
Oct 18, 2013
El Presidente del Consejo Pontificio para la Promoción de la Unidad de los Cristianos, Cardenal Kurt Koch, ha asegurado que aún es pronto para aventurar los cambios que pueda llevar a cabo el Papa Francisco en el Vaticano pero espera que sí realice "varias reformas en la Curia y en la Iglesia Católica", aunque considera que el término "revolución" no es el más adecuado.

En una entrevista con periodistas, en el marco del Encuentro Judeo-Católico que se celebra desde el pasado domingo hasta este jueves en el Hotel Intercontinental de Madrid, el Cardenal Koch ha precisado que Francisco apenas lleva medio año de Pontificado y que acaba de mantener su primera reunión con el "G8 Vaticano". "La paciencia es una gran virtud", ha añadido.

Preguntado por lo que piensan en el Vaticano del término "revolución" acuñado por los periodistas para referirse al Papa Francisco, el Cardenal Koch ha apuntado que no sabe lo que los informadores entienden por 'revolución', y que lo único que es seguro es que hay un nuevo Papa con una personalidad "totalmente distinta" y una "nueva actitud" pero que la Iglesia y la doctrina "siguen siendo las mismas".

Por ello, considera que la gestión del Papa Francisco será "continuista" con respecto a sus predecesores Juan Pablo II y Benedicto XVI incluidas las reformas. Esta continuidad, a su juicio, también se dará en el ámbito del diálogo interreligioso y el ecumenismo ya que, según ha indicado, Francisco tiene "un buen conocimiento" de las otras religiones y las distintas denominaciones y comunidades cristianas.

No obstante, ha puntualizado que no puede decir que vaya a producirse una revolución en este sentido ya que "el diálogo ecuménico y con otras religiones tiene dos partes" y no depende solo de lo que haga el Papa.

"Habrá que esperar a ver las posturas del resto de participantes en el mismo", ha precisado para añadir bromeando que no es un profeta.

Acerca de la invitación del Presidente de Israel, Simon Peres, al Papa Francisco para que visite Israel, el Cardenal ha apuntado que durante el viaje se reunirá con autoridades y con el pueblo de Israel y cree que "ayudará a profundizar en la amistad entre judíos y católicos y que será fructífera y positiva".

Según ha recordado, Juan Pablo II fue el primer Papa que visitó una sinagoga y Benedicto XVI, el que más sinagogas ha visitado. Por ello, confía en que Francisco no hará sino "abundar en esa actitud y aproximación al pueblo judío".

Por otra parte, ha asegurado que las declaraciones de Francisco con respecto a lo que está ocurriendo en Siria son "ejemplo de que la Iglesia está seriamente preocupada por lo que sucede en Oriente Medio" y de que seguirá rezando para que se alcance la paz.

Sobre la reunión que han mantenido estos días la comunidad católica y la judía, el Cardenal Koch ha destacado que ha sido un encuentro "muy hermoso" en el que se ha respirado "una atmósfera fantástica" y se ha demostrado que hay "una muy buena relación entre judíos y cristianos".

Concretamente, considera que ha servido para profundizar en su amistad y hablar de los "retos comunes" como "el antisemitismo, la persecución de los cristianos y la libertad religiosa".

En una entrevista con periodistas, en el marco del Encuentro Judeo-Católico que se celebra desde el pasado domingo hasta este jueves en el Hotel Intercontinental de Madrid, el Cardenal Koch ha precisado que Francisco apenas lleva medio año de Pontificado y que acaba de mantener su primera reunión con el "G8 Vaticano". "La paciencia es una gran virtud", ha añadido.

Preguntado por lo que piensan en el Vaticano del término "revolución" acuñado por los periodistas para referirse al Papa Francisco, el Cardenal Koch ha apuntado que no sabe lo que los informadores entienden por 'revolución', y que lo único que es seguro es que hay un nuevo Papa con una personalidad "totalmente distinta" y una "nueva actitud" pero que la Iglesia y la doctrina "siguen siendo las mismas".

Por ello, considera que la gestión del Papa Francisco será "continuista" con respecto a sus predecesores Juan Pablo II y Benedicto XVI incluidas las reformas. Esta continuidad, a su juicio, también se dará en el ámbito del diálogo interreligioso y el ecumenismo ya que, según ha indicado, Francisco tiene "un buen conocimiento" de las otras religiones y las distintas denominaciones y comunidades cristianas.

No obstante, ha puntualizado que no puede decir que vaya a producirse una revolución en este sentido ya que "el diálogo ecuménico y con otras religiones tiene dos partes" y no depende solo de lo que haga el Papa.

"Habrá que esperar a ver las posturas del resto de participantes en el mismo", ha precisado para añadir bromeando que no es un profeta.

Acerca de la invitación del Presidente de Israel, Simon Peres, al Papa Francisco para que visite Israel, el Cardenal ha apuntado que durante el viaje se reunirá con autoridades y con el pueblo de Israel y cree que "ayudará a profundizar en la amistad entre judíos y católicos y que será fructífera y positiva".

Según ha recordado, Juan Pablo II fue el primer Papa que visitó una sinagoga y Benedicto XVI, el que más sinagogas ha visitado. Por ello, confía en que Francisco no hará sino "abundar en esa actitud y aproximación al pueblo judío".

Por otra parte, ha asegurado que las declaraciones de Francisco con respecto a lo que está ocurriendo en Siria son "ejemplo de que la Iglesia está seriamente preocupada por lo que sucede en Oriente Medio" y de que seguirá rezando para que se alcance la paz.

Sobre la reunión que han mantenido estos días la comunidad católica y la judía, el Cardenal Koch ha destacado que ha sido un encuentro "muy hermoso" en el que se ha respirado "una atmósfera fantástica" y se ha demostrado que hay "una muy buena relación entre judíos y cristianos".

Concretamente, considera que ha servido para profundizar en su amistad y hablar de los "retos comunes" como "el antisemitismo, la persecución de los cristianos y la libertad religiosa".
German Keine Kompromisse bei Ökumene
Oct 18, 2013
Der wohl größte Stolperstein in den ökumenischen Gesprächen zwischen Katholiken und Orthodoxen ist die Bedeutung und Rolle des Papstes.

Bei diesem Dialog könne man aber nicht „einen Kompromiss auf der Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner“ setzen, sagt der vatikanische Ökumeneverantwortliche, Kurienkardinal Kurt Koch. Der Schweizer Kardinal sprach in Wien bei einer Begegnung mit den Mitgliedern der „Pro Oriente“-Kommission junger orthodoxer und katholischer Theologinnen und Theologen. Wichtig sei ihm, dass es eine verstärkte gegenseitige Lernbereitschaft von der katholischen und orthodoxen Kirche gibt.

„Die glaubwürdige Stärkung des synodalen Prinzips in der Katholischen Kirche ist eine notwendige Voraussetzung für einen gelingenden ökumenischen Dialog mit der orthodoxen Kirche. Zugleich soll auch die orthodoxe Kirche in Erwägung ziehen, dass der päpstliche Primat auf der universellen Ebene der Kirche nicht nur möglich und theologisch legitim, sondern im Hinblick auf die Einheit sogar notwendig ist, denn ohne das Papstamt wäre auch die katholische Kirche längst in einzelne Nationalkirchen zerfallen.“

Kardinal Koch verwies in diesem Zusammenhang auch auf innerorthodoxe Spannungen zwischen den einzelnen national verfassten orthodoxen Kirchen. Das Fazit des Kardinals:

„Die theologische Frage nach dem Verhältnis von Primat und Synodalität muss vertieft werden. Dabei geht es nicht um einen Kompromiss auf der Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner, vielmehr sollten die Stärken beider Kirchen ins Gespräch gebracht werden. Es braucht Lernbereitschaft von beiden Seiten, um zu einem wahren Austausch von Ideen und Gaben zu gelangen.“

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/17/kardinal_koch:_keine_kompromisse_bei_%C3%B6kumene/ted-737961
des Internetauftritts von Radio Vatikan
German Katholische und Orthodoxe Kirchen sollen voneinander lernen
Oct 15, 2013
Mehr gegenseitige Lernbereitschaft hat der vatikanische Ökumene-Verantwortliche, Kurienkardinal Kurt Koch, von der katholischen und orthodoxen Kirche eingemahnt.

Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen äußerte sich am Wochenende in Wien im Rahmen einer Begegnung mit den Mitgliedern der „Pro Oriente“-Kommission junger orthodoxer und katholischer Theologinnen und Theologen. Die glaubwürdige Stärkung des synodalen Prinzips in der Katholischen Kirche ist für Kardinal Koch eine notwendige Voraussetzung für einen gelingenden ökumenischen Dialog mit der Orthodoxen Kirche. Zugleich sollte auch die Orthodoxe Kirche in Erwägung ziehen, dass der päpstliche Primat auf der universellen Ebene der Kirche nicht nur möglich und theologisch legitim, sondern im Hinblick auf die Einheit sogar notwendig sei: Ohne das Papstamt wäre auch die Katholische Kirche längst in einzelne Nationalkirchen zerfallen, zeigte sich Koch überzeugt. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf innerorthodoxe Spannungen zwischen den einzelnen national verfassten orthodoxen Kirchen.

Das Fazit des Kardinals: Die theologische Frage nach dem Verhältnis von Primat und Synodalität müsse vertieft werden. Dabei gehe es nicht um einen Kompromiss auf der Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner, vielmehr sollten die Stärken beider Kirchen ins Gespräch gebracht werden. Es brauche Lernbereitschaft von beiden Seiten um zu einem wahren Austausch von Ideen und Gaben zu gelangen, so Koch.

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/14/kardinal_koch:_katholische_und_orthodoxe_kirchen_sollen_voneinander/ted-737194
des Internetauftritts von Radio Vatikan
German Kardinal Kurt Koch spricht in reformierter Zürcher Peterskirche
Oct 10, 2013
Der ehemalige Bischof von Basel, der heutige Kardinal Kurt Koch, ist am Mittwochnachmittag zum Abschluss des viertägigen internationalen Reformationskongresses in der reformierten Zürcher Kirche St. Peter aufgetreten.

Deutlich wurden grundlegend unterschiedliche Ziele der Ökumene.

Mit der Einladung Kochs unterstrichen die Kongressorganisatoren die konfessionsübergreifend ökumenische Ausrichtung der Veranstaltung. Dieser wurde im Hinblick auf das 500-Jahr-Reformationsjubiläum von 2017 in der Zwinglistadt Zürich durchgeführt.

Koch machte laut Redemanuskript klar, dass die Reformation «keinen Exklusivanspruch an die Reform der Kirche erheben» könne. Als «zweifellos radikalsten Reformer» bezeichnete er den Heiligen Franz von Assisi. Dieser habe es geschafft, eine radikale Kirchenreform «in Einheit mit der kirchlichen Hierarchie» zu erreichen. Die Reformen der Reformatoren aber hätten «allesamt zur Kirchenspaltung geführt».

Genau genommen sei Martin Luther mit seinem eigentlichen Anliegen gescheitert: Ihm sei es um «eine durchgreifende Reform der ganzen Kirche» gegangen und nicht um die «schliesslich zerbrochene Einheit» und das Entstehen neuer Kirchen.

Es gelte aber, in die Zukunft zu schauen, sagte Koch. Man müsse sich fragen «wohin unsere weitere ökumenische Reise gehen soll». In den letzten Jahren sei das Ziel des ökumenischen Dialogs allerdings immer undeutlicher geworden. Und wo kein Ziel erkennbar sei, riskierten die Partner, in verschiedene Richtungen zu gehen und sich noch weiter von einander zu entfernen.

Laut Koch stehen sich heute zwei praktisch unvereinbare Ökumene-Verständnisse gegenüber. Einerseits die katholische und orthodoxe Seite: Sie bestehe auf einer Einheit im gemeinsamen Glauben, in den Sakramenten und den kirchlichen Ämtern.

Ganz anders die Reformatorischen Kirchen: Sie strebten die gegenseitige Anerkennung «aller vorhandenen kirchlichen Wirklichkeiten als Kirche und damit als Teile der einen Kirche Jesu Christi» an.

Kernanliegen «Einheit in der Vielfalt»

Genau diese Forderung nach Pluralismus ist ein Grundanliegen im Hinblick auf das Reformationsjubiläum. Angestrebt werde «Einheit in der Vielfalt» , sagte Gottfried Locher, Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), an der Medienkonferenz zum Abschluss des Kongresses. Wichtig sei, «bei aller Vielfalt sich selber treu zu bleiben».

«Keine Kirche hat die ganze Wahrheit», sagte die Theologin Margot Kässmann, Botschafterin des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Jubiläum. Aus den konfessionellen Auseinandersetzungen sei eine eigentliche «Schuldgeschichte» geworden. Sie hätten viel Leid über die Menschen gebracht.

Es sei eine «heilsame Botschaft», dass Versöhnung über die Spaltung hinweg möglich sei. Damit spielte Kässmann unter anderem darauf an, dass erstmals ein Reformationskongress von SEK und EKD gemeinsam organisiert wird: Luther und Zwingli hatten sich 1528 über Fragen der Sakramente derart zerstritten, dass es zum Bruch der beiden Reformationsströmungen kam.

http://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zuerich/kardinal-kurt-koch-spricht-in-reformierter-zuercher-peterskirche-127260756
German „Innerkirchliche Versöhnung ist Gebot der Stunde“
Sept 01, 2013
Mehr Bemühungen um innerkirchliche Versöhnung hat Kurienkardinal Kurt Koch angemahnt. Im Interview mit den „Oberösterreichischen Nachrichten“ (Freitags-Ausgabe) sagte Koch wörtlich: „Wir müssen von diesen Lagerbildungen wegkommen, denn sonst kommt es zu Belagerungen, und dann ist kein sinnvoller Dialog mehr möglich.“

Verschiedene Tendenzen habe es in der Kirche immer gegeben, die Frage sei nur, „wie wir damit umgehen“. Wenn keine Gespräche zwischen verschiedenen Seiten mehr möglich sind, dann werde es sehr gefährlich, so Koch: „Dann geben wir der Welt auch kein gutes Beispiel, wie man mit Konflikten umgehen kann“. Daher sei innerkirchliche Versöhnung „ein Gebot der Stunde“.

Zur Frage, warum der Vatikan zwar mit der konservativen Piusbruderschaft einen strukturierten Dialog führt, es einen solchen mit progressiven Gruppen aber nicht gibt, führte der Kardinal einen „grundlegenden Unterschied“ an: Die Piusbruderschaft habe klare kirchliche Strukturen und stehe vor der Schwierigkeit zu entscheiden, ob sie bald wieder - von Rom unerlaubt - neue Bischöfe weiht. Koch: „Wenn das passiert, ist das Ende jedes Dialogs gekommen. Deshalb war es für Papst Benedikt XVI. ein Anliegen, diese Kirchenspaltung zu verhindern. Er war der Meinung, die Kirchenleitung habe in der Vergangenheit nicht alles getan, um Schismen zu verhindern.“ Das sei eine völlig andere Situation als bei den Reformbewegungen. „Dass mit diesen aber das Gespräch geführt werden muss, ist selbstverständlich“, fügte der Kardinal hinzu.

Kurie muss Papst dienen
Auf die vieldiskutierte vatikanische Kurienreform angesprochen, meinte der Kardinal, dass vor allem eine bessere Koordination zwischen den einzelnen Behörden nötig sei. Koch: „Das Urteil über die Kurie ist manchmal ungerecht. Da die Koordination gefehlt hat, hat jeder Vorsteher eines Dikasteriums versucht, das Beste zu machen - mit dem Resultat, dass es hieß, jeder geht seinen eigenen Weg. Der Grund dafür war aber nicht, dass der jeweilige Präfekt oder Präsident etwas Eigensinniges tun wollte. Deshalb hoffe ich, wenn eine bessere Vernetzung zwischen den Dikasterien kommt, dass dann nicht die Rechte nicht weiß, was die Linke tut.“

Letztlich müssten alle dasselbe Ziel haben: Dem Papst zu Diensten zu stehen, damit er seinen Auftrag erfüllen kann, der wiederum im Auftrag der gesamten Kirche und des Evangeliums stehe.

Frauenpriestertum: Türe ist zu
Die Türen für das Frauenpriestertum hält der Kardinal für „klar geschlossen“. Und auch zur Frage nach dem Diakonat für Frauen äußerte er sich sehr skeptisch: „Wenn man von der Grundüberzeugung ausgeht, dass Diakon, Priester und Bischof drei Weihestufen eines Amtes sind, dann ist es schwer denkbar, dass das Diakonat der Frau realisiert werden kann, ohne das Priester- und das Bischofsamt für die Frau.“
Deshalb glaube er, „dass man nicht einfach allein das Diakonat anvisieren und die anderen Fragen ausblenden kann. Die Diakoninnen, die es gab, waren völlig unterschieden vom Diakonat der Männer. Heute noch ein von den Männern unterschiedliches Diakonatsamt für Frauen einzuführen, halte ich nicht für einen verheißungsvollen Schritt.“

Es habe keinen Sinn, permanent um Reformthemen zu kreisen, die man nicht angehen kann, so Koch: „Wenn es heißt, es gebe einen Reformstau, dann würde ich sagen: Es gibt Fragen, die entschieden sind. Die Frage der Priesterweihe für Frauen ist entschieden, aber man nimmt das nicht zur Kenntnis.“

Wiederverheiratet Geschiedene: „Eine schmerzliche Frage“
Ganz anders stehe es bei der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen: „Damit müssen sich alle Bischöfe auseinandersetzen, denn es ist eine pastoral schmerzliche Frage. Wie die Unauflöslichkeit der Ehe - die meines Erachtens zentral zur Botschaft Jesu gehört - und die Barmherzigkeit im Umgang mit gescheiterten Situationen in ein Gleichgewicht gebracht werden können, dafür haben wir die letzte Lösung noch nicht gefunden.“

Ökumenische Fragen
Zur Frage, ob bis zum 500-Jahr-Reformationsjubiläum 2017 eine weitere Annäherung zwischen katholischer und evangelischer Kirche zu erwarten ist, zeigte sich Koch vorsichtig optimistisch. „Ich fände es schön, wenn wir nach der gemeinsamen Erklärung über die Rechtfertigung eine neue Erklärung zu Kirche, Eucharistie und Amt anstreben.“ Koch ist seit 2010 Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen.

Die Frage, weshalb die katholische Kirche die evangelischen Christen nicht zum Abendmahl einlädt, erläuterte Koch so: „Für das katholische und orthodoxe Verständnis gibt es keine Abendmahlsgemeinschaft ohne Kirchengemeinschaft.“ Zusatz: „Traurig bleibt es dennoch, dass die katholische Kirche nicht einladen kann. Traurig ist vor allem, dass wir noch keine Einheit haben. Ich leide am meisten darunter, dass wir uns damit weithin abgefunden haben.“

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/08/30/kardinal_koch:_%E2%80%9Einnerkirchliche_vers%C3%B6hnung_ist_gebot_der_stunde%E2%80%9C/ted-724085
des Internetauftritts von Radio Vatikan
German Katholiken können von Ostkirchen-Liturgie lernen
Aug 10, 2013
Die Liturgie hat eine entscheidende Rolle bei der ökumenischen Annäherung. Davon ist der vatikanische Ökumene-Verantwortliche, Kardinal Kurt Koch, überzeugt. Der Schweizer Kurienkardinal nimmt derzeit an dem Liturgie-Kongress in Würzburg teil. Bis Samstag treffen sich in der bayerischen Stadt über 300 Experten aus verschiedenen Konfessionen, um über die Bedeutung der Liturgie zu sprechen. Kardinal Koch fügte in seiner Rede beim Kongress an, dass der christliche Glaube nirgendwo so sehr in seinem Element sei wie im Gottesdienst. Koch sprach am Mittwoch. Der Kardinal riet den Katholiken, von den Kirchen des Ostens zu lernen. Dort werde die Liturgie nicht nur als Feier der Gemeinde, sondern auch als „kosmisches Geschehen“ verstanden.

Wichtig für die Ökumene sei eine Rückbesinnung auf die ursprüngliche Gestalt der Liturgie, wie sie in den ersten christlichen Jahrhunderten gefeiert worden sei, sagte Koch. Dabei verwies er auf die Erneuerung des Gottesdienstes, zu der es im 20. Jahrhundert bei Katholiken und bei Protestanten gekommen sei. Durch die Rückbesinnung auf die christlichen Ursprünge seien hier viele liturgische Übereinstimmungen und Gemeinsamkeiten gewachsen.

Anlass für den Würzburger Kongress ist der 50. Jahrestag der Veröffentlichung von „Sacrosanctum Concilium“. Mit diesem Dokument stießen die Bischöfe der katholischen Kirche beim Zweiten Vatikanischen Konzil im Jahr 1963 die Reform der Liturgie an.

http://de.radiovaticana.va/news/2013/08/08/kardinal_koch:_katholiken_k%C3%B6nnen_von_ostkirchen-liturgie_lernen/ted-717955
des Internetauftritts von Radio Vatikan
German Vatikan/D: Kardinal Koch sieht Differenzen zwischen Katholiken und Lutheranern
Aug 07, 2013
Die sogenannte „Orientierungshilfe“ zur Familie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) stößt immer mehr auf Kritik, auch innerhalb der evangelischen Kirche selbst. So spricht der ehemalige evangelische Bischof Hartmut Löwe von einer „fatalen Desorientierung“ und fordert die Leitung der EKD, den Rat, auf, den Text zu korrigieren.

„Andernfalls werden immer mehr evangelische Christen in ihrer Kirche heimatlos“, schreibt Löwe in einer Stellungnahme. Er war von 1980 bis 1992 Präsident im EKD-Kirchenamt. Das EKD-Papier vertritt ein erweitertes Familienbild, das unter anderem auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern einschließt.

Auf katholischer Seite wird das Familienpapier als „ökumenischer Stolperstein“ betrachtet. So sieht der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer in der EKD-Schrift einen Kurswechsel und eine Abkehr von der biblischen Sicht von Mann und Frau. Voderholzer hatte die „evangelischen Mitchristen“ am vergangenen Sonntag in einer Predigt gebeten: „Kehrt bitte auf den Boden der Heiligen Schrift zurück! Welchen Sinn soll Ökumene haben, wenn das gemeinsame Fundament der Heiligen Schrift nicht mehr ernst genommen wird?“

Für den vatikanischen Ökumene-Verantwortlichen, Kurienkardinal Kurt Koch, handelt es sich um ein Zeichen dafür, dass innerhalb des Luthertums heute verstärkt Meinungsverschiedenheiten feststellbar seien. Im Gespräch mit Radio Vatikan betont er, dass der unmittelbare Ansprechpartner in Deutschland nicht der Päpstliche Einheitsrat sondern die Deutsche Bischofskonferenz sei.

„Was natürlich eine besondere Herausforderung ist, ist die Feststellung, dass in der ökumenischen Situation zwischen Lutheranern und Katholiken in Deutschland auf ethischer Ebene immer mehr Differenzen auftreten. Der weitgehend vorhandene oder vorhanden gewesene Konsens in bioethischen Fragen zum Beispiel ist eigentlich nicht mehr da und jetzt ist zu diesem neuen Dokument zu sagen, dass zur Frage der Familie mit dem Katholischen kein Konsens da ist.“

(rv/idea 27.06.2013 mg)

http://de.radiovaticana.va/news/2013/06/27/vatikan_d:_kardinal_koch_sieht_differenzen_zwischen_katholiken_un/ted-705340
des Internetauftritts von Radio Vatikan
German Kardinal Koch gegen "Judenmission"
May 12, 2013
Vatikanischer Ökumene-Minister in "Kirche in Not"-Interview: Theologie ist herausgefordert, die "ewige Gültigkeit des Alten Bundes mit dem Neuen Bund in Einklang zu bringen"

Vatikanstadt (KAP) Kardinal Kurt Koch hat sich gegen jede Form der "Judenmission" ausgesprochen: Das Neue Testament basiere "ganz und gar" auf der Grundlage des Alten Testaments. Eine Loslösung vom Alten Bund, wie ihn manche Freikirchen propagieren, sei theologisch nicht akzeptabel, so Koch in einem von "Radio Vatikan" verbreiteten "Kirche in Not"-Interview. Vielmehr sieht der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen die Theologie gefordert, "die ewige Gültigkeit des Alten Bundes mit dem Neuen Bund in Jesus Christus in Einklang zu bringen".



Beispielhaft habe dies etwa der Apostel Paulus versucht, indem er das Zueinander von Juden und Christen "eschatologisch", also vom Ende der Zeit her zu verstehen versuchte. In dieser Lesart müsse auch die umstrittene, von Papst Benedikt XVI. 2008 neu formulierte Karfreitagsfürbitte verstanden werden. Diese sei laut Koch somit "kein Aufruf zur Mission der Juden", vielmehr greife sie "die eschatologische Perspektive des Apostels Paulus" auf.



Den jüdisch-christlichen Dialog sieht Koch daher auch nicht belastet. Im Gegenteil: Nach der Amtszeit Benedikts XVI. habe es zahlreiche jüdische Stimmen gegeben, so Koch, die die Beziehungen "als so gut wie nie zuvor" eingestuft hätten.



Eine weiterhin positive Entwicklung des jüdisch-christlichen Dialogs erwartet sich Koch auch im Pontifikat von Papst Franziskus. Auch die jüdische Seite setze Hoffnungen in den neuen Papst. Dies habe "definitiv auch mit den guten Beziehungen zu tun, die er als Erzbischof von Buenos Aires mit Rabbinern und jüdischen Gemeinden gepflegt hatte", so Koch gegenüber "Kirche in Not".

http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/54646.html
German Ein neuer Papst muss die Zeichen der Zeit wahrnehmen
Feb 16, 2013

en Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch hat der Rücktritt Benedikts XVI. nicht überrascht, wohl aber der Moment der Ankündigung. «Es entspricht seinem Naturell und seinem Charakter», sagte der Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen im Gespräch. Der frühere Bischof von Basel spricht von einem Gewissensentscheid. Zum jetzigen Zeitpunkt habe er allerdings nicht damit gerechnet. Den Vergleich mit Papst Coelestin V., der 1294 freiwillig von seinem Amt zurückgetreten war, hält er für nicht zulässig. Dieser Rücktritt sei nicht aus Krankheitsgründen erfolgt, sondern aus völliger Überforderung.

Der Kardinal, der im Vatikan für die ökumenischen Beziehungen zuständig ist, erwartet von einem neuen Pontifikat keine wesentlichen Änderungen für seine Tätigkeit. Die Ökumene sei eine Verpflichtung der Kirche, die Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. als irreversibel bezeichnet habe. Deshalb werde auch mit dem kommenden Papst – anders sei es gar nicht denkbar – das ökumenische Engagement der Kirche weitergehen. Wo der künftige Pontifex seine Präferenzen habe, lasse sich jetzt noch nicht absehen.
Der 62-jährige Koch ist unter den vier Schweizer Kardinälen als einziger zur Papstwahl berechtigt, da er jünger als 80 Jahre ist. Die katholische Kirche sei in den verschiedenen Kontinenten mit sehr unterschiedlichen Fragestellungen konfrontiert, sagt der Kardinal weiter: «Da nun einen Papst zu finden, der allen diesen Herausforderungen gerecht wird, das ist in meinen Augen eine Verantwortung, die schon ein bisschen drückt.» Die Anforderungen an den neuen Amtsinhaber bringt er auf die Formel: «Es muss ein Papst sein, der aus dem Glauben heraus die Zeichen der heutigen Zeit wahrnimmt und mit den Mitbischöfen Wege sucht, diesen Herausforderungen möglichst gerecht zu werden.»

In den Reaktionen auf den Rücktritt Benedikts XVI. sehe er vielfach, dass man vom Papst eigentlich nur noch Liebenswürdigkeit und Organisationstalent, aber kein Lehramt mehr erwarte. Dennoch sei dessen erste Aufgabe die Verkündigung des Glaubens, betont Koch im Gespräch. Darin liegt für den Kardinal eine Form der Führung. Denn die Leitung der Kirche sei im Grunde genommen eine spirituelle Leitung.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/kardinal-koch-papstnachfolger-1.18000362
Italian Il cardinale Koch: l'ecumenismo della vita ci conduce verso l'unità
Jan 27, 2013

L’ecumenismo della vita ci sta conducendo verso la comunione: ne è convinto il cardinale Kurt Koch, presidente del Pontificio Consiglio per la promozione dell’unità dei cristiani, che interviene alla Radio Vaticana in occasione della Settimana di preghiera per l’unità dei cristiani in corso da ieri al 25 gennaio sul tema “Quel che il Signore esige da noi“, frase tratta dal libro del profeta Michea. Ascoltiamo il porporato al microfono di Mario Galgano:

R. – Ich denke, dass in den letzten 50 Jahren sehr, sehr viel geschehen ist. …
Io credo che negli ultimi 50 anni siano accadute molte cose. Ci sono stati tanti dialoghi, abbiamo trovato tanti avvicinamenti – penso in particolare al grandioso evento che si è verificato poco prima della fine del Concilio, quando le scomuniche tra la Chiesa cattolica e quella ortodossa sono state affidate all’oblio della storia; penso alla grandiosa Dichiarazione tra la Federazione luterana mondiale e il Pontificio Consiglio per la promozione dell’unità dei cristiani sulla Dottrina della Giustificazione, cioè proprio sul punto che all’epoca della Riforma ci aveva divisi … Accanto a questo, nel frattempo, si è sviluppata una rete mondiale di amicizie ecumeniche e questo lo ritengo ancora più importante, perché non saranno le “carte” ecumeniche a condurci nel futuro, ma la comunione nella vita. Eppure, nonostante tutto quello che abbiamo fatto, dobbiamo dire che la meta dell’ecumenismo non è stata raggiunta: non abbiamo ancora trovato l’unità e c’è ancora molto da lavorare per trovarla …

D. – Per quanto riguarda il dialogo con gli ortodossi, una delle maggiori difficoltà è data dalle divisioni all’interno della stessa ortodossia …

R. – Wir habe ja eine große internationale Kommission zwischen der …
Esiste una grande Commissione internazionale tra la Chiesa cattolico-romana e le Chiese ortodosse, della quale fanno parte delegazioni di quasi tutte le Chiese – ad eccezione della Bulgaria. Si rilevano, in effetti, alcune tensioni tra gli ortodossi; per questo credo che sarebbe un evento importantissimo l’eventuale svolgimento di un Sinodo pan-ortodosso. Seguo questa evoluzione con grande simpatia perché sono convinto che se si riuscisse a realizzare lo svolgimento di questo Sinodo pan-ortodosso, questo significherebbe un grande aiuto anche per il dialogo ecumenico con noi.

D. – Quale il ruolo dell’Anno della fede in questa Settimana di preghiera per l’unità dei cristiani?

R. – Also, ich denke für das ganze Jahr spielt das eine zentrale Rolle, weil …
Credo che svolga un ruolo centrale per tutto l’anno, perché l’elemento fondante dell’ecumenismo è la fede! L’ecumenismo non è una faccenda semplicemente diplomatica o politica: è una questione di fede. E quello che ci unisce maggiormente è il Battesimo – riconosciuto da tutti – e il Credo apostolico. In questo senso, l’Anno della fede è una grande sfida a ritrovare le radici dell’ecumenismo che si trovano proprio nella fede.

http://it.radiovaticana.va/news/2013/01/18/il_cardinale_koch:_l%27ecumenismo_della_vita_ci_conduce_verso_l%27unit%C3%A0/it1-656655
German Ansprache von Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, bei der 13. Generalkongregation
Nov 03, 2012
Märtyrer aller christlichen Bekenner Same der Neuevangelisierung

VATIKANSTADT, 24. Oktober 2012 (ZENIT.org). – Bei der 13. Generalkongregation der Bischofssynode hat der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, als ökumenische Dimension der Neuevangelisierung die Einheit der Christen hervorgehoben. Hier sei das Blut der Märtyrer, wie es der selige Johannes Paul II. bereits betont hatte, der Märtyrer aller christlichen Glaubenszeugen, Same für die Evangelisierung.

[Wir dokumentieren die Ansprache im Wortlaut:]
***
„Die Herausforderung der Neuevangelisierung ruft die universale Kirche auf den Plan und macht es auch erforderlich, dass wir mit aller Kraft fortfahren, nach der vollen Einheit unter den Christen zu suchen.” (Benedikt XVI., La Chiesa è un immensa forza rinnovatrice. La celebrazione dei primi vespri della solennità dei Santi Pietro e Paolo il 28 giugno 2010, in: Insegnamenti di Benedetto XVI., VI, 1 2010 (Città del Vaticano 2011), 984-987, hier S. 987).

Mit diesen Worten hat Papst Benedikt XVI. die Gründung des Päpstlichen Rats zur Förderung der Neuevangelisierung angekündigt. Die Universalkirche wird ganz besonders von der hier versammelten Bischofssynode auf den Plan gerufen. Die Präsenz der Bruderdelegierten und ihr Beitrag zur Synode, für den ich zutiefst dankbar bin, erinnert uns an die zweite Aufforderung, nämlich die Erfordernis, dass die Neuevangelisierung eine ökumenische Dimension haben sollte.

Die unauflösliche Verbindung zwischen der Evangelisierung und den Bemühungen um die Einheit der Christen war bereits dem 2. Vatikanischen Konzil bekannt. Das Konzilsdekret über die Ökumene geht von der Überzeugung aus, dass die Spaltung der Christenheit „ein Ärgernis für die Welt” sei und „ein Schaden für die heilige Sache der Verkündigung des Evangeliums vor allen Geschöpfen” (Unitatis Redintegratio, Nr. 1). Von seinem ersten Satz an bekräftigt das Dekret folglich, dass „die Einheit aller Christen wiederherstellen zu helfen eine der Hauptaufgaben des Heiligen Ökumenischen Zweiten Vatikanischen Konzils (ist).” Ökumene und Evangelisierung werden immer zusammen gesehen. Es würde ein schönes Zeichen setzen, wenn von dieser Bischofssynode eine Einladung an andere Kirchen und christlichen Gemeinschaften geschickt würde, die Neuevangelisierung als gemeinsame Aufgabe zu verstehen und gemeinsam und noch entschiedener Zeugnis für Jesus Christus abzulegen.

Die glaubwürdigsten Glaubenszeugen sind die Märtyrer, die ihr Leben für Christus gegeben haben. Deshalb möchte ich auch an jene tiefe Dimension der Ökumene erinnern, die dem seligen Papst Johannes Paul II. so sehr am Herzen lag, nämlich die Ökumene der Märtyrer. Im Bewusstsein der Tatsache, dass heutzutage alle Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften ihre Märtyrer haben, hat Papst Johannes Paul II. in den Märtyrern „den bedeutendsten Beweis dafür (gesehen), dass in der Ganzhingabe seiner selbst an die Sache des Evangeliums jedes Element der Spaltung bewältigt und überwunden werden kann” (Johannes Paul II., Ut unum sint, Nr. 1).

Solange wir Christen immer noch in einer unvollkommenen Gemeinschaft auf dieser Erde leben, leben die Märtyrer in der himmlischen Seligkeit bereits in vollkommener Gemeinschaft. Deshalb können wir uns mit der Hoffnung trösten, dass das Blut der Märtyrer unserer Zeit eines Tages zum Samen der vollen Einheit im Leib Christi werden möge. Und diese Hoffnung wollen wir gemeinsam durch eine glaubwürdige, neue Evangelisierung bezeugen.
German Kardinal Koch kritisiert Sterbehilfe in der Schwe
Oct 16, 2012

Der Schweizer Kardinal Kurt Koch kritisiert die aktive Sterbehilfe in seiner Heimat. In einem Interview mit dem Internetportal kath.ch erklärte der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates und frühere Bischof von Basel:



„Mein Hauptproblem bei einer staatlichen Freigabe des assistierten Suizids ist die Gewöhnung daran, dass es eigentlich dann zwei legale Wege gibt: den natürlichen Tod und den selbst gewählten Tod. Ich denke, dass die gesellschaftlichen Konsequenzen zu bedenken sind, dass dann eben eine Mentalität aufkommen, dass ältere oder kranke Menschen, die ohnehin Mühe haben, noch einen Sinn in ihrem Leben zu finden, vielleicht erst recht unter Druck geraten, ihr Leben zu beenden, weil sie die Belastung, die sie darstellen, der Gesellschaft nicht mehr zumuten möchten. Und das sind meines Erachtens gesellschaftlich ruinöse Konsequenzen.“



Seelsorger in Pflegeeinrichtungen in der Schweiz stehen nach Ansicht des früheren Bischofs von Basel vor einem ernsten „Gewissensproblem“:



„Kann ich in einer Institution tätig sein, die eigentlich etwas praktiziert, was mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren ist? Oder muss ich gerade in diesem Bereich tätig sein, um das Salz des christlichen Evangeliums hineinzubringen? Das ist im Grunde die Frage, die nur jeder einzelne in seinem ganz persönlichen Gewissen – das er natürlich immer wieder am Glauben und am Lehramt der Kirche überprüfen muss – entscheiden kann.“



Die Kirche setze bei der Sterbebegleitung auf die palliative, also die schmerzlindernde, Medizin, weil sie das Sterben „als einen Teil des Lebens“ verstehe, so Kardinal Koch. Sterbehilfe sei „immer auch Lebenshilfe“. Der Kirche sei es ein großes Anliegen, dass jeder Mensch „in Würde sterben“ könne.



„Die katholische Kirche kann sehr viele Hilfen leisten – erstens einmal im alltäglichen Leben: dass Menschen sich vorbereiten, andere Menschen im Sterben zu begleiten. Und da stelle ich mit Freude und Dankbarkeit fest, wieviele Ehrenamtliche sich in diesem Bereich der Sterbebegleitung anderer Menschen engagieren. Das ist ein wesentliches Werk der christlichen Barmherzigkeit und hat heute besondere Aktualität. Dann hat die Kirche einen wesentlichen Auftrag in der Gewissensbildung der Menschen – dass der Tod nicht etwas ist, das aus der Gesellschaft abgedrängt werden darf, sondern zum Leben gehört, und dass Anfang und Ende des Lebens in Würde gestaltet werden sollen. Und dann kommt natürlich der politische Auftrag auch der Kirche, Wege zu zeigen, wie diese großen Probleme gelöst werden können.“



(kath.ch 24.09.2012 sk)
Spanish Cardenal Koch: "Sobre el Concilio, los lefebvristas se comportan como Lutero"
Sept 16, 2012

Cardenal Kurt Koch.
Cardenal Kurt Koch.

VATICANO, 03 Ago. 12 / 09:07 pm (ACI/EWTN Noticias).- El presidente del Consejo Pontificio para la Unidad de los Cristianos, Cardenal Kurt Koch, defendió la importancia del diálogo interreligioso y del Concilio Vaticano II, e indicó que la posición que toma la Fraternidad Sacerdotal San Pío X sobre este documento, los acerca más a Martín Lutero.

En una entrevista a la agencia Apic-Kipa, retomada por L´Osservartore Romano el 2 de agosto, el Cardenal insinuó que es difícil alcanzar un acuerdo con este grupo cismático a pesar de la apertura mostrada por el Papa Benedicto XVI para que vuelvan a la Iglesia.

Asimismo, abordó la posición de la Fraternidad que señala que el Concilio Vaticano II fue un error. “El concepto según el cual un concilio también puede ser un error se remonta históricamente a Martín Lutero”, por lo que advirtió a los miembros de la Fraternidad que “tomando en consideración sólo esto, deberían preguntarse en dónde están efectivamente¨.

"A nadie se le ocurriría afirmar que el Concilio de Trento haya tenido un nivel inferior. Entonces, desde el punto de vista puramente formal, es posible encontrar algunas diferencias, pero no se puede aceptar verdaderamente que se hagan diferencias con respecto al carácter estricto del contenido de estos documentos", añadió.

El Purpurado explicó que "el Vaticano II adoptó cuatro constituciones, nueve decretos y tres declaraciones. En términos puramente formales, se puede hacer una diferencia entre estos tres géneros. Pero luego surge un problema, si se considera que el Concilio de Trento (1545-1563) no publicó más que decretos y ninguna constitución".

Asimismo, dijo que el diálogo interreligioso “no es un tema secundario, sino central del Concilio, como recordó una vez Juan Pablo II. Es por ello que hoy debe ser un tema central de la Iglesia. Además, la declaración conciliar sobre las relaciones de la Iglesia con las religiones no cristianas, particularmente con el judaísmo, la ‘Nostra aetate’, también se basa en la constitución dogmática sobre la Iglesia”.

http://www.aciprensa.com/noticias/cardenal-koch-sobre-el-concilio-los-lefebvristas-se-comportan-como-lutero/
German Kardinal Koch zu 50 Jahren Vatikanisches Konzil und zur Ökumene
Sept 16, 2012
"Wir brauchen eine Neuausrichtung"

Am 11. Oktober jährt sich zum 50. Mal die Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), 2017 begehen Lutheraner das Reformationsjubiläum. Mit Blick auf diese Ereignisse äußert sich Kurienkardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen in Rom zur Bedeutung des Konzils, zur Ökumene und zu den Traditionalisten.

KNA: Herr Kardinal, 2017 steht das Gedenken an die Reformation Martin Luthers vor 500 Jahren bevor. Wie geht der Päpstliche Einheitsrat darauf ein?
Koch: Mit unserem Partner, dem Lutherischen Weltbund, bereiten wir derzeit ein gemeinsames Wort zum Reformationsgedenken vor. Wir müssen überlegen, was wir gemeinsam zu diesem Anlass sagen können. Dann wird es gewiss auch regionale Initiativen geben - für die natürlich in erster Linie die jeweiligen Bischofskonferenzen zuständig sind.

KNA: Sind Sie mit dem Text an einem guten Punkt?
Koch: Ich hoffe, dass es auf beiden Seiten gut verantwortet werden kann.

KNA: Wird es eine gemeinsame Veranstaltung auf Weltebene geben?
Koch: Das steht bislang noch nicht fest.

KNA: Am 11. Oktober jährt sich zum 50. Mal die Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils. Wie wird der Vatikan auf dieses Jubiläum eingehen?
Koch: Der Papst hat bereits angekündigt, dass mit diesem Tag ein "Jahr des Glaubens" beginnen soll. Eine solche Initiative hatte bereits Papst Paul VI. nach dem Konzil unternommen, aus der Überzeugung heraus, dass das Konzil richtig rezipiert werden muss.

KNA: Um die Deutung des Konzils wird weiterhin gerungen. Viele berufen sich, mit unterschiedlicher Intention, auf das Konzil. Wurde und wird das Konzil richtig interpretiert?
Koch: Benedikt XVI. hat die wesentlichen Fragen in seiner ersten großen Weihnachtsansprache an die römische Kurie am 22. Dezember
2005 benannt und dabei auf zwei grundverschiedene Hermeneutiken verwiesen: Die Hermeneutik der Diskontinuität oder des Bruches - mit dem Vatikanischen Konzil sei gleichsam eine neue Kirche entstanden, die mit der Kirche vor dem Konzil nicht mehr viel zu tun habe - und eine Hermeneutik der Reform. Dabei geht es nicht, wie dem Papst gerne unterstellt wird, um eine Hermeneutik der reinen Kontinuität.

Eine solche vertreten die Traditionalisten. Vielmehr sieht der Papst eine Verbindung von Erneuerung und Kontinuität in dem Sinne, dass das Konzil eine Erneuerung der Kirche gewollt und gebracht hat, aber nicht eine neue Kirche. Auf dieser Linie muss noch sehr viel getan werden. Wir brauchen eine Neuausrichtung.

KNA: Die traditionalistischen Piusbrüder sehen einen unterschiedlichen Grad an Verbindlichkeit der Konzilsaussagen. Was sagen Sie dazu?
Koch: Das ist eine vielschichtige Frage. Das Zweite Vatikanum hat vier große Konstitutionen erlassen, zudem neun Dekrete und drei Erklärungen. Rein formal kann man natürlich einen Unterschied zwischen diesen drei Gattungen machen. Allerdings stellt sich dann insofern ein Problem, als das Konzil von Trient (1545-1563) nur Dekrete erlassen hat und keine Konstitutionen. Und man wird hier sicher nicht von einem Konzil minderen Grades reden wollen. Also: Rein formal kann man Unterschiede finden, aber man kann kaum Unterschiede in der Verbindlichkeit in inhaltlicher Hinsicht machen.

Das Ökumenismus-Dekret beispielsweise hat seine dogmatischen Grundlagen in der Kirchen-Konstitution. Papst Paul VI. hat bei der Promulgation dieses Dekrets stark betont, dass es die Kirchen-Konstitution auslegt und erklärt.

KNA: Heißt das im Blick auf eine mögliche Einigung mit den Piusbrüdern, dass diese das gesamte Konzil akzeptieren müssen? Oder können Sie sich Abstriche, einen Rabatt vorstellen?
Koch: Die Grundschwierigkeit dürfte darin bestehen, dass die Piusbrüder offensichtlich davon ausgehen, dass das Zweite Vatikanische Konzil Fehler begangen hat. Dass Konzile auch irren können, ist allerdings eine Behauptung, die auf Martin Luther zurückgeht. Von daher müssen sich die Traditionalisten schon fragen, wo sie denn eigentlich stehen.

KNA: Was bedeutet das Konzil für die Ökumene und für die Beziehungen zum Judentum? War es ein Neuanfang, eine Wende?
Koch: Papst Johannes XXIII. war davon überzeugt, dass das von ihm einberufene Konzil zwei Anliegen verfolgen muss, die Erneuerung der katholischen Kirche und die Wiederherstellung der Einheit der Christen. Das war gleichsam der Fokus des ganzen Konzils. Papst Paul VI. hat in der Eröffnungsrede bei der zweiten Session 1963 ebenfalls bestätigt, dass das eigentliche Drama, dessentwegen das Konzil einberufen wurde, die Wiederherstellung der Einheit der Christen sei. Insofern ist die Ökumene nicht ein Nebenthema oder - wie Johannes Paul II. einmal sagte - irgendein Anhängsel, sondern ein zentrales Thema des Konzils. Deshalb muss es ein zentrales Thema der Kirche heute sein. Im Übrigen hat auch die Konzils-Erklärung "Nostra Aetate" mit den Äußerungen zum Judentum ihre dogmatischen Grundlagen in der Kirchen-Konstitution.

KNA: Der Moskauer Patriarch Kyrill I. hat soeben gegenüber Italiens Regierungschef Mario Monti gesagt, die Beziehungen zwischen russischer Orthodoxie und römisch-katholischer Kirche hätten sich deutlich verbessert. Wie sehen Sie das?
Koch: Es freut mich sehr zu hören, dass es in Moskau auch so gesehen wird. Ich möchte dies unsererseits gerne bestätigen. Mein Besuch beim Patriarchen im vergangenen Jahr war sehr positiv, sehr freundlich. Zudem gab es hier verschiedene Initiativen von Metropolit Hilarion, etwa ein Konzert zu Ehren des Heiligen Vaters. Das alles sind Zeichen einer positiven Entwicklung. Ich hoffe, dass es gute Schritte sind, die einmal zu einer Begegnung zwischen dem Papst und dem Patriarchen führen können.

KNA: Sehen Sie das für eine nähere Zukunft?
Koch: Moskau hat mir klar signalisiert, dass man noch nicht über Daten reden möchte.

http://www.domradio.de/aktuell/83260/wir-brauchen-eine-neuausrichtung.html
German Kardinal Koch erklärt das Zweite Vatikanische Konzil
Sept 16, 2012
Anmerkungen, um Dialog mit Konzilkritikern zu erleichtern

ROM, 6.August 2012 (ZENIT.org). - Um die Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils verständlicher zu machen gab Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, ein Interview für die Presseagentur Kipa/Apic. Das Interview wurde am 3. August auch im Osservatore Romano veröffentlicht.

Mit Bezug auf jene, die das Konzil als einen Fehler betrachten, erklärte der Kardinal: „Die Vorstellung, dass ein Konzil Fehler begehen könne, geht letztlich auf Martin Luther zurück. Allein diese Überlegung sollte den Traditionalisten genügen, um sich die Frage zu stellen, wo sie eigentlich stehen.“

Und auf die Kritik jener Konzilgegner, die das Konzil von Trient dem Zweiten Vatikanischen Konzil gegenüberstellen, antwortete der Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen: „Das Zweite Vatikanische Konzil verabschiedete vier Konstitutionen, neun Dekrete und drei Erklärungen. Rein formell kann man zwar zwischen diesen drei Kategorien eine Unterscheidung treffen. Dann kommt allerdings das Problem auf, dass das Konzil von Trient (1545-1563) lediglich drei Dekrete verabschiedete und keine einzige Konstitution. Es käme niemandem in den Sinn zu behaupten, dass das Konzil von Trient deswegen von niedrigerem Niveau gewesen sei. Daher kann man zwar diese verschiedenen Dokumente der Form nach unterscheiden, aber man darf keinen Unterschied in der Verbindlichkeit des Inhalts der Dokumente machen.“

Zum Thema der Ökumene betonte Kardinal Koch, dass es „keineswegs zweitrangig, sondern ganz im Gegenteil ein zentrales Thema des Konzils“ gewesen sei, wie auch schon Johannes Paul II. erklärt habe. „Gerade deshalb wird heute in der Kirche so viel über die Ökumene gesprochen.“

In diesem Zusammenhang erinnerte der Kardinal daran, dass das Konzil ein Dekret über Ökumenismus herausgebracht habe – „Unitatis redintegratio“ – das seine Grundsätze aus der dogmatischen Konstitution über die Kirche „Lumen gentium“ bezieht. Tatsächlich habe „Paul VI. bei der Verabschiedung des Dekrets mit Bestimmtheit erklärt, dass es die dogmatische Konstitution über die Kirche interpretiere und verdeutliche.“

In diesem Kontext finde „auch die Erklärung ‚Nostra aetate‘ des Konzils über die Beziehungen der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, besonders zum Judentum, ihr Fundament in der dogmatischen Konstitution über die Kirche.“

Kardinal Koch beendete sein Interview mit der Ankündigung, dass der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen in Zusammenarbeit mit dem Lutherischen Weltbund an einer gemeinsamen Erklärung zum fünfhundertsten Jahrestag der Reformation im Jahr 2017 arbeite.
German Ökumenisches Warten auf ein gesamtorthodoxes Konzil
Jun 01, 2012

Stolperstein in der Beziehung zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche ist nach wie vor der Papst-Primat. Das erklärte Kardinal Kurt Koch jetzt in einem Interview mit der Presseagentur Kipa in Einsiedeln. Es müsse jetzt ein gesamtorthodoxes Konzil abgewartet werden, um entscheidende ökumenische Schritte tun zu können, so der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates. 2007 fand im italienischen Ravenna eine Tagung der gemischten internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen der römisch-katholischen Kirche und der orthodoxen Kirche statt. Dabei sei man einer Übereinkunft über die Frage des Primates des Bischofs von Rom nahe gewesen, sagte Koch. Erstmals bestätigten damals die seit 1054 getrennten Kirchen in einem gemeinsamen Experten-Dokument, dass es nach der Tradition der Kirche auch auf Universal-Ebene eine Vorrangstellung eines „Ersten“ gebe, wie sie während des ersten Jahrtausends der Bischof von Rom innehatte. Allerdings bleibe weiterhin offen, wie dieser Primat auf Universal-Ebene ausgeübt werden sollte, so der Text. Im März 2011 hat jedoch der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. nach Angaben von Kardinal Koch erklärt, dass er das Dokument von Ravenna nie gutheissen werde. Deshalb gebe es jetzt keine andere Lösung, als die Arbeiten des künftigen panorthodoxen Konzils abzuwarten, erklärte der aus der Schweiz stammende Kardinal. Dessen Ergebnisse würden wichtig für die Zukunft der Ökumene sein.

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=590300
German Kardinal Koch über Ratzinger-Theologie: Erst Christus, dann Glaubenssätze
May 06, 2012

Zuerst kommt die Freundschaft mit Christus, dann kommen die Glaubenssätze. In diese Grundaussage lässt sich das theologische Denken Joseph Ratzingers fassen, sagt im Gespräch mit uns Kardinal Kurt Koch. Der Präsident des päpstlichen Einheitsrates, selbst Dogmatiker wie seinerzeit auch Professor Ratzinger, stellte vor einiger Zeit mit seinem Buch „Das Geheimnis des Senfkorns“ die Grundzüge des theologischen Denkens bei Papst Benedikt vor. Gudrun Sailer hat anlässlich des siebten Jahrestags der Wahl Papst Benedikts zum Nachfolger Petri mit Kardinal Koch gesprochen.



„Ich würde grundsätzlich sagen, dass der Heilige Vater mit seiner Theologie nicht originell sein will. Das ist die Grundversuchung der Theologie heute, jeder will möglichst originell sein, und dann haben wir eine Menge Genitiv-Theologien. Der Heilige Vater orientiert sich an der wahren Originalität der Theologie, nämlich am Glauben der Kirche, und er will im Grund mitglauben mit der Glaubensgemeinschaft der Kirche. Seine Theologie will ein Dienst sein, die christliche Offenbarung dem Menschen heute verständlich zu machen.“



Aber war nicht schon der frühe Universitätsprofessor Joseph Ratzinger frisch, auf gewisse Weise neu und deswegen so brillant?



„Ganz sicher, er hat neue Wege geöffnet, er war sehr geprägt von personalistischem Denken in der Philosophie, und seine Theologie ist eine sehr personalistische Theologie, das zeigt sich vor allem im Verständnis der Offenbarung. Offenbarung ist für den Heiligen Vater in erster Linie der Akt, in dem Gott sich dem Menschen zuwendet, und dann erst in zweiter Linie die Sätze, die Glaubenssätze. Deshalb ist ein Kernwort seiner Verkündigung und seiner Theologie das Wort Freundschaft. Es braucht eine Beziehung mit dem auferstandenen Christus.“



Ratzinger hat ganze Generationen von Theologen geprägt, auch Sie. Wenn wir heute uns die Lage an den theologischen Fakultäten in Europa ansehen, wie wird er heute rezipiert?



„Es gibt viele, die aus der Theologie des Heiligen Vaters leben, die davon geprägt worden sind. Es gibt natürlich auch das andere, dass man ihn ablehnt. Es gab eine gewisse Zeit an theologischen Hochschulen, da durfte man Ratzinger gar nicht zitieren, wenn man im Examen bestehen wollte. Ich glaube, das hat sich durch das Papsttum geändert, weil viele Leute jetzt zur Kenntnis nehmen, was die Theologie des Heiligen Vaters ist und da muss man natürlich auch die Theologen ein bisschen vorsichtiger sein, was sie über ihn sagen. Und das ist nur gut.“



Ratzinger war von früh an praktisch nur im Nebenberuf Theologe, weil er bald hohe und immer höhere Verantwortung in der kirchlichen Hierarchie bekommen hat. Wie hat sich dieses In-der-Kirche-Sein und Für-die-Kirche-Sein in seiner Theologie niedergeschlagen?



„Ich kann ein bisschen nachvollziehen, was das für ihn bedeutet hat, weil ich auch lieber Theologe geblieben wäre als Bischof zu werden! Aber wichtig ist einfach einmal, was man bei der Priesterweihe versprochen hat: adsum [hier bin ich]. Die Theologie ist eine Berufung, wenn aber ein Ruf kommt, eine andere Aufgabe in der Kirche wahrzunehmen, muss man sich an die Priesterweihe erinnern und an das Versprechen, das man gegeben hat. Aber ich sehe beim Heiligen Vater da keinen Wandel. Er war schon als Professor eigentlich Konfessor, also Bekenner, der Zeugnis abgelegt hat vom Glauben, und das theologisch reflektiert hat. Heute steht natürlich eher das Bekenntnis im Vordergrund, aber er will natürlich auch das Rechenschaft-Ablegen über den Glauben heute theologisch verantwortet tun.“



Die Tatsache, dass wir in Benedikt XVI. einen großen Theologen-Papst haben, hat das innerhalb der Kirche etwas verändert, hat es die Sicht auf Theologie verändert?



„Ich glaube schon, dass sich das Hauptanliegen des HeiligenVaters durchgesetzt hat, dass wahrgenommen worden ist, dass die Kirche in der Tat eine Neuerung, eine Reform braucht, aber dass diese Reform nur von innen her kommt, aus der Herzmitte des Glaubens heraus kommt. Der Heilige Vater hat in der Chrisammesse auch davon gesprochen, dass es so etwas wie einen religiösen Analphabetismus gibt. Das ist in der Tat ein ganz großes Problem in der Kirche, dass viele den Glauben heute gar nicht mehr kennen, und dass es da sein Hauptanliegen ist, den Glauben zu vertiefen und von daher eine Neuevangelisierung einzuleiten, das ist schon angenommen worden.“



Ökumene ist eine seiner Prioritäten als Papst. Ein Rückblick auf die ökumenischen Entwicklungen in sieben Jahren?



„Es ist in der Tat so, dass die Ökumene für ihn ein Herzensanliegen ist, aber das kann ja auch nicht anders sein, wenn jemand ganz in der Nachfolge Christi steht, folgt er natürlich dem Willen nach Einheit, wie ihn Jesus in seinem hohepriestesrlichen Gebet ausgesprochen hat. Gerade die Interpretation des hohepriesterliechen Gebetes im zweiten Teil des Jesusbuches zeigt ja, wie sehr die Ökumene des Papstes christologisch fundiert ist. Ich denke, das ist der sehr starke Akzent, den er der Ökumene gegeben hat: Konzentration auf die Person Jesu, die Ökumene wird dann in die Breite wachsen, wenn sie in die Tiefe wächst.“



Papst Benedikt ist 85. Welche seiner Entscheidungen und Schwerpunkte werden ihn überdauern?



„Ich hoffe, dass ihn sehr viel überdauern wird, vor allem diese grundsätzlichen Akzente, die er gesetzt hat, das in den Mittelpunkt Stellen der Gottesfrage, dass die Kirchenfrage sekundär ist, dass in erster Linie die Gottesfrage im Vordergrund steht, wie das eigentlich das Konzil gewünscht hat – Lumen gentium ist nicht die Kirche, sondern ist Jesus Christus und die Aufgabe der Kirche besteht darin, dieses Licht in die Welt zu tragen, was die Kirchenväter sehr schön gesagt haben: Sie haben die Kirche mit dem Mond verglichen. Wie der Mond kein anderes Licht hat als das, das er von der Sonne empfängt, so hat auch die Kirche kein anderes Licht als das, das sie von Christus empfängt, und das muss sie in die Welt tragen. Wir müssen etwas wie eine lunare Ekklesiologie vertiefen und weitertragen, in der die Kirche sich damit zufrieden gibt, der Mond zu sein und nicht selber die Sonne zu sein.“

http://www.muenchner-kirchenradio.de/weltkirche/weltkirche/article/kardinal-koch-ueber-ratzinger-theologie-erst-christus-dann-glaubenssaetze.html
German Kardinal Koch: Ökumene ist für Kirche "nicht Kür sondern Pflicht"
May 06, 2012
kathbild.at / Rupprecht

Vatikanischer "Ökumeneminister" referierte in Wien über "Zukunftspotenzial des Ökumenismusdekrets" des Konzils

Wien (KAP) Ein Engagement in der Ökumene ist für die katholische Kirche "nicht Kür, sondern Pflicht" - und zwar eine Pflicht, der sich jeder Gläubige aber auch die Kirchenspitze verpflichtet fühlen muss. Dies unterstrich der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, bei einem Vortrag an der Universität Wien. Die Spaltungen der Christenheit seien eine bis heute schmerzende Wunde, deren Heilung "dem Willen Jesu Christi" selbst entspreche und der sich das gesamte Zweite Vatikanische Konzil zutiefst verpflichtet fühlte, erinnerte Koch bei dem Vortrag am Montagabend. Christliche Ökumene sei "kein bloßer Zusatz oder ein Anhängsel im Leben der Kirche, sondern gehört elementar zum Wesen der Kirche". Besondere Relevanz erlange die Ökumene im Projekt der Neuevangelisierung.



Der Vortrag über das "Zukunftspotenzial des Ökumenismusdekrets" bildete den Höhepunkt eines Symposions aus Anlass des 50. Jahrestages der Eröffnung des Konzils. Das von der Universität Wien, den Wiener Theologischen Kursen und der Stiftung "Pro Oriente" ausgerichtete Symposion stand unter dem Titel "Erinnerung an die Zukunft". Weitere Referenten waren der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker, der orthodoxe Theologe Ioan Moga und der Wiener Ostkirchenexperte Prof. Rudolf Prokschi.



Ganz oben auf der ökumenischen Agenda müsse heute laut Koch die Frage nach dem Kirchenverständnis stehen. Dabei seien vor allem die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen angefragt, die beantworten müssten, ob sie die Reformation als "totalen Bruch" verstehen oder sich in "bleibender Kontinuität mit den vorangehenden 1.500 Jahren" sehen, so Koch. Von der Klärung dieser Frage hänge "die weitere Zukunft des ökumenischen Dialogs" ab. Sorge bereite ihm in diesem Zusammenhang eine "zunehmende und vielfältige Fragmentierung" innerhalb des Weltprotestantismus, der zugleich eine Vervielfältigung der Ökumene-Begriffe und des Verständnisses von Kircheneinheit mit sich bringe.



Die Fragmentierung führte Koch auf ein "relativ lockeres Verständnis der Einheit der Kirche" und zugleich auf den großen Wachstumserfolg einiger vor allem charismatischer und evangelikaler protestantischer Kirchen zurück. Man habe in der heutigen Ökumene daher nicht mehr nur mit einzelnen Lehrunterschieden zu tun, sondern mit einer "anderen ekklesialen Grundstruktur und einem anderen Typ von Kirche", so der Kardinal. Ausdrücklich wehrte sich Koch jedoch gegen jüngste Versuche, einen Übergang von einem "Konsens zum Differenzmodell" in der Ökumene zu sehen. Dieses, etwa vom Wiener reformierten Theologen Ulrich Körtner vertretene Modell weise in eine falsche Richtung und verdeutliche eine "mangelnde Verständigung über das Ziel der Ökumenischen Bewegung".



Mahlgemeinschaft ist Ziel, nicht Anfang der Ökumene



Koch wies in seinem Vortrag außerdem alle Rufe nach einer raschen Eucharistiegemeinschaft als nächste Schritte in der ökumenischen Bewegung von sich. Die katholische Kirche halte sich im ökumenischen Dialog an klare katholische Prinzipien wie sie das Konzil etwa mit der Idee eines gestuften Kirchenverständnisses vorgelegt hat. "Eingangstor" zur Kirche und zugleich Fundament der Ökumene bleibe demnach vor allem die Taufe und deren wechselseitige Anerkennung, so Koch. Man müsse auf diesem Punkt so beharren, da gerade von protestantischer Seite diese Frage oftmals aufgeweicht werde.



Gleiches gelte für einen weiteren ökumenischen Streitpunkt: die Eucharistie. Auch in diesem Punkt gebe es evangelische Gemeinschaften, so Koch, bei denen er den Eindruck habe, "das ökumenische Ziel sei nicht mehr die kirchliche Communio, sondern die eucharistische Interkommunion" - und er fügte mit Kardinal Walter Kasper hinzu: "Das gemeinsame Mahl gehört insgesamt an das Ende und nicht an den Anfang ökumenischer Bestrebungen."



Als Garanten eines stetigen ökumenischen Bemühens verwies Koch nicht nur auf Johannes Paul II. sondern vor allem auch auf Papst Benedikt XVI., der etwa den ökumenischen Dialog mit der Orthodoxie neu gestartet habe - mit dem wichtigen Zwischenerfolg des Dokuments von Ravenna 2007. Außerdem habe Benedikt XVI. mit der Einrichtung des neuen Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung ein "schönes ökumenisches Zeichen" gesetzt und auf die Neuorientierung der Ökumene in Richtung einer gemeinsamen Praxis in der Neuevangelisierung verwiesen. "Im Mittelpunkt aller Neuevangelisierung muss die Gottesfrage stehen, die wir ökumenisch zu verantworten haben", so Koch. Die gegenwärtige "Gotteskrise" eine die Christenheit in der gemeinsamen Herausforderung, ähnlich wie die Bedrohung zur Zeit des Faschismus die Kirchen in der Praxis geeint habe.



Im Rahmen seines Wien-Besuchs trifft Kardinal Koch auch mit Kardinal Christoph Schönborn, dem Wiener griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenios Kardamakis und dem Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (mit Bischofsvikar Nicolae Dura an der Spitze) zusammen.



Bünker für Dialog über "Katholizität" der Kirche



Vor Kochs Vortrag loteten der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker, der rumänisch-orthodoxe Theologe Ioan Moga und der katholische Theologe Prof. Rudolf Prokschi bei dem Sympopsion Rezeption und langfristige Auswirkungen des Ökumenismusdekrets für das ökumenische Gespräch aus. Zur Sprache kam dabei u.a. erneut auch die Debatte um das Kirchenverständnis der katholischen Kirche und das Schreiben "Dominus Iesus" aus dem Jahr 2000, in dem der heutige Papst Benedikt XVI. die katholische Auffassung bekräftigte, Protestanten seien "nicht Kirche im eigentlichen Sinn".



Bünker legte dazu die theologischen Auffassungsunterschiede dar, verwies aber auch darauf, dass er im aktuellen ökumenischen Dialog das Gespräch über die "Katholizität", also die Ganzheit der Kirche, für wichtiger erachte. Bünker: "Eine Schlüsselstellung für die zukünftigen Gespräche sollte nicht unbedingt das Kirchenverständnis als solches - das ist hinreichend geklärt und die Unterschiede liegen klar am Tisch - und damit des Amtsverständnisses sein. Ich frage, ob es nicht einmal lohnend wäre, die Bedeutung der 'Katholizität' miteinander und füreinander zu überprüfen."



Protestanten und Katholiken verbinde die gemeinsame Sorge um die Kirchenspaltungen im Sinne einer "Wunde". Beide stellten "einen gewissen Mangel hinsichtlich der Katholizität fest". Umgekehrt bedeute dies auch, "dass die Kirchen füreinander verantwortlich sind", sagte Bünker. "Jede hat ihr Verständnis von Ökumene und Einheit aus ihrer eigenen Lehrtradition und Glaubensüberzeugung, insbesondere aus dem eigenen Verständnis von Kirche und Amt heraus zu entwickeln. Aber: Wahrscheinlich kann es keine mehr ohne die andere tun."



Diskurs über "Schwesterkirchen"



Das Verhältnis der katholischen Kirche zur Orthodoxie und den damit zusammenhängenden Ausdruck "Schwesterkirchen" analysierte im Anschluss Prof. Prokschi. Im Zentrum stand dabei ein vor einigen Jahren bekannt gewordener Briefwechsel zwischen dem orthodoxen Metropoliten Damaskinos und dem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger aus den Jahren 2000 und 2001 zur Erklärung "Dominus Iesus" und die "Note über den Ausdruck Schwesterkirchen" der vatikanischen Glaubenskongregation aus dem Jahr 2000.



Letztere Note habe "den bis dahin uneingeschränkt positiv besetzen Terminus Schwesterkirchen stark relativiert und auf beiden Seiten neue Fragen aufgeworfen", erinnerte Prokschi und versuchte anschließend auf Basis des Briefwechsel die Hintergründe der Debatte darzustellen.



Prokschi: "Wenn ich die Aussagen aus diesem Briefwechsel richtig verstanden habe, so besteht zwischen den beiden Repräsentanten Einigkeit darüber, dass sowohl die römisch-katholische Kirche als auch die orthodoxe Kirche für sich allein nicht den Anspruch erheben kann, die eine heilige katholische und apostolische Kirche von Jesus Christus eingesetzte, universale Kirche zu sein. Es braucht das Eingestehen der eigenen Unzulänglichkeit im Geiste der Buße und der Bitte um Heilung. In diesem Sinn scheint mit der Terminus Schwesterkirchen durchaus angemessen, weil beide Kirchen durchaus im selben Boot sitzen, dass aber nach gemeinsamer Überzeugung von Gottes Geist gesteuert wird."



Plädoyer für "geistlichen Ökumenismus"



Der rumänisch-orthodoxe Theologe Moga legte die Rezeption des Ökumenismusdekrets bei orthodoxen Theologen und Kirchenvertretern dar. Grundtenor nach der Veröffentlichung sei gewesen, dass das Ökumenismusdekret "Unitatis Redintegratio" zusammen mit der Konzilskonstitution "Lumen Gentium" über die Kirche "eine willkommene und verheißungsvolle Wende im Verhältnis zu den anderen Christen eingetreten ist, die neue Horizonte des Dialogs geöffnet hat".



Vor dem Hintergrund eines heute immer stärker werdenden Rufs nach einer "Ökumene der Ethik", rief Moga zur verstärkten Wiederentdeckung des "geistlichen Ökumenismus" auf. Fruchtbare Ökumene dürfe nicht nur auf das Eintreten für gemeinsame ethische Werte und Prinzipien von Christen reduziert werden. "Ökumene hat ohne eine geistliche Dimension kein Herz."



Zwischen Katholiken und Protestanten in Westeuropa sei so etwas wie ein "geistlicher Ökumenismus" auch wegen der kulturellen Nähe immer wieder erlebt worden, so Moga. In den Beziehungen zwischen Ost- und Westkirchen gäbe es in dieser Hinsicht aber noch "ungeschöpftes Potenzial": "Das Fremdsein zwischen Ost- und Westkirchen stellt leider vielerorts immer noch eine Realität dar - und zwar auf beiden Seiten

http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/46434.html
German "Martin Luther wollte eine erneuerte Kirche"
May 06, 2012
Kardinal Kurt Koch über 500 Jahre Reformation im Jahre 2017, die Aufgaben der Ökumene und die Pflicht des Papstes, Türen zu öffnen. Kardinal Koch ist im Vatikan für die Ökumene zuständig.

Wie bringt man einen hohen katholischen Würdenträger dazu, etwas Positives über den Reformator Martin Luther zu sagen? Das ist nicht schwer, wenn man mit Kardinal Kurt Koch spricht. Der ehemalige Diözesanbischof von Basel ist seit 1. Juli 2010 Präsident des Päpstlichen Rats für die Einheit der Christen, als Nachfolger des bedeutenden Theologen Walter Kardinal Kasper.

Laut Koch „war Luther von der Gottesfrage zentral bewegt“, Christus stand im Zentrum seines Denkens und Glaubens. „Martin Luther wollte keine neue, sondern eine erneuerte Kirche“, sagte Koch beim Gespräch mit Journalisten während eines Besuch des österreichischen „Medien-Bischofs“ und steirischen Diözesanbischofs Egon Kapellari. Deshalb solle man das Begehen des Luther-Jahres 2017 als Chance sehen, nicht bloß als Bruch mit der Tradition.

Als Jubiläum für 500 Jahre Reformation sei es freilich für Katholiken schwer zu sehen. Koch zitiert den evangelischen Theologen Wolfhart Pannenberg von der Universität München, dass das Entstehen neuer evangelischer Kirchen eigentlich ein Scheitern sei. „Das Gelingen wäre die Einheit der Kirche“, sagt der Kardinal über sein Ideal der Reformation: „Innerhalb des Welt-Protestantismus gibt es aber immer mehr Fragmentierungen. Das stellt uns vor Probleme.“ Alle forderten nämlich den Dialog mit Rom.

Die Probleme in der Ökumene bestünden jedoch nicht nur zwischen der katholischen Kirche und den anderen Konfessionen, sondern auch zwischen den anderen Kirchen. Aber: „Wenn in der katholischen Kirche etwas schiefgeht, schreien Katholiken und Protestanten gemeinsam. Wenn in den evangelischen Kirchen etwas schiefgeht, schweigen Katholiken und Protestanten gemeinsam.“


Lob für die Stiftung „Pro Oriente“

Kardinal Koch ist im Vatikan für die Ökumene zuständig. Der von ihm geleitete Rat führt 16 Dialoge mit 16 verschiedenen Kirchen. Beim Gespräch mit den Orthodoxen geht es vor allem um den Papst und seine Rolle. Der Dialog wurde vor zwölf Jahren abgebrochen, inzwischen aber unter Papst Benedikt XVI. bald nach dessen Wahl 2005 wieder aufgenommen. Ausdrücklich lobte er dabei die Rolle der 1964 in Wien gegründeten Stiftung „Pro Oriente“. Sie könne dazu beitragen, dass der Konsens unter den Orthodoxen wachse. Unter den Protestanten sei zuletzt ein starker Zuwachs bei der Pfingstbewegung zu verzeichnen. „Das verändert die Ökumene“, sagt der Kardinal. Diese Bewegungen seien besonders kritisch gegenüber Rom. „Wir können ihnen den Dialog nicht aufzwingen.“ Kontrovers werden zudem ethische Fragen behandelt, die sich immer mehr in den Vordergrund drängen, verlautete vor Kurzem aus dem Rat. Von den Protestanten wolle man nicht nur die letzten 500, sondern 2000 Jahre Kirchengeschichte interpretiert wissen.

Auffallend waren zuletzt die Übertritte ganzer anglikanischer Gemeinden zum Katholizismus. Was sagt Koch als Präsident des Ökumene-Rates zum Vorwurf des gegenüber Rom sehr kritischen Theologen Hans Küng, Papst Benedikt XVI. würde hier im Trüben fischen? „Das stimmt nicht. Diese Gläubigen waren längst nicht mehr im Wasser. Der Papst hat die Pflicht, Türen zu öffnen. Und die Anglikaner können ihre eigene Liturgie zu uns mitnehmen.“ Es gehöre zum ökumenischen Dialog, dass man sich neu kennenlerne. Er sei eine Bereicherung, zwinge zur Ehrlichkeit, man müsse sich auf das Eigene besinnen.

In Bezug auf das Zweite Vatikanische Konzil, bei dem die katholische Kirche vor 50 Jahren damit begonnen hatte, ihre Türen zu öffnen, rät Koch zur Gelassenheit: „Wir brauchen einfach mehr Zeit. Grundbedingung ist die Geduld, die (der französische Autor) Charles Péguy die ,kleine Schwester der Hoffnung‘ genannt hat. Das Konzil war ein rasanter Start, bis heute ist der Zielflughafen nicht erreicht. Aber der Pilot ist der Heilige Geist. Er hat diesen Flug gewollt und wird ihn auch zu Ende führen.“

http://diepresse.com/home/panorama/religion/751557/Martin-Luther-wollte-eine-erneuerte-Kirche
German Kardinal Koch: „Bei ethischen Fragen mit einer Stimme sprechen“
Feb 18, 2012

Die christlichen Kirchen müssen in ethischen Fragen endlich mit einer Stimme sprechen. Das hat der vatikanische Ökumene-Verantwortliche Kardinal Kurt Koch angemahnt. Der Schweizer Kurienkardinal ist Hauptreferent einer großen internationalen Ökumene-Tagung in Innsbruck, die noch bis Mittwoch geht. Im Gespräch mit Kathpress sagte Koch am Rande der Tagung, dass sich alle Kirchen für den Schutz des menschlichen Lebens von dessen Anfang bis zu dessen Ende einsetzen sollten.

„Doch da haben wir hinsichtlich der Frage der Stammzellforschung, der Abtreibung oder auch der Euthanasie – so glaube ich zumindest – nicht jene einmütige Stimme, die wir in der Gesellschaft haben müssten.“

Dasselbe gelte auch für die Bereiche Ehe und Familie und Homosexualität, fügte Kardinal Koch an. Ökumene decke einfach viele Bereiche ab und sei nicht nur für Experten wichtig.

„Ökumene ist nämlich nicht ein Hobby von Spezialisten und besonderen Liebhabern, sondern etwas, was sich aus dem Christsein selbst heraus ergibt. Dieses Bewusstsein ist meines Erachtens noch nicht so vorhanden, und da würde die besondere Verantwortung von Menschen in den Pfarreien, die also in einem besonderen Dienst stehen, darin bestehen, dieses Bewusstsein zu vertiefen und zu verbreiten.“

Während in einer früheren Phase der ökumenischen Bewegung das Losungswort geheißen habe: „Glaube trennt - Handeln vereint“, werde dieses heute gleichsam auf den Kopf gestellt. Dazu Koch:

„Eines der heutigen Probleme ist, dass wir zwar viele ökumenische Papiere haben, dass diese aber nicht von den Kirchenleitungen anerkannt sind. Das ist der große Vorteil der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre von Augsburg. Sie wurde vom Lutherischen Weltbund und von Rom angenommen. Deshalb schwebt mir eine neue Erklärung auf dieser Ebene vor - weil erst dann richtige Schritte unternommen werden können.“

Gegenwärtig sei es vor allem die Ethik, an der sich die Geister schieden, so Koch - der Glaube aber verbinde. Da hinter unterschiedlichen Sichtweisen zumeist Fragen des Menschenbildes stehen, sieht der Kurienkardinal auch die Ausarbeitung einer „gemeinsamen christlichen Anthropologie“ als eine große Aufgabe in der Ökumene:

„Das ist eine schwierige, aber schöne Arbeit. Wir haben keine Alternative. Die Einheit ist der Wille des Herrn und zu dem können wir keine Alternative finden. Die katholische Kirche hat sich, wie Papst Johannes Paul II. gesagt hat, definitiv und irreversibel für diesen Weg entschieden, deshalb müssen wir ihn weitergehen - mit allen Pannen, die geschehen können.“

Gespräche mit Orthodoxen

Zum Dialog mit der orthodoxen Kirche räumte Koch ein, dass die Gespräche der offiziellen katholisch-orthodoxen Dialogkommission zuletzt ins Stocken geraten waren. Die letzte Vollversammlung der Dialogkommission hatte sich im September 2010 in Wien mit der Rolle des Bischofs von Rom in der Gemeinschaft der Kirche des ersten Jahrtausends befasst. Es war aber in Wien nicht möglich, Übereinstimmung über ein gemeinsames Dokument zu finden.

„Es ist sicher kein Zufall, dass bei der Primatsfrage und der Bedeutung der Rolle des Bischofs von Rom große Hindernisse im Dialog entstehen. Das ist wirklich die einzige Frage, die uns von den Orthodoxen trennt. Dass das sehr viel Arbeit braucht, das ist nicht erstaunlich.“

Die orthodoxe Seite habe auch erklärt, in der Weiterarbeit an dieser historischen Frage keinen Sinn mehr zu sehen, deutete Koch an.

„Auf der anderen Seite muss man auch sehen, dass die orthodoxen Kirchen heute in einer nicht leichten Situation sind. Der Großteil ihrer Gläubigen lebt nicht mehr in ursprünglich orthodoxen Ländern, sondern in der Diaspora. Wir haben orthodoxe Kirchen in Österreich mit einem neuen Bischof. Auch in Amerika gibt es beispielsweise sehr viele orthodoxe Kirchen, und dasselbe gilt auch für Westeuropa. Das ist eine ganz große Herausforderung für die orthodoxen Kirchen, die es gewohnt sind, in orthodoxen Ländern bestimmend zu sein. Ein weiterer Punkt ist die panorthodoxe Synode. Sie haben seit der Kirchenspaltung keine Konzilien mehr durchgeführt. Von daher, denke ich, müssen wir Katholiken sehr viel Geduld mit den Orthodoxen haben und sie nicht drängen.“

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=562987
German Kardinal Koch: „Gebet ist Fundament der Ökumene“
Jan 25, 2012

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen steht ganz am Anfang der ökumenischen Bewegung. Daran erinnert der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch an diesem Mittwoch in einem Interview mit Radio Vatikan. Die Päpste haben bereits seit den Anfängen dieser Bewegung die ökumenische Gebetswoche befürwortet und gefördert. Der Dialog zwischen den verschiedenen Konfessionen kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

„Es ist ein Anfang der ökumenischen Bewegung, den wir nie hinter uns lassen können und dürfen. Die Gebetswoche begleitet uns, denn das Gebet für die Einheit ist das Fundament der Ökumene. Das Zweite Vatikanische Konzil spricht von der Seele der ökumenischen Bewegung, und wenn diese Bewegung ihre Seele nicht verlieren will, dann muss sie sich immer wieder beim Gebet treffen. Mit dem Gebet bringen wir zum Ausdruck, dass nicht wir Menschen die Einheit schaffen.“

Niemand könne sagen, wie die Einheit der Christen überhaupt aussehen werde. Auch der Zeitpunkt dieser Einheit sei unbekannt, so Koch weiter.

„Aber wir müssen alles daran setzen, dass wir gegenüber dem Heiligen Geist offen sind, der diese Einheit will und uns schenken wird.“

In den vergangenen Jahren sei das Ziel der Ökumene aus den Augen verloren worden. Die Kirchen und christliche Gemeinschaften hätten vor allem verschiedene Ziele in den Vordergrund gerückt, die nicht miteinander passten.

„Deshalb, glaube ich, ist es notwendig, sich wieder auf die Ursprünge zurückzubesinnen. Was ist denn eigentlich das Ziel? Für uns Katholiken genauso wie für die Orthodoxen geht es um die volle Einheit im Glauben, in den Sakramenten und in den kirchlichen Ämtern. Denn die Einheit ist ein Herzensanliegen des Herrn. Er hat dafür gebetet, dass alle eins seien, damit die Welt glaubt. Und deshalb gibt es für die Ökumene gar keine Alternative.“

Papst Benedikt XVI. habe in dieser Gebetswoche für die Einheit der Christen mindestens zweimal ganz deutlich zur Ökumene Stellung bezogen, fügt Kardinal Koch an. Bei der Generalaudienz und beim Angelus ging Benedikt auf die Gebetswoche ein.

„Der Papst hat den Akzent darauf gelegt, dass wir in der Ökumene und somit in der Einheit nur dann weiterkommen, wenn wir bereit sind, uns immer wieder neu transformieren zu lassen. Ökumene bedeutet somit gemeinsame Umkehr zu Christus.“

Benedikt XVI. feiert an diesem Mittwochabend zum Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen und zum Fest der Bekehrung des Apostels Paulus einen ökumenischen Vesper-Gottesdienst in der römischen Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Wir übertragen live und mit deutschem Kommentar ab 17.20 Uhr. Weitere Informationen finden Sie dazu auf unserer Homepage.

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=557559
German Ökumene: Kardinal Koch sieht kein gemeinsames Ziel der Kirchen
Jan 06, 2012
Präsident des Päpstlichen Einheitsrates referierte in Rom über aktuelle Herausforderungen in der Ökumene und Helmut Qualtinger

Rom (KAP) Vor der Devise des legendären Wiener Kabarettisten und Schauspielers Helmut Qualtinger als Leitmotto für die Ökumene hat Kardinal Kurt Koch gewarnt: "Ich weiß zwar nicht wohin ich will, aber dafür bin ich schneller dort." Das sei in der Ökumene kein gangbarer Weg, sagte der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates bei einem Vortrag in Rom. Es brauche zuerst eine Verständigung unter den Kirchen auf das gemeinsame Ziel, dieses Ziel werde derzeit aber immer undeutlicher, befand Koch, wie Radio Vatikan berichtete: "Wir haben verschiedene Konzeptionen von der Einheit, aber wie haben kein gemeinsames Ziel. Und das macht es schwierig." Nachsatz: "Wir müssen neu suchen, was das eigentliche Ziel ist."



Zugleich ortete der Kardinal in verschiedenen Kirchen eine "neue Rückbesinnung auf ihre eigene konfessionelle Identität". Koch: "Das kann ein großer Vorteil sein, weil man eine klare Identität haben muss, um im Dialog zu sein. Es kann aber auch sein, dass man sich von der Ökumene ein bisschen entfernt."



Eine weitere zentrale Herausforderung in der Ökumene sah Koch in den neuen Gesprächspartner der katholischen Kirche: "Wir haben ein ganz starkes Anwachsen von pentekostalischen Bewegungen. Das ist eine neue Realität in der ganzen Welt, die fast die zweitgrößte Bewegung nach der katholischen Kirche ist. Man muss eigentlich von einer Pentekostalisierung der Ökumene reden", sagte der Kurienkardinal.



Eine herausfordernde Anfrage an den ökumenischen Dialog stelle auch die Entwicklung dar, "dass heute zwischen den Kirchen vor allem ethische Fragen kontrovers sind und dass man auch den Dialog über diese ethischen Fragen stellen muss". Die meisten ethischen Fragen hätten mit dem Menschenbild zu tun, "sodass wir vor der Herausforderung stehen, eine gemeinsame ökumenische Anthropologie, also eine Lehre vom Menschen zu entwickeln".



Ökumenische Gespräche auf nationaler Ebene, wie beim jüngsten Besuch einer Delegation der Deutschen Bischofskonferenz in Moskau betrachtete Kardinal Koch positiv: "Die sind sicher sehr gut, weil wir vom Einheitsrat nur auf Weltebene handeln können. Viele Fragen stellen sich aber regional und da ist es ganz gut, wenn Bischofskonferenzen oder Delegationen in intensiven Kontakt mit einzelnen anderen Kirchen stehen. Ich kann das nur begrüßen und befürworten."



Ebenso haben nach Ansicht des Schweizer Kurienkardinals gemeinsame christliche Feiertage, wie das anstehende Weihnachtsfest, große Bedeutung für die Ökumene: "Die Ökumene steht und fällt damit, dass wir und auf das Kerngeheimnis zurückbesinnen, das uns ja gemeinsam ist und dieses vertiefen. Und Weihnachten, die Menschwerdung Gottes, ist dieses Kerngeheimnis des christlichen Glaubens. Und je näher wir in der Mitte des Glaubens zusammenrücken und uns zusammenfinden, umso näher werden wir auch gemeinsam zu einander kommen."



Zollitsch: Katholiken sollen Luther neu entdecken



Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat die Katholiken eingeladen, sich angesichts des 500-jährigen Reformationsgedenkens im Jahr 2017 verstärkt mit Martin Luther zu befassen. Dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte der Freiburger Erzbischof, die von Luther nie gewollte Spaltung der Kirche habe "zu viel Unglück in Deutschland geführt". Das "Reformationsgedenken" biete auch für katholische Christen eine Gelegenheit, sich mit Luther zu beschäftigen und in ihm einen "zutiefst gläubigen Menschen zu entdecken".



Der Papst habe bei seinem Besuch im Sommer dieses Jahres "keinen Zweifel daran gelassen, dass es Martin Luther mit seiner immensen geistigen Kraft um den Glauben an Jesus Christus, um einen Gott der Gnade, Barmherzigkeit und Liebe zu tun war", so Zollitsch. Papst Benedikt XVI. hatte bei seiner Deutschland-Visite auch das frühere Augustiner-Kloster in Erfurt besucht, wo Luther Mönch geworden war und nach seiner Priesterweihe erstmals Gottesdienste gefeiert hatte.
French Visite d'un cardinal de Curie au Bélarus
Nov 26, 2011

Un cardinal de la Curie romaine a rencontré le président du Bélarus, lundi 14 novembre à Minsk. L’occasion pour Alexandre Loukachenko de tenter d’obtenir le soutien du Saint-Siège, alors qu’il est fortement isolé sur la scène européenne, en butte aux critiques des Etats-Unis et confronté à une crise socio-économique sans précédent. En recevant, le cardinal Koch, président du Conseil pontifical pour la promotion de l’unité des chrétiens, accompagné du Métropolite orthodoxe Philarète de Minsk, le Président biélorusse a clairement laissé entendre qu’il attendait davantage de l’Eglise catholique. Alexandre Loukachenko, qui a encore durci les mesures restrictives contre la liberté d’expression et la répression de l’opposition, a affirmé, selon les médias russes, que la politique actuelle de l’Europe à l’égard de son pays était inacceptable et qu’il espérait que l’Eglise catholique prendrait sa défense. Au cours d’une tournée en Europe, en 2009, le président biélorusse avait également été reçu par le Pape au Vatican.
Le cardinal Koch est à Minsk pour participer à une conférence œcuménique, à l’invitation du Patriarcat de Moscou, une conférence de trois jours sur le dialogue entre catholiques et orthodoxes, alors que le rapprochement entre Rome et Moscou enregistre sans cesse de nouveaux progrès. Cette conférence internationale porte sur les valeurs éthiques chrétiennes comme contribution à la vie sociale de l’Europe. Dimanche, le cardinal Koch a célébré l’Eucharistie à la cathédrale catholique de Minsk.

http://www.oecumene.radiovaticana.org/fr1/Articolo.asp?c=537860
German Der Ökumenischer Notenschlüssel für die Neuevangelisierung
Oct 15, 2011

Die erneuerte Evangelisierung kann nur mit einem ökumenischen Notenschlüssel glaubwürdig wahrgenommen werden. Das sagte der Ökumenebeauftragte des Vatikan, Kardinal Kurt Koch, in seinem Eröffnungsvortrag für das neue Studienjahr im Stift Heiligenkreuz im Wienerwald an diesem Dienstag. Die Trennung der Christen, obwohl sie doch an den einen Herrn Jesus Christus glaubten, sei das große Ärgernis und der Skandal, der die Glaubwürdigkeit der Botschaft verdunkle.Schon seit Beginn der ökumenischen Bewegung vor 100 Jahren in Edinburgh hätten sich Ökumene und Evangelisierung als „Zwillingsschwestern“ erwiesen, so Koch.

„Die ökumenische Bewegung muss sich deswegen in besonderer Weise in den Dienst der Neuevangelisierung Europas stellen, und zwar in der Überzeugung, die Kardinal Walter Kasper prägnant so formuliert hat: ‚Wenn wir gemeinsam Zeugnis geben, wird unsere Stimme glaubwürdiger sein’.“

Heute zeigten sich neue Möglichkeiten zur Überwindung der Spaltung, etwa durch eine neue Konzentration auf eine gemeinsame Linie in ethischen Fragen, so Koch. Weiter unterstrich er, dass das Projekt der Neuevangelisierung gerade auch in der zentralen Konzentration auf die Gottesfrage auf die Ökumene verweise: Heute sei es diese Gottesfrage, die viele Menschen bewege und die damit auch an die ökumenischen Türen klopfe. Angesichts einer weitgehenden Verdrängung der Kirchen aus der Öffentlichkeit und einer zugleich auftretenden „neuen Götterdämmerung" in Form einer „Vergötzung irdischer Wirklichkeiten" sei eine „Neuevangelisierung in ökumenischer Offenheit" massiv gefragt, etwa bei der Verteidigung der Menschenwürde oder im Lebensschutz.
Die Spaltung der Christen, besonders die im 16. Jahrhundert erfolgte, sei letztlich auch verantwortlich für die Säkularisierung Europas:

„Als Christen in Europa dürfen wir aus unserem historischen Gedächtnis die Tatsache nie verdrängen, dass die neuzeitliche Erklärung des christlichen Glaubens zur reinen Privatsache des einzelnen Menschen mit seiner Abdrängung aus der gesellschaftlichen Öffentlichkeit in einer tragischen Weise vom Christentum selbst verschuldet ist.“

Heute gehe es darum, gemeinsam einen positiven Missionsbegriff zurückzugewinnen, der die Verbreitung des Glaubens als einen „freiheitlichen Vorgang der Kommunikation" und als einen „belebenden Dialog" verstehe.

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=526212
German Ökumene: Kardinal Koch nimmt Papst vor Kritik in Schutz
Oct 15, 2011
Präsident des Päpstlichen Einheitsrates zu Aussagen Benedikts XVI. in Deutschland: Hoffnung auf Eucharistiegemeinschaft mit Orthodoxie keineswegs "Ohrfeige" für Protestanten

Vatikanstadt (KAP) Der für Ökumenefragen zuständige Kurienkardinal Kurt Koch hat Vorwürfe zurückgewiesen, Papst Benedikt XVI. habe bei seiner Deutschlandreise ökumenische Erwartungen enttäuscht. Es sei überzogen gewesen, vom Papst bei diesem Anlass die Entscheidung von Fragen zu erwarten, die die gesamte Weltkirche betreffen, sagte der Präsident des vatikanischen Rates zur Förderung der Einheit der Christen in einem "Kathpress"-Interview. Benedikt XVI. habe deutlich gemacht, dass der mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil eingeschlagene Weg der Ökumene für die katholische Kirche unumkehrbar sei.



"Enttäuschungen hängen immer von den Erwartungen ab", sagte Koch zur Kritik an Äußerungen des Papstes in Erfurt. Für Benedikt XVI. habe die Begegnung mit den evangelischen Christen und das gemeinsame Gebet um die Einheit im Vordergrund gestanden. Der Papst habe sich sehr positiv zu Martin Luther geäußert und dessen "Leidenschaft der Gottesfrage" gewürdigt. Allerdings bedeute dies keine pauschale Rehabilitierung Luthers.



Der Papst habe bei seinem Deutschlandbesuch kein Gastgeschenk im Sinne eines politischen Verhandlungsmandats mitgebracht, stellte Koch klar. Er habe die Gemeinsamkeiten sowie die ökumenischen Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte hervorgehoben und betont, "dass wir dies auf keinen Fall verlieren dürfen". Koch verwies darauf, dass der Vatikan mit dem Lutherischen Weltbund zum Reformationsgedenken 2017 ein gemeinsames Dokument erarbeite.



Auch die vom Papst vorgetragene Hoffnung auf Eucharistiegemeinschaft mit der Orthodoxie sei keineswegs eine "Ohrfeige" für die Protestanten, denen er in diesem Punkte nicht entgegenkomme, sagte Koch: "Das ist ein völliges Missverständnis." Der Papst habe bei der Begegnung mit orthodoxen Vertretern den Wunsch nach voller Kirchengemeinschaft und daher auch Eucharistiegemeinschaft zum Ausdruck gebracht. Dieser Zusammenhang zwischen Kirchengemeinschaft und Eucharistiegemeinschaft werde von evangelischen Christen so nicht geteilt, sagte der Kardinal.
German Kardinal Koch: „Kirche ist kein Sündenbock“
Sept 21, 2011

Die katholische Kirche muss derzeit vieles erdulden. Unbegründete Kritik bekommt sie auch hinsichtlich ihrer ökumenischen Haltung zu spüren. Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan der päpstliche Ökumene-Verantwortliche, Kurienkardinal Kurt Koch. Seit etwas mehr als ein Jahr leitet der Schweizer den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen. Seine Bilanz:

„Ich kann immer weniger die Kritik verstehen, die sagt, dass Rom schuld daran sei, dass die Ökumene nicht weiterkommt. Ehrlich gesagt kenne ich keine Kirche, die soviel in die Ökumene investiert wie die katholische Kirche. Trotzdem ist sie immer an allem schuld. Diese Sündenbock-Theorie möchte ich in Frage stellen, weil Ökumene einfach Zeit und Geduld braucht.“

Bei den Begegnungen mit Patriarchen, Metropoliten und Vertreter von anderen christlichen Kirchen habe er festgestellt, dass…

„der Heilige Vater schon längst so etwas wie einen ökumenischen Petrusdienst ausübt. Viele suchen das Gespräch mit dem Papst und so ist er ein Bezugspunkt für viele Kirchen geworden. Das find ich sehr schön. Das müssen wir vertiefen und weiterführen. Denn die Ökumene lebt, steht und fällt mit der persönlichen Begegnung.“

Im Rahmen des Deutschland-Besuchs von Papst Benedikt XVI. ist am kommenden Freitag eine ökumenische Begegnung vorgesehen. Der Papst will im Augustinerkloster in Erfurt mit 20 Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zusammentreffen.

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=521431
German Es gibt auch eine Diktatur der Toleranz“
Sept 21, 2011
Kardinal Kurt Koch, Präsident des Ökumene-Rates im Vatikan, sieht ein gemeinsames Abendmahl von Katholiken und Protestanten noch in sehr weiter Ferne. Im Interview erläutert er zudem, welche Hindernisse er noch auf dem Weg zur Einheit der Christen sieht

FOCUS Online: Eminenz, was hat Ihr Päpstlicher Rat für die Einheit der Christen zur Vorbereitung der Staatsvisite beigetragen?

Kardinal Kurt Koch: Wir haben natürlich die Informationen, die wir haben, weiter gegeben auch die Wünsche von deutschen Katholiken und Protestanten.

FOCUS Online: Gibt es Verständnis dafür in Rom, dass Luther vor 500 Jahren, als wie wir wissen in Rom haarsträubende Zustände herrschten, die Reformation anstieß?
Koch: Es gab auf beiden Seiten Fehler. Luther aufgrund des Hintergrunds der dunklen Seiten in Rom zu glorifizieren ist zu einfach.

FOCUS Online: Wird es die gemeinsame Kommunion für Katholiken und Protestanten irgendwann mal geben, oder sollte man sich keine Illusionen machen?

Koch: Das Grundproblem ist, dass es keine Abendmahlgemeinschaft ohne Kirchengemeinschaft geben kann. In diesem Grundsatz besteht ein Unterschied zwischen der katholischen Kirche und den aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen. Über diesen müssen wir uns weiterhin verständigen.

FOCUS Online: Was fehlt dafür aus katholischer Sicht?

Koch: Ein gemeinsames Verständnis dafür, was für das Kirchsein konstitutiv ist.

FOCUS Online: Läuft die Diskussion?

Koch: Viel zu wenig. Die Erklärung der Glaubenskongregation „Dominus Iesus“ hat bei den Protestanten viel Verstimmung ausgelöst. Dabei sollten wir nicht stehen bleiben, sondern darüber miteinander ins Gespräch kommen, welches Verständnis von Kirche für die jeweilige Seite wegleitend ist.

FOCUS Online: Aber so leiden vor allem die treuesten Mitglieder Ihrer Kirche.

Koch: Würden wir bereits jetzt die Abendmahlgemeinschaft praktizieren, würden wir kaum noch an der fehlenden Kirchengemeinschaft leiden. Ich persönlich leide am meisten darunter, dass viele es gar nicht mehr als Problem betrachten, dass wir in getrennten Kirchen leben.

FOCUS Online: Mit den Orthodoxen ist man sich sehr nahe. Könnte die Hauptfrage, die vom Primat des Papstes, bald geklärt werden?

Koch: Nein. Wir haben Jahrhunderte lang aneinander vorbei gelebt. Deshalb wird es Zeit brauchen, dies wieder zusammen zu fügen. In der derzeitigen Diskussion stehen die Themen Primat – unsere Stärke – und Synodalität – die Stärke der Orthodoxen – im Vordergrund. Wir wollen keine Einheit auf dem kleinsten Nenner, sondern das Zusammenführen der beiden Stärken.

FOCUS Online: Wie wichtig ist der Primat des Papstes?

Koch: Wenn wir ihn nicht hätten, wäre auch die katholische Kirche in mehrere nationale Ortskirchen auseinander gefallen.

FOCUS Online: In Deutschland sind die Diskussionen innerhalb der katholischen Kirche sehr lebhaft: Wie sieht man das in Rom?

Koch: Auseinandersetzungen sind ein Zeichen von Leben. Ich bedaure freilich am meisten, dass diejenigen, die das Wort Toleranz ständig benutzen, manchmal sehr intolerant sein können. Es gibt auch eine Diktatur der Toleranz. Toleranz heißt doch, dass ich den anderen Menschen in seinem Anderssein akzeptiere. Ich frage mich auch bei den Atheisten, warum sie so kämpferisch sind. Denn wenn ich an etwas nicht glaube, würde ich nicht so viel Energie in den Kampf dagegen investieren.

FOCUS Online: Atheisten werden auch in Deutschland stärker.

Koch: Ich empfinde den kämpferischen Atheismus nicht als große Herausforderung, denn was ich da so lese, geht über einen vulgären Atheismus vergangener Zeiten nicht hinaus. Das größere Problem ist für mich der Agnostizismus, der die Frage offen lässt, ob es Gott überhaupt gibt oder nicht.

http://www.focus.de/politik/ausland/oekumene-kardinal-koch-es-gibt-auch-eine-diktatur-der-toleranz_aid_666969.html
French Le cardinal Koch évoque un œcuménisme des martyrs
Sept 21, 2011
Intervention à la rencontre internationale de prière pour la paix de Munich

ROME, Mercredi 14 septembre 2011 (ZENIT.org) – Alors que les chrétiens vivent encore dans ce monde dans une « communion encore imparfaite », les martyrs se trouvent eux, « dans la gloire céleste », dans une communion parfaite. C’est pourquoi nous devons dès aujourd’hui « vivredans l’espérance que le sang des martyrs de notre temps devienne un jour semence de la pleine unité du Corps du Christ ».

C’est ce qu’affirme lecardinal Kurt Koch, président du Conseil pontifical pour l’unité des chrétiens, qui est intervenule 12 septembre à la rencontre internationale de prière pour la paix organisée à Munich par la communauté Sant’Egidio et l’archidiocèse de Munich et Freising sur le thème « Destinés à vivre ensemble. Religions et cultures en dialogue ».

En prenant la parole lors d’une table-ronde intitulée « Unité des chrétiens, amour des pauvres », le prélat a rappelé que la foi chrétienne est aujourd’hui la plus persécutée. Selon l’Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (Organisation internationale pour les droits humains), 80 % de ceux qui sont persécutés à cause de leur foi sont chrétiens.

« Ce bilan déconcertant » est « un grand défi pour l’œcuménisme chrétien, appelé à manifester une solidarité réelle », a affirmé le cardinal. « Puisqu’aujourd’hui toutes les Eglises et les communautés ecclésiales chrétiennes ont leurs martyrs, nous devons parler d’un véritable œcuménisme des martyrs qui recueille en soi une belle promesse : malgré le drame des divisions entre les Eglises, ces solides témoins de la foi ont montré que Dieu lui-même maintient entre les baptisés la communion de foi témoignée par le sacrifice suprême de la vie à un niveau plus profond ».

« Alors que nous, comme chrétiens et comme Eglises, vivons sur cette terre dans une communion encore imparfaite, les martyrs dans la gloire céleste se trouvent dès maintenant dans une communion pleine et parfaite », a-t-il expliqué.

Les martyrs, a-t-il affirmé en citant Jean-Paul II, sont donc « la preuve la plus significative que chaque élément de division peut être transcendé et dépassé dans le don total de soi à la cause de l’Evangile ».

L’œcuménisme des martyrs confirme ce que croyait Tertullien, docteur de l’Eglise : « le sang des martyrs est semence de chrétiens ».

« Aujourd’hui encore, comme chrétiens, nous devons vivre dans l’espérance que le sang des martyrs de notre temps devienne un jour semence de la pleine unité du Corps du Christ », a-t-il affirmé. « Mais cette espérance, nous devons la témoigner de manière crédible dans l’aide efficace rendue aux chrétiens persécutés dans le monde, en dénonçant publiquement les situations de martyre et en s’engageant en faveur du respect de la liberté religieuse et de la dignité humaine ».

« L’œcuménisme des martyrs ne constitue pas seulement le noyau de la spiritualité œcuménique, aujourd’hui si nécessaire, mais il est aussi le meilleur exemple de ce que la promotion de l’unité des chrétiens et l’amour privilégié pour les pauvres sont absolument indissociables », a conclu le cardinal Koch.

http://www.zenit.org/article-28930?l=french
Spanish El cardenal Koch aboga en Ginebra por una “tónica ecuménica”
May 29, 2011

WCC-CMI.- El cardenal Kurt Koch, presidente del Consejo Pontificio para la Promoción de la Unidad de los Cristianos (CPPUC) desde julio de 2010, ha completado su primera visita oficial al Consejo Mundial de Iglesias (CMI) en el Centro Ecuménico de Ginebra, Suiza.Koch fue invitado por el secretario general del CMI, reverendo Olav Fykse Tveit. La visita brindó a ambos la oportunidad de analizar la importante cooperación actual entre la Iglesia Católica Romana y el CMI.

En el transcurso de la visita que tuvo lugar del 8 al 10 de mayo, el cardenal se reunió con miembros del personal de los programas del CMI y con dirigentes de la Federación Luterana Mundial (FLM) y la Comunión Mundial de Iglesias Reformadas (CMIR).El programa incluyó asimismo una cena con el profesorado y el personal del Instituto Ecuménico de Bossey, Suiza, que está patrocinado por el CMI.

El que fuera obispo católico de Basilea volvió a su tierra natal para familiarizarse con el CMI y discutir los planes para las futuras etapas de la búsqueda de la unidad cristiana.Durante una serie de conversaciones, Koch reconoció la importancia de “recoger los frutos” de anteriores diálogos entre iglesias, organismos confesionales y reuniones multilaterales como las auspiciadas por el CMI. Su predecesor, el cardenal Walter Kasper, ya ponía énfasis en esa “recolección”.

Un primer paso fue examinar los acuerdos históricos, a lo que siguió un proceso deliberado de “acogida” de acuerdos en que las iglesias individuales y los cristianos se familiarizan con los convenios y las nuevas percepciones alcanzados por medio de los diálogos, dijo.

Tveit, por su parte, consideró imprescindible que “no se permita que [tales acuerdos] sigan siendo tesoros ocultos”; al contrario, los acuerdos se tienen que publicar y debatir ampliamente en los contextos locales.

Durante un debate sobre el papel del CMI en el movimiento ecuménico único en que participaban los secretarios generales del CMI, la FLM y la CMIR, el secretario general de la FLM, reverendo Martin Junge, observó la “interdependencia” de las conversaciones multilaterales y los diálogos bilaterales.

Los “bilaterales” son encuentros personales entre dos tradiciones confesionales, como en el diálogo católico-anglicano, el diálogo luterano-metodista o el diálogo ortodoxo-reformado. En los procesos “multilaterales” hacia la unidad cristiana, tal y como se practican con frecuencia a través del CMI y su Comisión de Fe y Constitución, participa una amplia muestra representativa de las distintas tradiciones teológicas.

Junge describió “múltiples niveles de compromiso” entre las iglesias y las familias confesionales, que implican complejidades de interpretación basadas en las características propias de las pautas de diversidad regionales e históricas. Además, pidió “intercambios transcontextuales en que se pueda comprender mejor el carácter policéntrico de la tradición cristiana”.

Admitiendo que los interlocutores se encuentran “en una mesa compleja”, el reverendo Setri Nyomi, secretario general de la CMIR, dijo que al margen de la diversidad del cristianismo, había un amplio abanico de temas y ámbitos que las iglesias están aprendiendo a tratar conjuntamente. No basta con centrarse en los aspectos académicos o meramente eclesiales de la teología y la doctrina: “fe y constitución, justicia, paz, defensa de causas, servicio… ¡todo está unido!”

Junge y Nyomi expresaron su agradecimiento por el papel del CMI a la hora de “convocar” a diversas iglesias y organismos conexos a una mesa común. Tveit manifestó que espera que la honestidad y el valor moral presentes en los diálogos difíciles estén propiciando “relaciones fuertes” en vez de las relaciones “débiles” promovidas por encuentros entre cristianos menos ambiciosos.

“El desacuerdo ético puede amenazar la unidad”, dijo Tveit con respecto a los riesgos de un intercambio de palabras franco. “Pero cuando logramos un acuerdo ético sobre cuestiones de justicia y de paz que conduce a una acción conjunta, es entonces cuando entablamos relaciones fuertes”.

Koch fue acompañado en su viaje por el monseñor Gosbert Byamungu y el sacerdote Gregory Fairbanks, miembros del personal del Consejo Pontificio.

Durante una meditación en la oración matutina del martes en la capilla del Centro Ecuménico, Koch observó: “En el mundo de hoy, el testimonio cristiano debe tener una tónica ecuménica para que su melodía no suene cacofónica sino sinfónica. Dentro del ecumenismo, por lo tanto, hay algo mucho más importante que cualquier objetivo de la política eclesial: la renovación diaria del proceso de maduración de lo esencial, concretamente una fe que se hace realidad en el amor”.

En la imagen, el cardenal Kurt Koch, presidente del Consejo Pontificio para la Promoción de la Unidad de los Cristianos, y el reverendo Olav Fykse Tveit, secretario general del CMI.

http://www.periodistas-es.org/religiones-ciudadania/el-cardenal-koch-aboga-en-ginebra-por-una-tonica-ecumenica
German Priestern ist "Gottestherapie" aufgetragen
May 10, 2011
Kurienkardinal feierte Gottesdienst im Eisenstädter Dom und leitete diözesanen Priestereinkehrtag

Eisenstadt (KAP) Den Priestern ist in der heutigen Welt "nicht irgendeine Heiltätigkeit, sondern Gottestherapie aufgetragen". Das sagte Kurienkardinal Kurt Koch bei einem Gottesdienst in Eisenstadt. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates leitete den diözesanen Einkehrtag und zelebrierte u.a. die Chrisam-Messe im Eisenstädter St. Martins-Dom. Nach dem Vorbild Jesu Christi müsse sich der Priester in seinem Dienst durch Glaubwürdigkeit und Barmherzigkeit auszeichnen. Der Priester müsse an Jesus "Maß nehmen".



Weiters sei der priesterliche Dienst kein Selbstzweck, sondern stets ein stellvertretender Dienst, den Christus durch den Priester an der Kirche vollziehe, so Koch: "Nur wenn der Priester sich selbst nicht für wichtig hält, kann er wahrhaft wichtig werden." Insofern sei der Priester in eine besondere Form der Nachfolge Jesu berufen und gehalten, ein "Mann des Gebetes zu sein". So habe er die Kraft, "tief im Leiden dieser Welt" zu stehen und zu versuchen, "sie zu verändern, sie zu Gott zu führen", zitierte Koch aus einer "Lectio Divina" Papst Benedikts XVI. aus dem Vorjahr.



Als Betende stünden Priester und Laien gemeinsam vor Gott - und nur in dieser gemeinsamen Bewegung aus der jeweils persönlichen Gottesbeziehung heraus werde es möglich, "auch im Alltag in erneuerter Weise zueinander zu stehen", so Koch.



In besonderer Form müsse sich der Priester heute auch als "Heiler" verstehen, der mit den Sakramenten eine wichtige "Seelenarznei" austeile. In der Mitte der "himmlischen Apotheke", derer sich der Priester zu bedienen habe, stehe die Eucharistie als "Heilmittel der Unsterblichkeit", so Kardinal Koch.
German Neue liturgische Bewegung notwendig
Apr 17, 2011
Liturgiereform von 1970 kann unmöglich als "Schlussform" verstanden werden

Mainz, 05.04.2011 (KAP) Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch hält eine neue liturgische Bewegung für notwendig. Diese müsse den Mut haben, positive Früchte der nachkonziliaren Liturgieentwicklung zu schützen und "Schattenseiten" zu korrigieren, erklärte der Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen am Dienstag im rheinländischen Vallendar.

Die Liturgiereform von 1970 könne unmöglich als "Schlussform" verstanden werden, meinte Koch. Er wies darauf hin, dass die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) nach wie vor nicht vollständig rezipiert worden sei, insbesondere nicht ihr theologischer Ansatz. Ziel einer neuen liturgischen Bewegung müsse es sein, das wahre Erbe des Konzils in der heutigen Situation der Kirche neu fruchtbar zu machen.

Koch sprach bei einem am Mittwoch zu Ende gehenden Symposion über "Die Liturgie der Kirche". In der katholischen Kirche bezeichnet der Begriff Liturgie die Gesamtheit des gottesdienstlichen Tuns. Veranstalter des Symposions ist das an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) angesiedelte "Kardinal Walter Kasper Institut für Theologie-Ökumene-Spiritualität".

http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/38504.html
Italian Il cardinale Koch: la sfida per le Chiese è avere una sola voce nelle grandi questioni etiche
Apr 17, 2011

La grande sfida oggi per le Chiese cristiane è quella di “parlare con una sola voce davanti alle grandi problematiche etiche del nostro tempo”. Ad indicarla, all’interno di un lungo ed articolato intervento ripreso dall'agenzia Sir, dedicato agli “Sviluppi ecumenici e nuove sfide” è stato il cardinale Kurt Koch, presidente del Pontificio Consiglio per la promozione dell’unità dei cristiani, intervenendo ieri a Venezia ad un convegno promosso dall’Istituto San Bernardino. “Nel corso degli ultimi anni e degli ultimi decenni, nell’ecumenismo sono emerse in campo etico fortissime tensioni e divergenze”. Il cardinale ha fatto riferimento a quelle “diventate particolarmente visibili all’interno della Comunione anglicana mondiale, dove hanno originato una dolorosa divisione, spingendo gruppi interi di fedeli, insieme ai loro parroci e vescovi, ad entrare nella Chiesa cattolica”. In realtà – ha poi aggiunto – “risposte divergenti a sfide bioetiche e di etica sociale” sono presenti” anche in altre Chiese e Comunità ecclesiali”. Particolarmente sentita, a questo riguardo, è “la problematica dell’omosessualità , sia che si parli di ammissione di omosessuali praticanti ai ministeri ecclesiali che di benedizione di unioni omosessuali. Sembra paradossale – commenta il cardinale Koch – che, mentre si è riusciti in parte a superare vecchie opposizioni confessionali riguardanti le posizioni di fede o perlomeno ad operare reciproci avvicinamenti, oggi affiorino soprattutto grandi divergenze sulle questioni etiche. Mentre in una fase precedente del movimento ecumenico, vigeva il motto: ‘La fede divide e l’agire unisce’, oggi sembra essere vero l’esatto contrario: è soprattutto l’etica che divide, mentre la fede unisce. Ma se le Chiese e le Comunità cristiane non riusciranno a parlare con una sola voce davanti alle grandi problematiche etiche del nostro tempo, allora ciò nuocerà alla credibilità dell’ecumenismo cristiano stesso nelle odierne società. Poiché dietro tali problemi si celano questioni che riguardano il concetto di uomo, il grande compito del futuro che spetterà all’ecumenismo, sarà quello di elaborare una antropologia cristiana comune”.

http://www.oecumene.radiovaticana.org/it1/Articolo.asp?c=474863
German Das Jesus-Bekenntnis des Papstes
Apr 02, 2011

„Zunächst einmal kann es nicht überraschen, was jetzt in diesem Buch stehen wird, weil Papst Benedikt sehr viel zum jüdisch-christlichen Dialog beigetragen hat und ihn sehr vertieft hat.“

So schätzt Kardinal Kurt Koch, als Ökumeneverantwortlicher des Heiligen Stuhles auch für die Kontakte mit dem Judentum zuständig, das heute erscheinende Buch ein. Noch als Bischof von Basel hatte Koch 2007 eine Hinführung zum ersten Band geschrieben, den er bei dieser Gelegenheit ein „theologisches Portrait Jesu“ nannte. Durch das ganze Buch ziehe sich „das Bemühen, die Türe für das Geheimnis Jesu zu öffnen“. Die Gründe für das Schreiben seien vielfältig, so sagte Kardinal Koch gegenüber Radio Vatikan.

„Erstens natürlich biographisch: Es war immer schon der Wunsch des Heiligen Vaters, ein Buch zu schreiben. Er hat nicht damit gerechnet, Papst zu werden. Dass er es jetzt noch schreibt, zeigt natürlich, welches der innerste Kern seines Pontifikates ist. Es geht ihm um eine innere Erneuerung der Kirche, dass die Kirche wieder zu ihrem innersten Kern zurück findet. Und das ist natürlich die persönliche Beziehung zu Jesus Christus.“

Neben dem Ernten der Früchte lebenslangen Forschens sei es aber eben doch auch ein Werk nicht nur des Gelehrten Joseph Ratzinger, sondern auch des Papstes Benedikt XVI.

„Schon Petrus musste in Galiläa ein Jesus-Bekenntnis ablegen. So steht es dem Nachfolger des Petrus sehr schön an, in aller Öffentlichkeit sein persönliches Christusbekenntnis abzulegen, weil es für ihn ja zentral ist, dass man nicht unterscheiden kann zwischen dem historischen Jesus und dem Jesus des Glaubens. Der Jesus, wie er uns in der Heiligen Schrift und in der Tradition der Kirche begegnet, ist der wahre Jesus. Ich glaube, dass der Papst hier wirklich in den Kern des Christentums vordringt und damit zeigt, worum es in seinem ganzen Pontifikat geht..“
... und mit Blick auf den vor ihm liegenden, noch ungeöffneten zweiten Band des Werkes ...
„Ich bin selber sehr gespannt auf den zweiten Teil des Buches, geht es hier doch um das Zentrale des Leidens, Sterbens und Auferstehens Jesu Christi, das ja das innerste Mark der christlichen Hoffnung ist.“

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=468693
German Kardinal Koch: Moskau, „noch viele offene theologische Fragen“
Apr 02, 2011

Katholiken und Orthodoxe sind Verbündete und keine Konkurrenten. Das sagt uns der vatikanische Ökumene-Verantwortliche, Kardinal Kurt Koch, nach seinem jüngsten Besuch in Moskau. Vergangene Woche traf der Schweizer Kurienkardinal den Moskauer Patriarchen Kyrill I. in Russland, um sich über den Stand der Ökumene auszutauschen. Mario Galgano mit Einzelheiten.

Der ökumenische Dialog besteht vor allem in den persönlichen Beziehungen zwischen den Gläubigen. Das betont Kardinal Kurt Koch. Deshalb sehe er seine Aufgabe als Ökumene-Verantwortlicher des Papstes darin, wichtige Vertreter anderer christlicher Kirchen und Gemeinschaften zu treffen und mit ihnen über die Zukunft des Christentums zu sprechen. Das galt auch in Moskau.

„Es war eine sehr herzliche Begegnung. Ich habe Kyrill erstmals als Patriarchen getroffen. Kurzum, es war mein Antrittsbesuch in Moskau. Denn es war mein Anliegen, möglichst bald nachdem ich im November in Konstantinopel beim Ökumenischen Patriarchen war, auch den russisch-orthodoxen Patriarchen zu besuchen. Wir haben sehr offen miteinander gesprochen. Es war sein Anliegen, meine Meinung zum Stand der Ökumene zu erfahren.“

Katholiken und Orthodoxe haben sehr viel gemeinsam, sagt Kardinal Koch. Er ortet aber auch offene Arbeitsfelder:

„Was die konkrete Ökumene mit der russisch-orthodoxen Kirche betrifft, so ist mir deutlich geworden, dass wir noch einige Arbeit vor uns haben. Das betrifft vor allem den theologischen Dialog.“

Mehrmals traf Kardinal Koch den russisch-orthodoxen Metropoliten Hilarion Alfejew. Er ist Außenamtsleiter und somit der „Zweite Mann“ des Moskauer Patriarchats nach Kyrill. Hilarion hat eine sogenannte „Strategische Allianz“ zum Schutz grundlegender Werte des Christentums in Europa ins Leben gerufen und sucht dabei den Schulterschluss mit dem Papst. Kardinal Koch hält die „Strategische Allianz“ für ein taugliches Vorhaben und sagt, er habe mit Hilarion vor allem zwei Aspekte vertieft: den Namen und das genaue Ziel des Bündnisses.

„Für mich kann das, was Metropolit Hilarion vorhat, nur legitim sein, wenn es ein Schritt auf die volle kirchliche Gemeinschaft ist und nicht eine Alternative darstellt.“

Auch an der Bezeichnung „Strategische Allianz“ kann man noch feilen, meint Kardinal Koch.

„Ein Projekt braucht einen guten Namen. Und wenn man von ‘strategischer Allianz’ spricht, dann klingt das eher militärisch. Daher müsste man meiner Meinung nach dieses Projekt anders benennen.“

Hilarion habe ihm da letztlich zugestimmt, sagt Koch. Man wolle nicht gegen, sondern für etwas eintreten.

„Es geht nicht darum, gegen verschiedene Tendenzen in der Gesellschaft zu kämpfen, sondern die grundlegenden Werte des christlichen Glaubens in der heutigen Welt zu bezeugen. Das ist ja genau der Weg, den Papst Benedikt XVI. eingeschlagen hat. Er sagt immer wieder, dass unsere Kirche oft als Verbotsinstitution wahrgenommen werde. Das stimmt aber gar nicht. Wir haben etwas Positives zu verkünden. Erst vor dem Hintergrund dieses Positiven können dann möglicherweise gewisse Verbote ausgesprochen werden.“

Eine Schlüsselrolle in der Beziehung zwischen der römisch-katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche spielt die mit Rom unierte griechisch-katholische Kirche in der Ukraine: Moskau sieht sie als Hürde in der Beziehung zu Rom. Diese Woche wählt die griechisch-katholische Kirche in Kiew ein neues Oberhaupt. Vorher möchte sich Kardinal Koch zu dieser delikaten Frage nicht äußern, zumal er auch einen Besuch in der Ukraine ins Auge fasst. Ein Termin für diese Visite ist aber noch nicht bekannt.

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=472207
German „Flugverbot kommt zu spät"
Apr 02, 2011

Kurienkardinal Kurt Koch hat die "Hilflosigkeit der internationalen Staatengemeinschaft" gegenüber dem libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi ein "großes Ärgernis" genannt. Er befürworte aber einen internationalen Einsatz in Libyen, solange das Ziel eines solchen Vorhabens der Schutz der lokalen Bevölkerung sei, sagt der aus der Schweiz stammende Präsident des Päpstlichen Einheitsrates an diesem Montag gegenüber Radio Vatikan:
„Ich finde die Situation in Libyen äußerst tragisch. Vor allem bewegt mich die Hilflosigkeit der internationalen Staatengemeinschaft, diesem Phänomen entgegenzuwirken. Jetzt hat man versucht, zumindest ein Flugverbot durchzusetzen. Das kommt aber zu spät. Es ist ein großes Ärgernis, wie die ganze Welt zuschaut, wie ein Diktator sein eigenes Volk umbringt. Das zeigt aber einmal mehr, dass wir glauben, klug zu sein, indem wir die Vergangenheit beurteilen, doch unklug sind, die Zeichen der Gegenwart zu erkennen.“
Die westlichen Truppen haben in der Nacht auf Montag eine zweite Angriffswelle in Libyen gestartet. Die deutsche Regierung lehnt weiterhin eine Beteiligung an dem Einsatz ab. Eine offizielle Stellungnahme des Vatikans für oder gegen einen Einsatz gibt es bisher nicht. Der Papst rief am Sonntag beim Angelusgebet zum Schutz der Zivilbevölkerung auf.

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=471702
German „Glaubwürdig dank Einheit“
Mar 06, 2011

Die Einheit der Christen ist kein Endpunkt, sondern eine Voraussetzung für die glaubwürdigere Verkündigung des Evangeliums in der Welt. Das sagt der vatikanische Ökumene-Verantwortliche, Kardinal Kurt Koch, zur Gebetswoche für die Einheit der Christen. Je geeinter die Christen aufträten, umso überzeugender wirke ihre Botschaft auf Außenstehende. Mario Galgano hat den Schweizer Kurienkardinal gefragt, was die Gebetswoche für die Gläubigen bedeute, die derzeit unter Verfolgung litten. (rv)

Lesen und hören Sie hier das gesamte Interview mit Kard. Koch
Heute ist ja die christliche die Religionsgemeinschaft, die am meisten verfolgt wird. Welche Botschaft richten Sie an die verfolgten Christen, vor allem im Nahen Osten, im Kontext der Woche der christlichen Einheit?
„Ich glaube es ist gerade im Westen höchste Dringlichkeit, dass wir diese Christenverfolgungen in der heutigen Welt wahrnehmen. Für viele Christen in Europa sind Christenverfolgungen eine Sache der Kirchengeschichte. Davon weiß man. Aber dass heute die Christen jene Religionsgruppe sind, die am meisten verfolgt sind, ist leider noch nicht ins allgemeine Bewusstsein gedrungen und das sollte gerade in dieser Einheitswoche neu sichtbar werden, indem wir für die verfolgten Christen beten, indem wir die Märtyrer-Situationen öffentlich anklagen und auch für die in Westeuropa im Aufwind befindliche Christianophobie sensibler wahrnehmen. Wir haben hellsichtige Augen für den neu entstehenden Antisemitismus, für die Islamophobie, die sich breit macht, aber wir sind eigentlich blind für die Christianophobie, die mitten unter uns gegenwärtig ist.“
Auf dem Weg der Einheit der Christen, wo befinden wir uns da heute?

„Auf dem Weg. Weder am Anfang, noch am Ziel und wir dürfen nicht so tun als wären wir jetzt am Anfang, aber wir können auch nicht so tun, als wären wir jetzt am Ende. Wir sind auf einem Weg, der viel Geduld braucht, aber Geduld ist „die kleine Schwester der Hoffnung“. Und ob wir Hoffnung haben, zeigt sich auch und gerade darin, ob wir unsere Geduld bewähren.“
Apropos Schwestern und Brüdern, die uns begleiten: Da gibt es ja die Orthodoxen, die Protestanten… Wie ist denn das Verhältnis zu diesen, die sich mit uns auf dem Weg befinden?

„Ich glaube der Hauptunterschied besteht darin, dass wir mit den orthodoxen und den altorientalischen Kirchen sehr viel gemeinsam haben. Also wenn ich mit den altorientalischen Kirchen in Kontakt komme, von denen wir 1500 Jahre getrennt sind, fühle ich mich zu Hause. Weil sie haben dieselbe ekklesiale Struktur. Was uns ein bisschen trennt, oder voneinander weit hält, ist die verschiedene Kultur. Mit denen aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen haben wir nicht eine so breite Basis des Glaubens, aber wir haben dieselbe Kultur. Und für viele Christen, Katholiken wie Reformierte, ist manchmal die Kultur wichtiger als der Glaube.“
Jetzt ist ja für die Anglikaner, die zum Katholizismus übertreten wollen, dieses Ordinariat eingeführt worden. Gibt es dazu einen ökumenischen Blickpunkt, den man auch sehen könnte, der auch in dieser Woche im Dialog mit den Anglikanern zu nennen wäre?

„Also erst einmal haben wir hier in Rom eine klare Arbeitsteilung für jene Anglikaner, die in unsere Gemeinschaft kommen wollen, ist die Kongregation für die Glaubenslehre zuständig. Wir im ökumenischen Einheitsrat setzen den Dialog fort. Zweitens: Konversionen hat es schon immer gegeben. Ich denke nur an Henry Newman. Konversionen, auch im Zeitalter der Ökumene, bleiben eine Gewissensfrage des Einzelnen. Was hier neu ist, ist, dass ganze Gruppierungen mit Priestern und Bischöfen kommen, und da ist es für unsere Situation für die katholische Kirche so: Der heilige Vater kann, wenn an seine Türe geklopft wird, nicht „Nein“ sagen. Die Offenheit unserer Kirche ermöglicht es ihm, die Türen zu öffnen. Das ist unsere Situation. Ich kann verstehen, dass es für die anglikanische Kirche sehr schwierig ist, aber ich denke es ist auch unsere Sorge, dass wir mithelfen wollen, dass auch die anglikanische Weltgemeinschaft ihre Einheit wiederfinden kann.“
Zurück zu dem Weg, den Sie beschrieben haben: Was fehlt, oder was könnte man noch hinzufügen, um voran zu kommen?

„Das hängt natürlich vom jeweiligen Dialog ab. Wir haben im Einheitsrat ja 15 verschiedene Dialoge mit 15 verschiedenen Kirchen. Man müsste über jeden eigens reden, was es hier noch braucht. Grundsätzlich braucht es immer zweierlei, nämlich den Dialog der Liebe und den Dialog der Wahrheit. Denn ohne den Dialog der Liebe, die freundschaftlichen Beziehungen, die man aufbauen und vertiefen will, geht der Dialog der Wahrheit nicht voran oder hängt irgendwo in der Luft… Und da sind noch viele Fragen zu besprechen, die eine gemeinsame Basis im Glauben erreichen können, sodass wir dann gemeinsam auch Eucharistie feiern können.“

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=456422
German Kardinal Koch: "Gnade vor Recht"
Jan 10, 2011

Gottes Ja zu uns Menschen ermöglicht uns, dieses Ja auch an andere weiterzugeben. Das sagt der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch in seiner Neujahrsbotschaft. In einem Video auf der Internetseite kath.ch regt der Präsident des päpstlichen Einheitsrates an, 2011 zwei Agenden zu führen: eine für die Termine und eine zweite für Unvorhergesehenes.
Der vatikanische Ökumeneminister rät, sich neben den Terminen, für die das Griechische den Begriff "Chronos" kennt, sich auch Zeit zu nehmen für jene Zeit, die im Griechischen "Kairos" heißt. Dieser Begriff decke "besondere Entscheidungen" ab, "eine Zeit, in der etwas Wichtiges, Unvorhergesehenes geschieht." Kurt Koch schlägt darum vor, für das kommende Jahr zwei Agenden zu führen. Eine soll sich nach dem Chronos richten, die zweite sollte für jene Momente reserviert werden, "die uns geschenkt werden und die wir gar nicht in der Hand haben."
"Wir können uns gar nichts Besseres wünschen als den Segen Gottes", erklärte Koch mit Blick auf das neue Jahr. "Wenn wir uns so als bejahte Menschen erfahren dürfen, dann dürfen wir dieses Ja auch weitergeben, andere Menschen segnen, ihnen Gutes sagen."
Weiter erinnert er an die Bedeutung der Gnade und verweist auf die Rechtsprechung: "Wenn auf der einen Seite Schuld gesprochen und auf der anderen Seite Schuld anerkannt und eingestanden wird, dann bleibt nur noch die Möglichkeit, Gnade vor Recht ergehen zu lassen." Gnade bringe auf diese Weise zum Ausdruck, dass in dem Fall etwas Unverdientes geschehe. Als weiteren Bereich gnadenvollen Wirkens nennt Koch die Kunst. Die Menschen seien sich auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität immer wieder bewusst, "dass das letztlich Geschenk ist, letztlich Gnade".
Als größtes Geschenk bezeichnet er das Weihnachtsgeheimnis. Gott habe an Weihnachten "in dieser Welt ein konkretes Gesicht erhalten im Menschen Jesus von Nazareth". Daraus folgert Koch: Wenn "wir face to face mit Gott sein dürfen, dann dürfen wir auch den anderen Menschen ins Gesicht schauen und unser eigenes Gesicht zeigen."

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=451200
German Kardinal Koch: „Wir leben im Dienst des Kreuzes" (I)
Dec 28, 2010
Zeugnis des Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen

ROM, 14. Dezember 2010 (ZENIT.org).- Mit nur 13 Jahren im bischöflichen Dienst wurde Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, zum Kardinal ernannt. Gegenüber ZENIT gestand er, dass ihn die gleichen Gedanken durch den Kopf gegangen seien, wie „John Henry Newman, als er von Papst Leo XIII zum Kardinal ernannt wurde", das heißt, er sei „sehr überrascht" gewesen.

Kardinal Koch sagte, er habe nicht erwartet ins Konsistorium ernannt zu werden, weil er erst vor vier Monaten zum Präsident des Päpstlichen Rates ernannt worden sei, er glaube jedoch, dass die Erhebung zum Kardinal ein Zeichen für die Bedeutsamkeit sei, die der Heilige Vater der Ökumene beimesse.

„Die Zugehörigkeit zum Kardinalskollegium ist keine Ehre, sondern eine Herausforderung: zur Verfügung zu stehen, um alles für die Kirche zu geben und in einer engen Beziehung zum Heiligen Vater zu stehen", sagte der Kardinal und betonte die Wichtigkeit, gemeinsame Ziele zu setzten, was keine leichte Aufgabe sei.

Die vier Monate als Leiter des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen seien für Kardinal Koch eine schöne ökumenische Erfahrung gewesen. „Ich freue mich über diese Verantwortung, denn sie macht mich sehr glücklich". Die Begegnung mit den Leitern der anderen christlichen Konfessionen „zeigt unsere Kirche und Identität, die für alle Christen und für diesen Dienst sehr offen ist."

Kardinal Koch gab zu, dass er in jenem Moment, als er den Kardinalshut erhielt, mit dem Symbol des Rings geblieben sei und mit der Bedeutung, die ihm der Heilige Vater am Tag nach dem Konsistorium gab. „Seine Predigt hat mich sehr bewegt."

„Jesus kann in dem Maße in uns seine Kirche bauen, in dem er in uns den wahren, österlichen Glauben findet, den Glauben, der Jesus nicht vom Kreuz herunterholen will, sondern der sich am Kreuz ihm anvertraut", sagte Benedikt XVI am 21. November in seiner Predigt am Tag nach dem Konsistorium.

„Der Primat des Nachfolgers Petri ist ein Primat des Kreuzes und im Bild des Lammes bleibt weiterhin das Bild des Kreuzes bestehen. Es ist ein lebendiger Beweis dafür, dass der Herr für uns gelitten hat", schloss der Kardinal.
German Darüber unterhalten, was Kirche ist
Dec 28, 2010
Kardinal Kurt Koch zu Aufgaben und Perspektiven der Ökumene

Vor gut 100 Tagen hat der Schweizer Bischof Kurt Koch seine Arbeit als Präsident des Päpstlichen Einheitsrates aufgenommen, seit wenigen Wochen im Rang eines Kardinals. Nun zieht er Bilanz – und spricht über seinen Dienstbeginn, die ersten Arbeitsschritte und Perspektiven für die Ökumene.
KNA: Herr Kardinal, Sie hatten bereits in den ersten 100 Tagen als Präsident des Einheitsrates ein enormes Arbeitspensum zu bewältigen. Wie empfanden Sie Ihren Einstieg in Rom?
Koch: Recht positiv. Es ist mir viel Wohlwollen und Interesse an meiner Arbeit entgegengebracht worden. Ich erlebe ständig Neues. Dass gleich zu Beginn meiner Amtszeit das 50-jährige Jubiläum des Einheitsrates gefeiert wurde, war ein besonderes Ereignis. Zudem habe ich viele Reisen unternommen, zahlreiche Begegnungen gehabt. Wertvoll sind für mich die Treffen mit den Botschaftern. Dadurch lerne ich viele Länder und deren ökumenische Situation kennen.

KNA: Es ist immer wieder von ökumenischem Stillstand, von einer „Eiszeit“ die Rede. Wie sehen Sie die Ökumene heute?
Koch: Von Eiszeit würde ich nicht reden. Aber es ist keine leichte Situation. Nach 50 Jahren haben wir unser eigentliches Ziel, die Einheit der Kirche, nicht erreicht. In den verschiedenen Dialogen ist mitunter das Ziel der Ökumene abhandengekommen. Die meisten Kirchen haben ihre eigene Vorstellung von der Einheit ihrer Kirche, und sie übertragen sie auf das Ziel der Ökumene. Daher haben wir so viele konfessionelle Zielbestimmungen der Ökumene, wie wir Kirchen haben. Es ist wichtig, dass wir uns darüber unterhalten, was Kirche ist. Das scheint mir eine der zentralen Fragen.

KNA: Ihre erste Auslandsreise ging - in Begleitung des Papstes - nach Großbritannien, zu einem Gipfeltreffen mit den Anglikanern. Das Verhältnis ist derzeit ja schwierig.
Koch: Nächstes Jahr beginnt eine neue Phase, und ich bin sehr zuversichtlich. Erzbischof Rowan Williams hat bei unserem Jubiläum in Rom betont, wir sollten uns vor allem Gedanken zur Eucharistie machen. Zu einem gemeinsamen Verständnis der Eucharistie zu kommen, halte ich für einen sehr verheißungsvollen Weg.

KNA: Ihr wohl wichtigster Termin war bislang der Besuch in Istanbul bei Patriarch Bartholomaios I. Wie steht es um den Kontakt zu Konstantinopel - und grundsätzlich zur Orthodoxie?
Koch: Die Orthodoxie war in den vergangenen Wochen ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Höhepunkt war der Besuch zum Andreas-Fest in Istanbul. Man hat unserer Delegation eine großartige Gastfreundschaft entgegengebracht. Der Patriarch ist eine sehr liebenswürdige Persönlichkeit mit geistiger Tiefe; der Dialog mit unserer Kirche liegt ihm sehr am Herzen. Wir haben nach dem Festtag eingehende Gespräche über die Zukunft des Dialogs geführt.

KNA: Und wie geht er weiter?
Koch: Wir wollen ein theologisches Thema bearbeiten, das Verhältnis zwischen Primat und Synodalität der Kirche. Synodalität ist ein zentrales Thema für die Orthodoxie, der Primat für die Katholiken. Beide Seiten werden je ein Papier erarbeiten, aus dem wir im kommenden November ein gemeinsames Dokument erstellen wollen. 2012 kommt es dann in die Gesamtkommission.

KNA: Und Moskau zieht ebenfalls mit?
Koch: Das kann ich so noch nicht sagen. Für 2011 plane ich eine Reise nach Moskau. Ich habe mit dem für die Außenbeziehungen des Patriarchats zuständigen Metropoliten Hilarion besprochen, dass ich nach meinem Besuch in Konstantinopel gerne nach Moskau kommen möchte. Ich bin zuversichtlich, dass es nächstes Jahr klappt.

KNA: Sie haben den Präsidenten des ÖRK getroffen, jetzt kommt der Chef des Lutherischen Weltbundes. Aber der Kontakt zu den Kirchen der Reformation ist schwierig. Müssen Sie nachlegen?
Koch: Es ist der ausdrückliche Wunsch des Papstes, diesen Dialog voranzubringen. Als er mich fragte, ob ich die Aufgabe in Rom übernehme, war ein wesentliches Argument, dass wieder jemand kommt, der die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften nicht nur aus Büchern, sondern aus eigener Erfahrung kennt. Ein deutliches Zeichen, dass ihm dieser Dialog genauso am Herzen liegt wie der Dialog mit der Orthodoxie. Er hat natürlich andere Traktanten. Mit der Orthodoxie geht es vor allem um die Primatsfrage. In den Kirchen der Reformation haben wir ein großes Pluriversum von Gemeinschaften mit vielen Fragmentierungen, was den Dialog nicht erleichtert. Aber es gibt auch Tendenzen zur Zusammenarbeit. Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE sehe ich als positiven Ansatz. Man hat hier einen Gesprächspartner, mit dem man verbindlich reden kann.

KNA: Welche Perspektiven sehen Sie für die Ökumene? Wie ist Einheit möglich? Welche Form von Einheit schwebt Ihnen vor?
Koch: Das Hauptproblem besteht darin, dass alle von versöhnter Verschiedenheit reden - aber darunter Verschiedenes verstehen. Für uns Katholiken beschreibt der Begriff gut die Zielbestimmung der Ökumene: dass die Verschiedenheiten, die kirchentrennend sind, aufgearbeitet und versöhnt werden, so dass wir uns dann gegenseitig als Kirche anerkennen können. Der heutige Papst sagte einmal: Ökumene heißt, dass wir eine Kirche sind und trotzdem verschiedene Kirchen bleiben. Demgegenüber habe ich bei den reformatorischen Kirchen mitunter den Eindruck, dass sie das Wort von der versöhnten Verschiedenheit auf die heutige Situation beziehen: Wir müssten uns nur gegenseitig als Kirchen annehmen, dann hätten wir schon die Einheit. Das ist für Katholiken so nicht annehmbar.

KNA: Wie kann man hier weiterkommen?
Koch: Indem wir uns tatsächlich darüber verständigen, was Kirche ist. Wir haben 1999 eine gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre verabschiedet. Ich sehe als Fernziel eine gemeinsame Erklärung zu Kirche, Eucharistie und Amt. Das scheinen mir die entscheidenden Fragen für unsere Zukunft zu sein.

Das Gespräch führte Johannes Schidelko .

http://www.domradio.de/aktuell/69961/darueber-unterhalten-was-kirche-ist.html
Spanish Cardenal Kurt Koch habla sobre el cincuentenario de su dicasterio (II)
Dec 24, 2010
Entrevista con el presidente del Consejo Pontificio para la unidad de los cristianos

CIUDAD DEL VATICANO, viernes 10 de diciembre de 2010 (ZENIT.org).- La imagen de San Pedro y San Andrés Apóstol, discípulos de Cristo, cabezas de la Iglesia católica y ortodoxa respectivamente, se encuentra en la puerta de las oficinas del Consejo Pontificio para la promoción de Unidad de los cristianos, ubicadas en la vía de la Conciliación, antes de llegar a la Plaza de San Pedro, como símbolo de hermandad y de diálogo entre las iglesias cristianas.

Este dicasterio, que celebra este año sus bodas de oro, busca el diálogo y la promoción del espíritu ecuménico entre los cristianos según el decreto conciliar Unitatis redintegratio (1964).

Tiene también la misión de nombrar los observadores o "delegados fraternos" de otras Iglesias y Comunidades eclesiales, con motivo de la celebración de grandes acontecimientos de la Iglesia católica.

Sobre la historia, los desafíos y los frutos del Consejo Pontificio para la promoción de la Unidad de los Cristianos, ZENIT entrevistó al cardenal suizo Kurt Koch, quien hace cuatro meses fue nombrado por el Papa Benedicto XVI como nuevo presidente de este dicasterio. Recibió el capelo cardenalicio el pasado 20 de noviembre.

La primera parte de esta entrevista se publicó en el servicio de ayer jueves 9 de diciembre.

- ¿Cómo nació este dicasterio?

Cardenal Koch: En 1960 el santo padre Beato Juan XIII quiso que la dimensión ecuménica fuese uno de los principales puntos a tratar del Concilio Vaticano II. Por ello creó el secretariado para la unidad de los cristianos – así se llamaba anteriormente. Nombró como primer director al cardenal jesuita Agustín Bea. En 1988 el Papa Juan Pablo II transformó el Secretariado en Consejo Pontificio para la Promoción de la Unidad de los Cristianos.

- ¿Cuáles considera que son los principales frutos de estos 50 años de trabajo?

Cardenal Koch: Creo que la dimensión ecuménica ya no es un pensamiento extraño, sino una dimensión necesaria e importante para la Iglesia, como dijo Juan Pablo II en su encíclica Ut un sint (1995). Cuando Benedicto XVI fue elegido Papa, en su primer mensaje dijo que el ecumenismo iba a ser uno de los principales desafíos de su pontificado. Este es uno de los frutos principales.

Luego tenemos varios frutos específicos como el diálogo con las iglesias ortodoxas que ha avanzado mucho. También el ecumenismo en la situación de Oriente. Hay algunos frutos que hemos recogido con los luteranos y los metodistas.

- ¿Cree que el encuentro histórico que tuvo el papa Pablo VI con el patriarca Atenágoras I en 1964 forma parte de los frutos de este dicasterio?

Cardenal Koch: Sí. Forma parte del primer encuentro del Papa, obispo de Roma y el patriarca ecuménico. Después de este acontecimiento tenemos la costumbre de la visita recíproca de una delegación de Constantinopla que viene a la fiesta del 29 de junio de San Pedro y San Pablo y una delegación de la Santa Sede que viaja a Constantinopla cada 30 de noviembre para la fiesta de San Andrés apóstol, patrono de los ortodoxos. Pedro y Andrés son hermanos. La Iglesia de Roma y de Constantinopla son las iglesias hermanas.

- Por otro lado, ¿usted cree que la reciente beatificación del cardenal Newman puede ser también uno de los frutos de este dicasterio?

Cardenal Koch: Sí, porque Newman es muy conocido y muy venerado entre los católicos y entre los anglicanos. Porque esta fiesta de beatificación en Birmingham era un evento ecuménico.

- ¿También la constitución apostólica Anglicanorum coetibus?

Card Kurt Koch: En la Santa Sede hacemos una diferencia. Este dicasterio es responsable del diálogo. La constitución Anglicanorum coetibus sobre estos creyentes, sacerdotes y obispos anglicanos que quieren regresar a la Iglesia católica, es responsabilidad de la Congregación para la Doctrina de la fe.

La conversión de los fieles es algo que siempre ocurre en la Iglesia. La novedad, esta vez es que vienen grupos de creyentes, sacerdotes y obispos. Todas las personas que quieren entrar a la Iglesia, el Santo Padre les quiere abrir la puerta. Para nosotros no es un peligro para el diálogo ecuménico. Este sigue su curso.

- ¿Cuáles cree que son los principales obstáculos para el diálogo con las iglesias ortodoxas y con las iglesias orientales antiguas, y con las que nacieron luego de la llamada reforma protestante?

Cardenal Koch: Aunque tenemos un gran fundamento común en la fe, tenemos especialmente otra cultura con las iglesias y comunidades orientales. Por ejemplo, para el diálogo ecuménico con la Iglesia está la cuestión del primado del Obispo de Roma. En cambio con las iglesias nacidas luego de la Reforma hay más puntos culturales que nos unen, pero hay toda una eclesiología que debemos discutir.

- Acaba de pasar el sínodo del Medio Oriente y hay muchas iglesias antiguas que han alcanzado la plena comunión con la Iglesia católica. ¿Como ha sido esta experiencia de comunión entre las iglesias sui iuris a pesar de las diferencias culturales entre los ritos?

Cardenal Koch: Estas Iglesias son una gran riqueza para nuestra Iglesia Universal. Son fieles al Santo Padre y permanecen fieles a su magisterio. Pueden ser un puente de ecumenismo como se ve en el decreto conciliar Orientalium Ecclesiarum del Concilio Vaticano II sobre las iglesias orientales católicas.

Creo que este sínodo ha tenido dos frutos centrales que todas las iglesias del Oriente Medio se hayan reunido en una asamblea de dos semanas y puedan vivir la comunidad entre ellos, creo que esto es una gran iniciativa y una bella experiencia.

Se ha hablado de la situación tan difícil en estas iglesias de esta zona del planeta y más ahora a nivel de la Iglesia universal y de cómo los católicos y cristianos de todas las iglesias locales ven la necesidad de ayudar estas iglesias y de soportar y vivir en una gran solidaridad con estos cristianos del Oriente Medio.

- ¿Cree que hace un siglo hubiera sido posible crear un dicasterio como este, con el objetivo de propiciar un espacio para el diálogo ecuménico? ¿O cree que esto sea fruto de un nuevo tiempo?

Cardenal Koch: En la primera encíclica de Pablo VI Ecclesiam Suam sobre el mandato de la Iglesia en el mundo contemporáneo, el pontífice hablaba del principio del diálogo. Cada pontífice responde a su tiempo y a sus desafíos.

La Iglesia está abierta también a una nueva evangelización que ha querido el Papa Benedicto XVI y va en la misma vista de apertura y de profundizar la misión de la Iglesia en países secularizados que tienen una gran tradición cristiana pero que la están olvidando. Es necesaria una nueva evangelización.
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Dec 24, 2010

CIUDAD DEL VATICANO, jueves 9 de diciembre de 2010 (ZENIT.org).- Con sólo 13 años de servicio episcopal monseñor Kurt Koch, presidente del Consejo Pontificio para la Promoción de la Unidad de los Cristianos recibió el nombramiento como cardenal, “con los mismos pensamientos de John Henry Newman cuando fue nombrado por el papa León XIII”, es decir, “muy sorprendido” según confesó en diálogo con ZENIT.

Dice que no se lo esperaba ser nombrado para este consistorio porque lleva en la presidencia de este dicasterio sólo cuatro meses, pero cree que la elevación al cardenalato es “un signo de la importancia que el Santo Padre quiere dar al ecunemismo”.

“Pertenecer al colegio cardenalicio no es un honor sino más bien un reto: estar disponible para dar todo por la Iglesia y tener una relación cercana con el Santo Padre”, asegura el purpurado.

En la primera parte de esta entrevista el cardenal Kurt Koch habla de sus 28 años de vida sacerdotal así como de su experiencia en el diálogo con el ecumenismo. Mañana, en la segunda parte, hablará de la celebración de los 50 años del dicasterio que tiene a su cargo desde el pasado 1 de julio, cuando entró a reemplazar al cardenal Walter Kasper.

El purpurado, muy cercano a Benedicto XVI, de quien recibió el capelo cardenalicio el pasado 20 de noviembre, tiene 60 años y nació en Emmenbrücke, provincia de Lucerna (Suiza). Es el noveno cardenal en la historia de este país.

Autor de los libros Dass alle eins seine. Ökumenische Perspektiven (Que todos sean uno. Perspectivas ecumenicas, n.d.t.) Sankt Ulrich, Augsburg 2006, Dem Herrn gehört die Zeit. Meditationen zum Kirchenjahr(El tiempo es del Señor. Meditaciones para el año liturgio n.d.t), Bonifatius, Paderborn 2008, Das Geheimnis des Senfkorns. Grundzüge des theologischen Denkens von Papst Benedikt XVI – Ratzinger-Studien. Band 3 (El secreto del grano de mostaza. Lineas del pensamiento teológico del Papa Benedicto XVI – n.d.t.) Pustet, Regensburg 2010.

Fue ordenado sacerdote en 1982 y trabajó como vicario en la parroquia St. Marien de Berna hasta 1985. Es doctor y fue profesor de teología moral en el instituto catequético de la facultad de Lucerna, y de teología fundamental en el curso de teología para laicos católicos en Zürich.

En 1997 Juan Pablo II lo nombró obispo de Basilea, una experiencia que confiesa, le dio “un gran gozo” porque el ecumenismo, “siempre ha estado en mi corazón ya que mi país, Suiza los protestantes son muy cercanos. También tengo un gran interés por las iglesias ortodoxas”, dice.

“Las Iglesias y las comunidades eclesiales de la reforma en Suiza son un caso especial”, puntualiza el cardenal Koch. “El gran desafío es el diálogo ecuménico entre católicos y ortodoxos. Tenemos un fundamento de fe y una gran diversidad de culturas mientras que en las Iglesias de la reforma el fundamento. Con ellos hay otro modo de hacer ecumenismo, que no es siempre fácil”, asegura.

Entre los años 2006 y 2010 el purpurado fue nombrado presidente de la Conferencia Episcopal Suiza.

“Fue un buen trabajo”, recuerda. “Siendo presidente pude mirar mucho la Iglesia en Europa y el trabajo de la diócesis continuaba, por ello era importante trazar objetivos comunes, tarea no siempre fácil”.

Y asegura que los cuatro meses como jefe del Consejo Pontificio para la Promoción de la Unidad de los Cristianos, “es una bella experiencia ecuménica”.

“Estoy muy contento de mirar esta responsabilidad que me causa tanta alegría”. Dice que los encuentros con los líderes de otras confesiones cristianas “pueden presentar nuestra iglesia y su identidad está muy abierta a todos los cristianos y a este ministerio”.

El cardenal Koch confiesa que del momento en que recibió el capelo cardenalicio, se le ha quedado grabado “el signo del anillo que hizo el Santo Padre al día siguiente del consistorio. Me conmovió mucho la homilía”.

“Jesús puede construir en nosotros su Iglesia en la medida en que encuentra en nosotros esa fe verdadera, pascual, esa fe que no quiere hacer bajar a Jesús de la Cruz, sino que se confía a Él en la Cruz”, dijo Benedicto XVI el pasado 21 de noviembre durante la homilía, el día siguiente del consistorio.

“El primado del sucesor de Pedro es un primado de la cruz y en el cordero permanece todavía la imagen de la cruz. Es una muestra viva de que el Señor ha padecido por nosotros”, concluye el cardenal.
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Dec 24, 2010

CIUDAD DEL VATICANO, jueves 9 de diciembre de 2010 (ZENIT.org).- Con sólo 13 años de servicio episcopal monseñor Kurt Koch, presidente del Consejo Pontificio para la Promoción de la Unidad de los Cristianos recibió el nombramiento como cardenal, “con los mismos pensamientos de John Henry Newman cuando fue nombrado por el papa León XIII”, es decir, “muy sorprendido” según confesó en diálogo con ZENIT.

Dice que no se lo esperaba ser nombrado para este consistorio porque lleva en la presidencia de este dicasterio sólo cuatro meses, pero cree que la elevación al cardenalato es “un signo de la importancia que el Santo Padre quiere dar al ecunemismo”.

“Pertenecer al colegio cardenalicio no es un honor sino más bien un reto: estar disponible para dar todo por la Iglesia y tener una relación cercana con el Santo Padre”, asegura el purpurado.

En la primera parte de esta entrevista el cardenal Kurt Koch habla de sus 28 años de vida sacerdotal así como de su experiencia en el diálogo con el ecumenismo. Mañana, en la segunda parte, hablará de la celebración de los 50 años del dicasterio que tiene a su cargo desde el pasado 1 de julio, cuando entró a reemplazar al cardenal Walter Kasper.

El purpurado, muy cercano a Benedicto XVI, de quien recibió el capelo cardenalicio el pasado 20 de noviembre, tiene 60 años y nació en Emmenbrücke, provincia de Lucerna (Suiza). Es el noveno cardenal en la historia de este país.

Autor de los libros Dass alle eins seine. Ökumenische Perspektiven (Que todos sean uno. Perspectivas ecumenicas, n.d.t.) Sankt Ulrich, Augsburg 2006, Dem Herrn gehört die Zeit. Meditationen zum Kirchenjahr(El tiempo es del Señor. Meditaciones para el año liturgio n.d.t), Bonifatius, Paderborn 2008, Das Geheimnis des Senfkorns. Grundzüge des theologischen Denkens von Papst Benedikt XVI – Ratzinger-Studien. Band 3 (El secreto del grano de mostaza. Lineas del pensamiento teológico del Papa Benedicto XVI – n.d.t.) Pustet, Regensburg 2010.

Fue ordenado sacerdote en 1982 y trabajó como vicario en la parroquia St. Marien de Berna hasta 1985. Es doctor y fue profesor de teología moral en el instituto catequético de la facultad de Lucerna, y de teología fundamental en el curso de teología para laicos católicos en Zürich.

En 1997 Juan Pablo II lo nombró obispo de Basilea, una experiencia que confiesa, le dio “un gran gozo” porque el ecumenismo, “siempre ha estado en mi corazón ya que mi país, Suiza los protestantes son muy cercanos. También tengo un gran interés por las iglesias ortodoxas”, dice.

“Las Iglesias y las comunidades eclesiales de la reforma en Suiza son un caso especial”, puntualiza el cardenal Koch. “El gran desafío es el diálogo ecuménico entre católicos y ortodoxos. Tenemos un fundamento de fe y una gran diversidad de culturas mientras que en las Iglesias de la reforma el fundamento. Con ellos hay otro modo de hacer ecumenismo, que no es siempre fácil”, asegura.

Entre los años 2006 y 2010 el purpurado fue nombrado presidente de la Conferencia Episcopal Suiza.

“Fue un buen trabajo”, recuerda. “Siendo presidente pude mirar mucho la Iglesia en Europa y el trabajo de la diócesis continuaba, por ello era importante trazar objetivos comunes, tarea no siempre fácil”.

Y asegura que los cuatro meses como jefe del Consejo Pontificio para la Promoción de la Unidad de los Cristianos, “es una bella experiencia ecuménica”.

“Estoy muy contento de mirar esta responsabilidad que me causa tanta alegría”. Dice que los encuentros con los líderes de otras confesiones cristianas “pueden presentar nuestra iglesia y su identidad está muy abierta a todos los cristianos y a este ministerio”.

El cardenal Koch confiesa que del momento en que recibió el capelo cardenalicio, se le ha quedado grabado “el signo del anillo que hizo el Santo Padre al día siguiente del consistorio. Me conmovió mucho la homilía”.

“Jesús puede construir en nosotros su Iglesia en la medida en que encuentra en nosotros esa fe verdadera, pascual, esa fe que no quiere hacer bajar a Jesús de la Cruz, sino que se confía a Él en la Cruz”, dijo Benedicto XVI el pasado 21 de noviembre durante la homilía, el día siguiente del consistorio.

“El primado del sucesor de Pedro es un primado de la cruz y en el cordero permanece todavía la imagen de la cruz. Es una muestra viva de que el Señor ha padecido por nosotros”, concluye el cardenal.
German Kardinal Kurt Koch und die Früchte der Ökumene
Dec 24, 2010
Ökumene „ist keine fremde Wirklichkeit"

ROM, 24. November 2010 (ZENIT.org).- Der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen feiert seinen 50. Geburtstag. Der Ratspräsident nahm diese Gelegenheit wahr, um die Fortschritte des Dialogs und Gebets der letzten fünf Jahrzehnte zu betrachten.
In seinem Bericht mit dem Titel „Die Ernte der Früchte", den Kardinal Kurt Koch zur Plenarversammlung in der vergangenen Woche dem Rat vorgelegt hatte, sagte er, dass die erste Frucht in der Kirche selbst zu finden sei.

Ökumene „ist keine fremde Wirklichkeit" mehr im Leben der Pfarreien und Diözesen, bekräftigte der Kardinal. „Die ‚Ökumene des Lebens' ist von grundlegender Bedeutung. Alle theologischen Bemühungen zur Verwirklichung einer dauerhaften Einigung über grundlegende Fragen des Glaubens zwischen den verschiedenen Kirchen sind ohne sie vergebens."

Manche Fragen seien immer noch die gleichen, wie zu Zeiten des Zweiten Vatikanischen Konzils, erklärte Koch, obwohl sich die katholische Kirche eigentlich auf unwiderrufliche Weise zum Streben nach der Einheit verpflichtet habe. In diesem Zusammenhang sprach er von der Krux der Ekklesiologie - dem Konzept von der Natur der Kirche.

Für Kardinal Koch sind Ökumene und Ekklesiologie eng miteinander verknüpft. Das Grundproblem sei die Beziehung zwischen der Weltkirche und den Ortskirchen. Die Frage, wie sich die katholische Kirche angesichts der „Kirchen" verhalten muss, die nicht zu ihr gehören, stelle sich in Bezug auf die orthodoxen Kirchen und, in anderer Weise, hinsichtlich der protestantischen Kirchen.

Eine „Eucharistische Ekklesiologie" betone, dass die Kirche Jesu Christi dort gegenwärtig sei und sich verwirkliche, wo in einer Eucharistiefeier jede Teilkirche sich um ihren Bischof herum versammle. Dieser Aspekt war von russischen Theologen während ihres Exils in Paris entwickelt worden. Diese Theologie stehe in klarem Widerspruch zum Zentralismus des Papsttums der römisch-katholischen Kirche, so der Kardinal.

Gemäß der katholischen Ekklesiologie sei die Kirche in der konkreten eucharistischen Gemeinde vollständig gegenwärtig, jedoch sei das nicht die „Fülle der Kirche". Das Hauptproblem der Ökumene liege daher in der unterschiedlichen Auffassung des Begriffs Ekklesiologie, der für die orthodoxen Kirchen die nationale Kultur und für die katholische Kirche Universalität bedeute. Obwohl es noch viele Hindernisse für eine völlige Einheit gebe, seien schon viele „ermutigende Schritte" hinsichtlich der Ökumene getan worden.

In Bezug auf die protestantischen Kirchen ergäben sich mehrere Probleme. Die größten Schwierigkeiten lägen einerseits in der unterschiedlichen Auffassung der Ekklesialität (die Kirche verwirklicht sich nach protestantischer Auffassung in den konkreten Gemeinden, die zur Feier der Liturgie zusammenkommen), andererseits in ihrer sakramentalen Dimension. Schließlich stehe noch die Frage offen, ob sich die protestantischen Kirchen im Bruch mit ihrer 1500-jährigen Vorgeschichte sehen oder in ihrer Kontinuität. Kardinal Koch hofft auch im Hinblick auf das Jubiläum im Jahre 2017 auf die letztere Antwort.
German Kardinal Kurt Koch im Interview
Nov 25, 2010

rzbischof Kurt Koch, an diesem Samstag sind Sie zum Kardinal kreiert worden, wie fühlen Sie sich?

„Es war für mich eine große Überraschung, dass der Heilige Vater mich so schnell ins Kardinalskollegium aufnehmen will. Ich habe ja erst am 1. Juli begonnen, und schon steht diese Aufgabe da. Aber ich bin überzeugt, dass der Papst diese Ernennung nicht in erster Linie wegen meiner Person macht, sondern wegen meiner Aufgabe. Er will damit zeigen, welche grundlegende Bedeutung für ihn die Ökumene hat.“

Ist das wichtig im Dialog mit Orthodoxen, dass man Kardinal ist?

„Es ist sicher für alle Dialoge von grundlegender Bedeutung, nehmen wir die orthodoxen Kirchen, aber auch die reformierten Kirchen oder etwa die Anglikaner, dass hier einfach ein Zeichen gesetzt wird, diese Dialoge und diese Ökumene sind uns sehr wichtig, deshalb soll derjenige, der die Verantwortung dafür trägt, auch mit einer besonderen Verantwortung ausgestattet sein.“

Es gab bisher nicht viele Kardinäle aus der Schweiz, welche Bedeutung hat Ihre Kardinalswürde für Ihr Heimatland?

„Das müssen Sie die Schweizer fragen, was die da herauslesen, das kann ich schwer beurteilen! Immerhin sind wir jetzt vier Kardinäle in der Schweiz. Gewiss, nicht mehr alle wahlberechtigt. Aber das ist für ein so kleines Land schon eine große Anzahl, wenn man es mit anderen Ländern vergleicht.“

Wie sehen Sie Ihre Zukunft im Vatikan, was erhoffen Sie sich?

„Ich hoffe, dass meine Anwesenheit in Rom, und ich werde im Gespräch bleiben mit den Schweizern, vor allem auch mit den Schweizer Bischöfen, dass ich mehr tun kann für die gegenseitige Verständigung. Dass das, was in der Ortskirche in der Schweiz geschieht hier besser erklärt werden kann, dass aber andererseits auch das Bild der Universalkirche und des heutigen Papstes ein bisschen in anderen Farben dasteht als manchmal in der Schweiz, wo man ja eigentlich Papst Benedikt kaum wieder erkennt in diesen Karikaturen, die es teilweise in der Schweiz gibt. Diese unmittelbare Erfahrung zu haben, kann helfen. Das habe ich auch persönlich erleben können, als ich den Heiligen Vater auf seiner Englandreise begleiten durfte, wie die Erfahrung des Heiligen Vaters als Person, in seiner Schlichtheit, seiner Demut und mit der Klarheit seiner Botschaft die Leute beeindruckt hat. Viele Journalisten sagten mir, sie seien überrascht, ich habe dann geantwortet: Ich bin nicht überrascht, weil ich ihn schon länger kenne.“

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=440647
German Schweizer Kardinal kritisiert seine Landsleute
Nov 25, 2010
Der am Samstag neu ernannte Kardinal Kurt Koch hat Kritik an den Schweizern geübt. Diese verstünden einfach nicht, dass Papst Benedikt XVI. im Zusammenhang mit den Fällen sexuellen Missbrauchs durch katholische Amtsträger alles in seiner Macht Stehende tue. Auch über den Papst selber hat sich Koch in Sonntagsmedien geäussert.

Gegenüber dem Westschweizer Radio RSR sagte Koch, die Schweizer seien offenbar im Glauben, es besser zu wissen als andere und auch weniger offen gegenüber dem, was aus dem Vatikan komme.

Pädophilie ist eine «Krankheit»

Um gegen pädophile Auswüchse anzugehen, diese «Krankheit», müsse die Ausbildung der Geistlichen vertieft werden und eine Einbeziehung der Sexualität in deren Leben stattfinden, sagte Koch weiter.

Gegenüber dem «Sonntag» hat sich der neue Kardinal aus Luzern tief bewegt über sein neues Amt gezeigt: «Die Verantwortung ist gross – die rote Farbe unseres Gewandes erinnert an das Blut der Märtyrer und bedeutet, dass man für den Glauben und die Kirche sein Leben gibt.»

Die drei Eigenschaften des Papstes

Er sei immer noch sehr überrascht, wie schnell es mit seiner Ernennung gegangen sei. Der Papst wolle damit zeigen, dass ihm die Ökumene sehr am Herzen liegt.

Der Heilige Vater habe drei Eigenschaften, so Koch, «die selten in einem einzigen Körper Platz haben: Er ist eine sehr einfacher, demütiger Mensch, ein tief gläubiger Mann und er ist sehr intelligent».

Seine Aufgabe sei es, «nicht Beruhigungspillen zu verabreichen, sondern uns neu bewusst zu machen, dass der 'eine Leib Christi', von dem Jesus sprach, ein Anliegen ist, das wir realisieren wollen».

Zwei Gruppen von Kritikern

Angesprochen auf seine Kritiker, sagte der Ex-Bischof weiter: «Es gibt zwei Gruppen von Kritikern: Eine Gruppe wirft mir vor, ich sei eigentlich nie Bischof geworden und immer Professor geblieben. Die andere Gruppe findet, ich hätte alles vergessen, was ich einmal gesagt habe. Diese zwei Gruppen sind derart widersprüchlich, dass ich, wenn ich in den Spiegel schaue, mich manchmal frage, wer ich denn eigentlich bin. Und: Wenn man eine neue Verantwortung übernimmt, muss man auch das übernehmen, was damit verbunden ist. Wenn jemand Bundesrat wird, erwarte ich von ihm auch, dass er sich an die Bundesverfassung hält.»

Feierlichkeiten werden heute fortgesetzt

Die Feierlichkeiten zur Ernennung der neuen Kardinäle gingen heute Sonntag weiter. Der Papst feierte mit den neuen Kardinälen gemeinsam eine Messe im Petersdom. Während der Zeremonie steckte der Papst den Purpurträgern ihre Kardinalsringe an.

Unter den 24 neuen Kardinälen sind mehrere wichtige Funktionäre aus dem Vatikan. Neben dem neuen Ökumeneminister des Vatikans, Kurt Koch, der Präsident des Päpstlichen Rats Cor Unum, Robert Sarah, sowie die Präfekten der Kongregationen für Heiligsprechungen und für den Klerus, Angelo Amato und Mauro Piacenza.

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/11/21/Schweiz/Schweizer-Kardinal-kritisiert-seine-Landsleute
German Kardinal lebt noch aus Kisten
Nov 25, 2010
Am Sonntag erhielt Kardinal Kurt Koch vom Papst seinen Kardinalsring. Auf seine Wohnung muss der Luzerner Würdenträger in Rom hingegen noch etwas warten.

Kardinal Kurt Koch dürfte nach seiner Kardinalsernennung vom Samstag eine kurze Nacht verbracht haben. Am Abend nach der Zeremonie liess sich «seine Eminenz» vor rund 50 geladenen Gästen – darunter Regierungspräsident Anton Schwingruber und CVP-Nationalrat Pius Segmüller – feiern. Zum abendlichen Festmahl in der Kantine der Schweizer Garde lud Jean-François Kammer, der Botschafter der Schweiz beim Heiligen Stuhl. Wenige Stunden später stand Koch zusammen mit den 23 anderen neu gewählten Kardinälen erneut im Petersdom bereit, um sich von Papst Benedikt XVI. den Kardinalsring überstreifen zu lassen.

Noch keine Wohnung
Seit der 60-Jährige im Juli sein Amt angetreten hat, lebt er in Rom. «Ich bin hier noch nicht ganz angekommen», gibt er unverblümt zu. Noch immer wartet Kurt Koch auf seine Wohnung, die ihm vom Heiligen Stuhl zur Verfügung gestellt wird.

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