Odilo Pedro Cardinal Scherer Odilo Pedro Cardinal Scherer
Function:
Archbishop of S
Title:
Birthdate:
Sept 21, 1949
Country:
Brazil
Elevated:
Nov 24, 2007
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German Das Wort Gottes wie echte Jünger hören und Freunde Gottes werden
Oct 31, 2008
Weltbischofssynode nahm den Faden von Aparecida (Brasilien) wieder auf

ROM, 30. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Die Weltbischofssynode über das Wort Gottes habe die Herausforderungen der Kirche in Lateinamerika aufgegriffen, erklärt der Erzbischof von Sao Paulo, Kardinal Odilo Scherer.

In Aparecida, dem größten brasilianischen Marienwallfahrtsort, versammelten sich im Mai des vergangenen Jahres die Hirten ganz Amerikas und der Karibik. Sie berieten über die Situation ihrer Ortskirchen und riefen zu einer umfassenden Kontinentalmission auf, um den Menschen dieser Länder mit Christus das „Leben in Fülle“ zu bringen (vgl. Abschlussbotschaft und Richtlinien zur Umsetzung der Kontinentalmission).

Es gebe einen roten Faden, der Aparecida (Brasilien) und die Synode in Rom verbinde, betont Kardinal Scherer. Im vorliegenden ZENIT-Interview zieht er eine Bilanz der dreiwöchigen Arbeiten im Vatikan.

ZENIT: Welche Verbindung besteht zwischen der Weltbischofssynode über das Wort Gottes und der letzten Generalversammlung der lateinamerikanischen Bischöfe im Mai 2007 in Aparecida, Brasilien?

Kardinal Scherer: Als Synodenväter aus Lateinamerika sind wir sehr glücklich, weil wir in der Synodenaula gesehen haben, dass es eine sehr enge Beziehung zwischen der Botschaft der Konferenz von Aparecida im Mai letzten Jahres und der Botschaft der Synode über das Wort Gottes gibt.

Die zwei Themen, die im vergangenen Jahr in Aparecida für Lateinamerika und die Karibik zentral wurden: „Jünger und Missionare Jesu Christi sein, damit unsere Völker das Leben in ihm haben", und das Thema der diesjährigen Synode: „Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche", sind zwei Themen, die miteinander verwandt sind.

ZENIT: Vor jedem missionarischen Engagement ist es notwendig, die Bibel nicht nur zu lesen, sondern sie auch zu hören...

Kardinal Scherer: Es ist wichtig, das Wort Gottes zu verstehen, um Jünger des Wortes zu werden. Wir haben im Alten Testament Vorbilder, die uns helfen, das besser zu verstehen. Zum Beispiel wird gesagt, dass Moses ein Freund Gottes war. Ähnliches wird auch über Abraham, die Propheten und die Patriarchen gesagt: Sie waren Freunde Gottes. Das heißt, der Freund ist fähig, sich ins Herz des Freundes zu versetzen, es zu verstehen und mit dem Freund eins zu werden.

Die gleiche Form der Nähe des Jüngers findet man auch im Neuen Testament. Die Jünger sind diejenigen, die offen sind zu hören, weil sie in der Nähe sind. Sie folgen Jesus, sie beobachten den Meister, lernen von ihm und lieben ihn. So werden sie zu seinen Gesandten, um all das, was sie gelernt und gehört haben, umzusetzen.

Schauen wir auch auf Paulus, wir sind ja im Paulinischen Jahr, dann sieht man jemanden, der Jesus und die Kirche zuerst verfolgt hat und der dann nach seiner Bekehrung Jesus so sehr liebte, dass er sein Leben für ihn hingab. Ihn konnten weder Leid noch all das andere abschrecken, was er in dieser Welt aufgeben musste, um Jesus Christus nicht zu verlieren - um nichts in der Welt!

Dies ist der Ansatz des Jüngers, der zu einem Missionar wird, und es ist genau das, was wir versuchen sollten zu tun: das Wort Gottes lesen und es hören und Freunde Gottes werden. Wir sollen Schüler des Wortes sein, damit wir zu Missionaren des Wortes werden.

ZENIT: Welche Rolle spielen bei der Vermittlung des Wortes Gottesdie Medien ?

Kardinal Scherer: Heutzutage sind die Medien sehr wichtig für die Verbreitung von allem, was es gibt. Wir wünschten uns natürlich, das alles, was in der Synodenaula gesagt wurde, von den Medien als Gute Nachricht verbreitet worden wäre. Als Gottes Wort, das Herrlichkeit, Hoffnung, Licht und Trost bringt und allen Menschen den rechten Weg weist.

Die Medien in welcher Form auch immer sind für die Verbreitung des Wortes Gottes überaus wichtig.
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